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Bestimmte Voraussetzungen erforderlich

Bauen in zweiter Reihe ermöglicht

Brigitte Horn / 05.05.2013, 07:26 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die architektonische Gestaltung des Ortsbildes gehört zu den Aufgaben, um die sich die Stadtverordneten kümmern und Regelungen treffen müssen. Denn nicht immer ist das, was Bürger für sinnvoll halten oder sich finanziell unter anderem zur Verminderung von Erschließungskosten wünschen, auch für den Gesamteindruck positiv. Eine dieser immer wieder gestellten Fragen oder Anträge betrifft das Bauen in der zweiten Reihe. In der jüngsten Sitzung der Biesenthaler Stadtverordnetenversammlungen ist dazu ein Beschluss gefasst worden.

Nach der Entscheidung der Stadt soll künftig das Bauen in der zweiten Reihe möglich sein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Mit diesem Selbstbindungsbeschluss will die Stadt Wildwuchs beim Bauen in der zweiten Reihe verhindern. Ermöglicht wird damit auch, wie zu hören war, die rechtssichere Beurteilung von Anträgen gegenüber der Genehmigungsbehörde.

Denn laut Erläuterung der Fachabteilung der Amtsverwaltung Biesenthal-Barnim ist der überwiegende Teil des Stadtgebietes dem nicht beplanten Innenbereich im Sinne des Baugesetzbuches zuzuordnen. Daraus ergebe sich, dass solche Bauvorhaben zulässig sind, die sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen und deren Erschließung gesichert ist. In einem derartigen nicht beplanten Innenbereich sei "in allgemeinen Wohngebieten oder in Mischgebieten das Bauen in der zweiten Reihe nicht grundsätzlich unzulässig", so die Erklärung der Amtsverwaltung.

Voraussetzung für das Bauen in der zweiten Reihe ist nun laut Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, dass die nach einer Teilung entstehenden Grundstücksgrößen nicht unter 500 Quadratmetern liegen dürfen. Vermeiden will man damit, dass sehr kleine Baugrundstücke entstehen. Erhalten bleiben solle auf diese Weise der Charakter einer lockeren Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern.

Biesenthals Bürgermeister André Stahl wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Biesenthal viele sehr große Grundstücke habe und so bei gleichbleibender Infrastruktur mehr bebaut werden könne.

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