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Feuerwehr in Groß Kreutz hat viel zu wenige Freiwillige

Ganz gelassen können die Freiwilligen den Brand löschen, denn der Ernstfall wurde nur geprobt.
Ganz gelassen können die Freiwilligen den Brand löschen, denn der Ernstfall wurde nur geprobt. © Foto: tin/MZV
Christine Schleinitz / 06.05.2013, 09:46 Uhr
JESERIG (MZV) Das Osterfeuer in Jeserig ist außer Kontrolle geraten. Die Flammen bedrohen das benachbarte Möbelhaus. In der Gemeinde Groß Kreutz herrscht höchste Alarmstufe, so dass die Feuerwehren aus allen acht Ortsteilen ausrücken müssen, um eine Katastrophe zu verhindern. - Wahrscheinlich niemand der 50 bis 60 angerückten Kameraden hatte am Samstagvormittag Schweißperlen auf der Stirn. Die Helfer blieben gelassen, denn dieses Szenario war lediglich eine Übung der Ortsfeuerwehren. Es war der erste zentrale Ausbildungstag der Gemeindefeuerwehr. Die Kameraden verlegten rund 1,5 Kilometer Wasserschläuche und "löschten" neben blühendem Löwenzahn das Osterfeuer am Lebensbaumkreis in Jeserig. Dafür wurde sogar eine "Schlauchbrücke" über der Straße gebaut, die es erlaubt, dass der Verkehr weiterrollen kann, wenn die Lebensretter im Einsatz sind. Für die Übung wurden die Kameraden in zwei Züge aufgeteilt. Den ersten bildeten die Wehren aus Götz, Jeserig, Schenkenberg und Deetz. Den zweiten Zug stellten die Groß Kreutzer, Bochower, Schmergower und Krielower. Diese zweizügige Aufteilung soll ab dem Jahr 2014 immer gelten, wenn ein Brand oder ein Einsatz größeren Ausmaßes gemeldet wird. Die künftigen Zugführer sind Michel Hirte und Steffen Bleich.

Die Groß Kreutzer Feuerwehr hat insgesamt 300 Kameraden. Zu wenig, findet Gemeindewehrführer Christian Titsch. "Die Tagesbereitschaft ist im Ernstfall nicht vorhanden", sagt er. Aus diesem Grund sei die Aufteilung der Feuerwehren in zwei Züge ab dem nächsten Jahr sehr wichtig, so können im Einsatzfall mehr Freiwillige gerufen werden.

Weiterhin wird ab 2014 nicht mehr analog, sondern digital gefunkt, verrät Titsch. "Die Verständigung wird besser und abhörsicher sein", sagt er. Mit der Übung am Samstag war er zufrieden, im Wesentlichen sei die Feuerwehr gut aufgestellt. Von der Einsatzbekleidung bis zu neuen Fahrzeugen wurde in den vergangenen Jahren einiges investiert. Wichtige Anschaffungen in Zukunft wären drei neue Tanklöschfahrzeuge, da die alten aus Jeserig, Groß Kreutz und Götz reparaturanfällig, alt und nicht mehr fahrsicher sind. Fördermittel für ein Tanklöschfahrzeug habe das Innenministerium bereits signalisiert.

Bevor es soweit ist, wird erst einmal gefeiert: Am kommenden Samstag, 11. Mai, steht das 20-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr Groß Kreutz bevor. Von 10 bis 14 Uhr wird dann an der Feuerwehr Groß Kreutz mit Wettkämpfen, Gegrilltem, Kaffee und Kuchen gefeiert. Um 13 Uhr knallt es dann zünftig: Die Kameraden simulieren eine Fettexplosion. Kinder, Jugendliche und ihre Eltern sind zu diesem "Tag der offenen Tür" eingeladen, denn die Kameraden brauchen ja schließlich Nachwuchs.

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