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Das Storkower Sozialraumteam und der Würfelhort suchen Sponsoren zur Umgestaltung des Bolzplatzes

Gefährlicher Schotter kommt weg

Solche Schotterbrocken liegen auf dem Platz: Sozialarbeiter Nico Neidthardt zeigt die Steine mit den scharfen Kanten.
Solche Schotterbrocken liegen auf dem Platz: Sozialarbeiter Nico Neidthardt zeigt die Steine mit den scharfen Kanten. © Foto: Jörn Tornow
Iris Stoff / 10.05.2013, 06:50 Uhr - Aktualisiert 10.05.2013, 12:35
Storkow (MOZ) Der Jugendklub Freizeitoase aus dem Stadtteil Küchensee soll umziehen. Neues Domizil wird ein Trakt des Würfelhort-Gebäudes in Karlslust sein. Wunsch der jungen Leute ist es dabei, den unwirtlichen Schotterplatz hinter der dortigen Turnhalle zum Bolzplatz mit Rasen umzugestalten. Dafür werden jetzt Sponsoren gebraucht.

Der Umzug wird voraussichtlich in den Sommerferien erfolgen, wenn die Räume freigezogen und hergerichtet sind. Die untere Etage im rechten Flügel des Horthauses soll dann dem Jugendklub zur Verfügung stehen. Auch einen separaten Eingang von der Straßenseite her wird es geben, so dass Jugendklub und Hort räumlich voneinander getrennt sind. Schon jetzt denken die jungen Leute von der "Freizeitoase" gemeinsam mit ihrem dortigen Leiter Andreas Provezza darüber nach, wie künftig die Raumaufteilung am neuen Domizil aussehen soll. Und bei den ganzen Überlegungen zum Konzept reifte auch die Idee, sich in Sachen Außengelände einzubringen. "Der Wunsch ist, aus dem Schottergelände hinter der Turnhalle einen ordentlichen Bolzplatz zu machen, erklärt Streetworker Nico Neidthardt, der auch zum Sozialraumteam in Storkow gehört. "Doch dabei benötigen wir Unterstützung." Sponsoren und Helfer werden gesucht. Was genau ist zu tun? Von der etwas 800 Quadratmeter großen Fläche müssen etwa 160 Kubikmeter Schotter weggeschafft werden. Anschließend gilt es, alles mit Mutterboden zu verfüllen und Rasen anzusäen oder Rollrasen aufzubringen. "Die Jugendlichen würden sich natürlich beteiligen, zum Beispiel wenn der Boden plattgemacht werden muss", sagt Nico Neidthardt. Doch allein sei dies nicht zu stemmen.

Mit dem Vorhaben rennen die jungen Leute auch bei den Hortkindern offene Türen ein. "Das wäre schön, wenn hier Rasen wäre", sagt der zehnjährige John Willy Sperling, der gerade mit seinen Freunden Lukas Ehrlich und Kristian Wicklein den Ball auf die Tore kickt. "Wir spielen hier gern Fußball, aber wir haben uns an den spitzen Steinen auch schon oft wehgetan, wenn wir hingefallen sind." Ein Schulkamerad habe sich schon einmal so an einem Schotterstein verletzt, dass die Wunde am Knie genäht werden musste, erzählen die Jungs. Auch Hortleiterin Gabriele Franke steht voll hinter der Idee. "Ich finde das Vorhaben toll", sagt sie. "Wir profitieren dann ja auch von einem schönen Bolzplatz." Die Sache sei ein gutes Beispiel dafür, wie gut die Zusammenarbeit funktionieren könne.

Der Hort will übrigens mit einer eigenen Aktion dazu beitragen, dass sich das Spendensäckel für die Erneuerung des kleinen Sportplatzes füllt. Am Freitag, dem 31. Mai, soll es einen Spendenlauf geben. Start ist um 13 Uhr bei den Garagen im Wäldchen hinter dem Horthaus. Zur Auswahl stehen verschieden lange Runden, die von Hortkindern zu laufen sind. Aufgabe der Mädchen und Jungen ist es, sich im Vorfeld Sponsoren zu suchen, die ihnen zusichern, für jede gelaufene Runde einen bestimmten Betrag zu spenden. Das können 50 Cent, ein Euro oder mehr sein.

"Das ist eine wunderbare Idee", freut sich Nico Neidthardt. "Wir werden für Musik und das leibliche Wohl am Start- und Zielplatz sorgen. Jetzt müssen nur noch viele mitmachen."

Übrigens gäbe es auch schon Pläne für die Gestaltung der beschmierten Wand unter den Fenstern der Turnhalle, verrät er. "Künstler von der Graffiti Lobby in Berlin wollen nach Storkow kommen und mit unseren Jugendlichen die Fläche besprühen. Derzeit werden gerade die Entwürfe dafür erarbeitet."

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