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Beim "Festival contre le Racisme" werden eine Woche lang Toleranz und Vorurteile thematisiert

Beleidigungen gewohnt

Tauschten ihre Erfahrungen über Rassismus aus: Aleksander Vetter von der Amnesty International Hochschulgruppe und einige Bewohner aus dem Asylbewerberheim in Frankfurt.
Tauschten ihre Erfahrungen über Rassismus aus: Aleksander Vetter von der Amnesty International Hochschulgruppe und einige Bewohner aus dem Asylbewerberheim in Frankfurt. © Foto: Karin Geupel
Karin Geupel / 16.05.2013, 06:55 Uhr
Frankfurt (MOZ) Wenn mittags bunte Luftballons vor dem Audimax in den Himmel steigen und abends afrikanische Musik durch das Verbündungshaus Fforst klingt, dann ist es wieder gestartet, das "Festival contre le Racisme", das wie jedes Jahr von verschiedenen Gruppen der Viadrina ausgerichtet wird.

Diesmal startete das "Festival contre le Racisme" mit einem Luftballon-Flashmob und einem Kamerun-Abend, der zusammen mit Bewohnern des Asylheims veranstaltet wurde. Und auch hier kam zur Sprache: Als Ausländer in Frankfurt zu leben, ist nicht immer einfach.

Ein bisschen Probleme mit der Technik gibt es noch. Der Beamer funktioniert nicht immer und der Ton will auch nicht so richtig. Doch Eric Kengni bleibt ganz ruhig, lässt sich davon nicht beeinflussen. Der Kameruner will zusammen mit drei Landsleuten aus seinem Heimatland berichten. "Wir wollten schon lange einmal etwas machen, wo Leute aus Afrika über Afrika erzählen und nicht immer nur jemand von außen", erklärt Aleksander Vetter von der Amnesty International Hochschulgruppe.

"Das Thema hat super in den Rahmen des Festivals gepasst. Es gibt hier ja im Asylheim einige Menschen aus Afrika, die man auch mal kennen lernen muss." Leute aus verschiedenen Kulturen zusammenzubringen, ist eines der Ziele. Das "Festival contre le Racisme" stammt ursprünglich aus Frankreich, wurde dort von Studenten initiiert, um auf den alltäglichen Rassismus aufmerksam zu machen. In Frankfurt findet es bereits zum dritten Mal statt. Von Montag bis Donnerstag wird in unterschiedlichen Veranstaltungen über das Thema Rassismus informiert. So finden Lesungen, Filmabende, eine Podiumsdiskussion und ein Abend mit Satire und Rap statt. Auch die Afrika-Veranstaltungen gehen weiter mit einem Film über Beschneidung bei Frauen und einem Afrikanischen Fest am Freitag. Natürlich soll bei den Veranstaltungen auch das Diskutieren über Rassismus nicht zu kurz kommen.

Im Fforst hat sich die Diskussion vom reinen Berichten über Kamerun hin zum Leben in Deutschland gedreht. So berichtet Francis Fonbah, der bereits vor 13 Jahren nach Frankfurt kam, wie schwer es hier immer noch sei als Schwarzer zu leben. "Frankfurt hat sich verändert. Früher war es schlimmer hier. Aber auch jetzt merke ich, dass Leute auf mich zeigen, sich wegdrehen und mich beleidigen. Aber ich hatte auch ein schönes Erlebnis, als mich jemand beschimpft hat, hat sich sein Kumpel umgedreht und gesagt: ,Wenn du so etwas sagst, dann bin ich nicht mehr dein Freund.' Das hat mich gefreut."

Eine deutsche Studentin hat eine ganz andere Erfahrung gemacht. Als sie sich im Supermarkt über die Debatte rund um das Wort "Neger" in deutschen Kinderbüchern unterhielt, wurde sie von einem Mann angepöbelt: ",Das heißt Neger!', hat er gesagt und als wir mit ihm begannen, darüber zu diskutieren, hat sich das so hochgeschaukelt, dass wir danach flüchten mussten, weil er uns verprügeln wollte." Ihren Namen will die Studentin deshalb lieber nicht nennen, "Ich will keine Probleme kriegen. Das ist mir zu gefährlich", sagt sie.

Es scheint, als müsste sich noch einiges ändern im Alltag in Frankfurt. Vielleicht ist das Festival ja ein Weg hin zu einem besseren Zusammenleben in Frankfurt.

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abc 22.05.2013 - 12:30:59

@ SFGH 17.05.2013 14:01:17

Jedes Unternehmen, welches an langfristigem Business interessiert ist, ist auch daran interessiert, dass sein Kunde ihn fuer "gut" befindet. Googeln sie mal "Unternehmensaudits".

Fabian Fehse 22.05.2013 - 11:30:16

quod erat demonstrandum

Sehr hübsch. Man veröffentliche einen Artikel, der darauf hinweist, dass Asylsuchende in Frankfurt Ressentiments und Beleidigungen ausgesetzt sind, und sofort findet sich ein kleiner Haufen, der all dies mit buntem Alltagsrassismus zu untermauern weiß. Dass könnte auch gar nicht mehr schöner illustriert werden, als durch Afrika-Spezialist_in Fran, der oder die voll profunder Sachkenntnis ("Die hatten in Afrika allerdings schon immer viel Sonne") und anthropologischer Schärfe (Der faule Neger will doch gar nicht, dass sich was ändert und ergo gehört ganz Afrika zu seinem eigenen besten gleich noch mal ne Runde zwangskolonialisiert, denn am Deutschen und seinem Wesen, soll nun mal die Welt genesen. [sinngemäß]) Bei soviel Heia Safari-Träumerei von einem idyllischen Deutsch Südwest-Afrika kann dann auch schon - bei all dem Geifer vor dem deutschen Antlitz - die deutsche Sprache hinten runter fallen. Macht nichts. Das World-Food-Programme erzählt nichts von ausbeutenden Staaten? Merkwürdig. Liegt vielleicht daran, dass wir nicht mehr im 19. Jahrhundert sind, und Ausbeutung heute nicht mehr von Staaten mit ihren Kolonien organisiert wird, sondern meist durch multinationale Konzerne, die in Strukturschwachen Regionen zu Preisen produzieren lassen, für welchen sich kein Mensch in Deutschland auch nur in die Nähe derartiger Produktionsstätten begeben würde. Die Ursachen dafür liegen übrigens druchaus in der Kolonialisierung begründet, die mit ihrer willkürlichen Grenzziehung, christlichen Missionierung und Rohstoffausbeutung sehr wohl verantwortlich ist für die meisten Konflikte, die in sogenannten Dritte-Welt-Ländern heute an der Tagesordnung sind. Aber ok, keine Geschichtsstunde hier und jetzt. Nehmen wir den Klimawandel. Afrika war schon immer warm, sagt Fran. Klasse. Zum Abgleich dieser kühnen Behauptung mit der Realität empfehle ich das Studium von Klimakarten. Da könnte man erkennen, dass Afrika, wie jeder andere Kontinent auch, aus einer ganzen Menge unterschiedlicher Klimazonen besteht. Klimawandel heißt dann ja auch nicht, dass alles überall wärmer wird, sondern sich das Klima verändert, mitsamt seinen beeinflussenden Faktoren wie Niederschlag, Windrichtungen, Meeresströmungen etc. Im globalen Durchschnitt führt dies zu einer statistischen Erwärmung, wie das aber regional aussieht, kann nicht einfach mit wärmer umschrieben werden. Und ja, Klimawandel mit seinen veränderten Niederschlägen führt eben auch zu austrocknenden Böden, zerstörten Saaten durch sintflutartige Regenfälle oder eben Dürren. Und so weiter. Klima ist halt auch ein komplexes Ding. Muss der ordentliche Deutsche mit akkurat geescheiteltem Weltbild aber nicht zwingend verstehen. Fest steht, nach 28 Kommentaren widert mich diese Diskussion hier an. Typisches "ich hab nichts gegen Ausländer, aber.."-Gewäsch, die beweisen, dass die Menschen rein gar nichts aus den Pogromen von Rostock-Lichtenhagen Mölln, Solingen und Hoyerswerda gelernt haben. Es gibt offenkundig Menschen, die glauben, dass noch im letzten Dorf in Kenia die Menschen von nichts anderem Träumen, als einem schicken Reihenhaus in Deutschland. Pustekuchen. Redet mit den Menschen, die vor Krieg und politischer Verfolgung flüchten mussten, die von Ermordung und Folter bedroht sind, die reelle Erfahrungen mit dem Tod auf der Flucht über das Mittelmeer gemacht haben. Ob sie nun aus Afrika, dem nahen oder dem mittleren Osten oder vom Balkan kommen, die überwiegende Mehrheit der Menschen die Asyl sucht, hat Erfahrungen, die sich der wackere Deutsche in seinen kühnsten Alpträumen kaum ausmalen könnte.

Eurovision 18.05.2013 - 23:28:16

@fran

richtig erkannt!

Fran 17.05.2013 - 17:50:16

Zum totlachen solche Dokumente

die die Tinte und das Papier nicht wert sind. Das erinnert mich immer an die Einheit von Wirtschafts und Sozialpolitik in der DDR. Hohe Ansprüche die leider nicht erreichbar waren. Ganz toller Punkt ist die Herkunftsländer in die Pflicht zu nehmen und einen EU Abgesandten zu schicken um die Lage dort zu verbessern. M.Habeck ich hatte Sie bisher nicht so naiv eingeschätzt. Mal ehrlich jetzt,sind die Punkte aus diesem Pamphlet erreichbar? Das so ohne Mitwirkung der afrikanischen kulturellen Befähigkeiten, die selbst NICHTS an der Lage des Kontinentes selbst ändern wollen. Das World Food Programme zählt ja neuerdings den ´´Klimawandel´´ zu den Gründen für die Armut in Afrika. Die hatten in Afrika allerdings schon immer viel Sonne... Am besten mal lesen. Dort steht nichts von Armut und Hunger durch die Ausbeutung durch andere Staaten. Dafür aber etwas Ich bin mittlerweile der Meinung, daß Afrika komplett re - kolonialisiert werden sollte um die Afrikaner innerhalb von 50 Jahren wieder selbsttragend und lebensfähig zu bekommen.

Marco Habeck 17.05.2013 - 17:00:01

tja

Wenn sie das Papier durchgelesen hätten wüssten sie das die Probleme nicht aus Kamerun kommen. Sondern Innerhalb der EU Mitgliedsstaaten. Blättern Sie auf Seite 3 die Tabelle verdeutlicht dies. Ab Seite 5 beginnt die Forderungsaufstellung was die Problem und warum die Menschen hier her kommen benennt. Seite 9 kommen wir zur Diskriminierung in Mitgliedstaaten. Punkt 3 heißt es. "Herkunftsländer in die Pflicht nehmen: soziale Lage vor Ort verbessern und Verantwortung im Zusammenhang mit der Armutsauswanderung übernehmen die Überwindung der prekären Bedingungen in den Herkunftsländern ist eine wesentliche Voraussetzung, um Armutswanderungen innerhalb der EU aufgrund des Wohlstandsgefälles zu verhindern; Defizite im Bereich der Menschenrechte und des Minderheitenschutzes, Diskriminierung und Ausgrenzung sind abzubauen, um Perspektiven im eigenen Herkunftsland zu schaffen und nicht die „Flucht“-Migration in ein anderes Land als letzte Lösung und Hoffnung zur Verbesserung der Lebenssituation gesehen wird; Entsendung von „Integrationskommissaren“ – ähnlich einem Haushaltskommissar – von der EU in die Herkunftsländer, um die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Strategien für die Chancenverbesserung im eigenen Land mit den Betroffenen zu ermöglichen und sicherzustellen, dass die Europäischen Mittel zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Minderheiten auch dort ankommen. Es muss eine erreichbare Auswanderungsberatung in den Herkunftsländern sichergestellt sein. Botschaften müssen in die Pflicht genommen werden, sich nachhaltig um ihre Staatsangehörigen zu kümmern. " @alle die auf diese Flüchtlinge herum haken haben die Wirklichen Problem nicht verstanden. Der Hass ist unangebracht, er diese Menschen müssten uns Hassen weil wir Sie ausbeuten.

asdfghjklö 17.05.2013 - 14:03:54

@marco habeck

und was soll der link mir sagen? welche stelle genau?

SFGH 17.05.2013 - 14:01:17

@Marco habeck

Der verbraucher kann nur das kaufen was auf dem markt ist. Wenn die jeans alle 50 € kosten würden,dann würde man auch nur diese kaufen. Wenn diese aber billiger sind,dann werden natürlich auch diese gekauft,das ist aber in jedem Land der erde so. Es ist aber auch so,dass die 7€ jeans aus dem gleichen Werk wie die 100€ jeans kommt- also wieso denkt man ,dass Teure Ware auch bessere Qualität der ware oder der produzierenden Arbeiter bedeutet???? Selbst wenn KIK die Preise erhöht,dann erhöht sich in diesen Länder nicht die Arbeitsbedingung der Arbeiter,sondern nur die gewinne der Unternehmer dort. man soll nicht immer nur sehen was das Geld hier bedeutet. Die Menschen dort sind froh,dass sie arbeit haben und geld verdienen, denn ohne Kik und co. würden diese menschen keine Arbeit haben. Die lebensumstände wie sie dort leben ist schon seit jahrhunderten so und normal für diese mesnchen. es ist naiv,dass die deutschen immer das leben dort mit dem leben in deutschland vergleichen. dort braucht man weder keine 500€ für miete,wasser,strom etc. zahlen. auch arbeiten die menschen dort nicht täglich von früh bis abends wie die deutschen und zahlen steuern. einfach mal hinfahren und mit den menschen dort sprechen und nicht immer alles glauben was die medien uns vor die nase setzen @ABC natürlich hat der Auftraggeber keinen einfluß,denn kein Unternehmen dort wird sein unternehmen dort umstrukturieren,weil es ein auftraggeber verlangt. woher wissen sie,dass das geld bei den menschen nicht zum leben oder sterben reicht? waren sie schon mal dort? wie war es bevor diese unternehmen dort arbeitsplätze geschafft haben? welchen beruf haben sie und welche qualifikation um zu beurteilen,dass ein unternehmen einfluss auf die verhältnisse dort nehmen kann? das ist totaler unsinn. wenn sie shirts hier verkaufen wollen und in diesen ländern bestellen,dann wird sich bestimmt kein unternehmer dort von ihnen diktieren lassen wie es sein unternehmen führt. sie würden sich auch nicht von ihren kunden sagen lassen wie sie ihr unternehmen zu führen haben.

Marco Habeck 17.05.2013 - 13:11:22

Leider wacht der Verbraucher nicht auf

Das ganze Spiel "Geiz ist Geil" setzt sich ja bis in dem durch was wir Essen. Wir empören uns über Gammelfleisch aber gerade der Verbraucher hat die größte Macht. Das er so was nicht kauft. Bei einer Jeans für 7€ muss man sich schon fragen "wie geht das!?" Selbst wenn diese 1 oder 2€ teuer wäre ist das immer noch zu wenig. Würde aber die Bedingungen in diesen Ländern verbessern. Das will aber niemand. Gerade Kik und Co sind die schlimmsten der Branche. Nicht nur was die Ausbeutung bei der Produktion angeht sondern auch als Arbeitgeber. Die Gewinne aus diesen Geschäften fließen ab außerhalb Europas, meist auch noch an der Steuer vorbei. Amazon,Apple,ebay die Gewinne verschieben um keine Steuern zu zahlen. Kaffee, Baumwolle,Kakao,Zucker,Bananen im größten Teil unter unwürdigen Bedingungen produziert Teilweise mit Kinderarbeit. Dazu noch unter fatalen Folgen für die Umwelt und Gesundheit der Arbeiter. Alles schön billig da greift man ja gerne ohne Gewissen zu.

abc 17.05.2013 - 12:14:57

@ SDFGHH

"Nicht die Deutschen Unternehmen die dort produzieren lassen sind schuld an den Verhältnissen der Arbeiter dort,sondern die Unternehmer der Produktionsstätten dort. " Und wer ist der Auftarggeber dieser lokalen Unternehmer? Die bewussten deutschen Firmen oder Handelsketten. Und die können vertraglich leider gar keinen Einfluss nehmen? Und MÜSSEN leider bei dem lokalen Unternehmer kaufen, der zwar den billigsten Schrott anbietet aber bei dem sie genau wissen, dass Giftmüll aus der Produktion direkt in den nächsten Fluss geht, dass die lokale Bevölkerung Stunden arbeitet, die hier schon vor 100 Jahren nicht mehr korrekt waren, dass der Lohn, den diese Leute bekommen nicht zum Leben und nicht zum Sterben reicht, dass Kinder in den Fabriken arbeiten usw? Nein, muss er nicht! Darauf kann und darauf muss der dt. Auftraggeber Einfluss nehmen, wenn er verantwortlich handeln will. Also kann man ihn auch anprangern, wenn er es nicht tut. Alles andere ist Heuchelei.

Marco Habeck 17.05.2013 - 11:48:10

Bitte schön

http://www.staedtetag.de/imperia/md/content/dst/positionspapier_dst_zuwanderung.pdf

SDFGHH 17.05.2013 - 11:33:15

@King Rocko

Man stellt auch nicht das gesamte Asylsystem in Frage,aber bestimmte Teile. Es ist steht nun mal außer Frage,dass ein großer Teil einfach nur das Sozialsystem in deutschland ausnutzen wollen und kein Asylrecht haben. Das beweist auch die Zahl der abgelehnten Asylanträge. Ich bin der Meinung,dass auch in der Bewerbungsphase strenge Kontrollen statt finden. Man spricht immer über Verschwendungen von geldern in Deutschland ,aber niemand spricht darüber wieviele Gelder verschenkt werden für Menschen die sich hier unrechtmäßig Aufhalten.Die zahl steigt von jahr zu Jahr- wer soll das finanzieren und wie lange schafft der deutsche Staat das noch zu finanzieren? Fachkräfte wandern ab und die zahl der ungelernten Sozialfälle nimmt mit den Einwanderungen zu. Was das für die Zukunft bedeutet ist doch klar-oder? @Marco Haubeck Irrtum: was meinen Sie was passiert,wenn die Unternehmen in diesen Ländern die Produktionsstätten schließen? was machen die Menschen dann dort? Das Auslagern der Produktionsstätten in diese Länder schadet auch der deutschen Wirtschaft,denn dadurch gehen hier Arbeitsplätze und Steuern verloren. Nicht die Deutschen Unternehmen die dort produzieren lassen sind schuld an den Verhältnissen der Arbeiter dort,sondern die Unternehmer der Produktionsstätten dort. man muss also die unternehmer in diesen Ländern anprangern und nicht die Deutschen. Ohne Aufträge würden die menschen dort keine Arbeit haben. Seit wann tritt die EU Menschenrechte mit Füßen? Waren Sie schon mal in Rumänien und Afrika? Was meinen Sie was es dort für "Menschenrechte" gibt.

Shamoni 17.05.2013 - 11:17:12

@King Rocko

Hier stellt auch niemand das gesamte Asylsystem in Frage, es gibt ja auch positive Beispiele. Ich persönlich kenne 2 ehemalige Asylbewerber aus Ffo die mitlerweile voll im Berufsleben stehen und Familien gegründet haben. Es sind zwar nur 2 aber immerhin ein Anfang.

king rocko 17.05.2013 - 10:13:57

@ sdf...

wieviel fremde gibt es die einwandern und sich benehmen? ich bestreite doch gar nicht, das es diese vorfälle gibt, aber deshalb kann man nicht jeden über einen kamm scheren und das gesamte asylsystem in frage stellen. @ marco habeck ganz genau!

sdfghh 17.05.2013 - 09:46:09

@King Rocko

Kennen Sie das Sprichwort:....Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.??? Genauso soll es sein. Wenn die Menschen schon her kommen und Asyl beantragen, nicht nur Essen,geld jegliche Versicherung etc. bekommen,dann kann man auch erarten,dass sie sich in dieser zeit dementsprechend benehmen. Da das viele nicht machen ist das ein Zeichen,dass Sie nicht aus Not her kommen, denn sie haben ja anscheined keine Angst zurück geschickt zu werden. Wieviele Deutsche gibt es die Auswandern und sich so in anderen ländern benehmen????

Shamoni 16.05.2013 - 23:27:37

@gutmensch mit nazikeule

Sicherlich habe ich auch Angst vor Deutschen und du wirst nicht glauben warum. Weil ich seit 20 Jahren mit einem Ausländer zusammen bin und ich mir deswegen immer wieder dumme Sprüche oder Bedrohung anhören muss. Und NEIN ich habe nicht generell vor Ausländern Angst, da ich sehr viele im Freundes und Bekanntenkreis habe. Aber es geht hier ja nicht um Ausländer im allgemeinen, hier ging es speziell im die in Frankfurt/Oder lebenden Asylbewerber. Aber sicherlich verstehst du das auch wieder falsch.

Shamoni 16.05.2013 - 23:06:37

@Gast 123

Es gibt Gründe warum es Lebendsmittelscheine gibt. Ich würde daran sicherlich nicht zebrechen. Aber wenn man nun mal mit Geld nicht umgehen kann und man seine Familie ab den 15. des Monats nichts mehr zu essen kaufen kann ist das Sozialamt dazu gezwungen. Und da ich wie gesagt im Handel arbeite kann ich ihnen versichern, dass das Sozialamt da keinen Unterschied macht ob Asylant oder deutscher Staatsbürger. Zu ihrer Frage: "Konfrontation ist eine Gegenüberstellung von sich gegenseitig störenden und vorerst unvereinbaren Meinungen." Es ist schwer wenn diese besagten Menschen nur Beleidigungen und Bedrohungen auf deutsch sagen können aber angeblich kein Wort deutsch verstehen und nur französisch und englisch sprechen.

Shamoni 16.05.2013 - 22:45:02

@King Rocko

"daneben benehmen, wie jeder andere" Du beleidigst also andere Menschen auch mit "Nazi" und "Schlampe"? traurig, sehr traurig

Dominian Ö. 16.05.2013 - 21:57:05

@Marco Habeck

"Aber warum geht es den Menschen dort so schlecht? Den Wohlstand den wir haben bauen wir auf diese Menschen auf. In dem wir z.Bsp dort billig Produzieren lassen." Wir lassen dort ganz bestimmt nicht billig produzieren. Das sind die Unternehmer Deutschlands. Als es noch Deutsche Kolonien gab, war es genauso. "Diese Lebensmittel Gutscheine haben ein Grund. Da von Kriminellen unter den Hilfesuchenden das Bargeld nach Hause gesendet wurde. Das kann keiner mehr kontrollieren in welche Kanäle diese Gelder fließen. Deshalb gab man Lebensmittelgutscheine aus." Wie das? Hilfesuchende haben Geldscheine zweckentfremdet? Das wenige Bargeld wird doch gebraucht, um sich in Deutschland über's Wasser zu halten. Simpel gesagt, um nicht zu verhungern.

Marco Habeck 16.05.2013 - 20:56:49

@ Fran

aus der Einfachen Sicht der Dinge mögen Sie recht haben. Aber warum geht es den Menschen dort so schlecht? Den Wohlstand den wir haben bauen wir auf diese Menschen auf. In dem wir z.Bsp dort billig Produzieren lassen. Noch viel schlimmer ist das selbst EU Staaten Menschenrechte mit den Füßen treten und Minderheiten Diskriminieren. Bis auf den erhobenen Zeigefinger passiert nichts. Weil es sich eben so gute Geschäfte mit diesen Ländern machen lassen. Schauen sie mal nach Rumänien zum Beispiel. Es ist Menschlich das Leute da hin gehen wo es ihnen besser geht. Sicherlich ist auch ein Teil Kriminelle Energie dahinter die aus diesem Umstand ihr Geschäft macht. Wie viele Harz4 Empfänger sitzen zu Hause obwohl sie zwei gesunde Hände haben ? Da kann man mal sehen wie gut wir es in Deutschland haben. Gerade aus dieser Gruppe ist jede Dankbarkeit woher das Geld kommt verloren gegangen. Also verlangen Sie das nicht von jemanden der nach Deutschland kommt. Die Probleme lassen sich nicht Lösen in dem wir die Mauern erhöhen. Wir müssen die Gründe abstellen warum die Menschen ihre Heimat verlassen. Nur leider passt das in der Lobby die dort ihre Geschäfte betreibt nicht hinein. Da werden Waffen in den Krisengebieten auch von Deutschland geliefert. Nur um Regierungen zu unterstützen mit dem sich sichere Geschäfte machen lassen. Meistens geht es um Rohstoffe wie Öl. Wenn in den Ländern alles kurz und klein ist, kommt das Wort Wiederaufbau zum tragen. Das überlassen sie dann dem Steuerzahler. Die diejenigen die Waffen herstellen und liefern geht das nichts mehr an, er im Gegenteil die sind an weiteren Konflikten interessiert. Schauen sie sich die riesige Lobby in den USA an. Krieg um jeden Preis. Bei uns im Bundestag heißt das dann Hilfseinsatz. Da sieht man wie hinterhältig die Politik ist. Beim Hilfseinsatz sterben keine Menschen beim Krieg schon. Wie es den Menschen die dort leben geht ist diesen Regierungen und Geschäfte Machern egal. Deutschland spielt im Waffenhandel eine führende Rolle. Auch zu dieser Wahl gingen wieder genug Parteispenden ein. Wenn wir es nicht liefern kommt das Zeug von den Russen,Chinesen oder aus der USA. Wir sind es die den Menschen dort schaden und nun haben wir Angst das wir von unseren Wohlstand etwas abgeben müssen. Diese Lebensmittel Gutscheine haben ein Grund. Da von Kriminellen unter den Hilfesuchenden das Bargeld nach Hause gesendet wurde. Das kann keiner mehr kontrollieren in welche Kanäle diese Gelder fließen. Deshalb gab man Lebensmittelgutscheine aus.

king rocko 16.05.2013 - 20:51:14

na da könnt ihr ja alle zusammen hin

...zum amnesty menschen und eure rettung beantragen. ihr scheint ja einer äußerst bedrohten art anzugehören. hauptsache ihr kommt nicht schon zu spät?

Holger 16.05.2013 - 20:36:48

@FRAN

volle Zustimmung....gut geschrieben, aber wahrscheinlich nicht politisch korrekt, die moz wird dich leider wieder in den besagten Topf werfen.

Fran 16.05.2013 - 20:34:27

Podiumsdiskussion über Rassismus, wo, in Kamerun?

Vielleicht sollte man auf einer solcher Rap und Luftballon - Veranstaltung mal zur Sprache gebracht werden, was der Grund für den Asylantrag in Deutschland war. Also welches Schicksal hat diese Menschen, denn nun nach Deutschland und nicht nach z.B. Spanien, Italien, Polen oder Rumänien verschlagen. Kurze Zwischenfrage: Wieviel Asylanten gibt es in Rumänien oder Bulgarien? Davon kann ich leider nichts lesen und daher kann man schlecht mit den verfolgten ´´Asylanten´´ mitfühlen. Den Frauen scheint es ja in Kamerun recht gut zu gehen. Man sieht meistens immer nur junge Männer. Das ist sehr eigenartig. Nun ja was solls, höchstwahrscheinlich werden die Kameruner Männer ja von ihren Frauen politisch verfolgt.

Rotfähnchen 16.05.2013 - 18:50:55

@Fran

Nimm doch einfach die rote Fahne in die Hand und laufe los und schaue hinter dich. Folgt Dir jemand? Ich denke nicht.

Gast 123 16.05.2013 - 18:00:37

Entgegenkommen

Schlimm genug, wenn man Nahrungsgutscheine oder diverse Coupons bekommt, um sein tägliches Leben zu bestreiten. Sie, Shamoni, würden daran ebenso daran zerbrechen und womöglich zorniger reagieren, als manch Anderer. Gutscheine zum Erwerb von Nahrungsmitteln sind menschenunwürdig. Anstatt mit Bedauern und Verständnis den Asylanten entgegenzutreten, die Situation klar zustellen, stecken Sie den Kopf in den Sand und haben vor leeren Worten Angst, die Menschen äussern, die ebenso an den Dingen teil haben wollen wie Sie. Schaffen Sie es nicht mit Konfrontation umzugehen?

king rocko 16.05.2013 - 17:32:00

@ schamoni

echt ergreifend deine story, am besten du wendest dich direkt mal an den amnesty-international typen aus dem bericht und stellst ihm deine "zustände" mal genauer vor. da muss doch was unternommen werden! geht doch nicht an, das menschen von woanders sich genauso daneben benehmen, wie jeder andere. sowas aber auch...

qqqqqqqqqq 16.05.2013 - 17:09:40

@Gutmensch mit nazikeule

Was haben Sie für ein Problem,wenn menschen über erfahrungen berichten die sonst keiner veröffentlicht? Was hat das mit nazis zu tun? Ich habe in meinen Bekanntenkreis einige Polizisten die von derartigen Erfahrungen berichten. Sind menschen die darüber reden Nazis? Anscheinend fehlt Ihnen eine Menge Bildung,wenn Sie solcher Meinung sind. man erkennt einfach nur eine Linke Einstellung die blind durch die gegend läuft.

Holger 16.05.2013 - 15:42:25

@SHAMONI

sehr gut geschrieben, kann ich nur zustimmen. Hoffentlich bleibt der moz Filter bei ihrem Kommentar diesmal ohne Funktion.

Shamoni 16.05.2013 - 13:48:00

schlechte Erfahrung

Man sollte sicherlich nicht alle in einen Topf stecken, aber wenn die negativen Erfahrungen überwiegen ist es schwer davon los zu kommen. Ich arbeite im Handel und es gab Zeiten da bekamen die Asylanten Einkaufsscheine vom Sozialamt auf die sie nur Lebensmittel, Bekleidung, Babynahrung usw. kaufen dürften. Haben wir Ihnen dann an der Kasse den Alkohol und die Zigaretten weggenommen mussten wir uns als "Nazi" oder "Schlampe" bezeichnen lassen oder für mich am schlimmsten "Wir wissen wann du Feierabend hast" oder "Wir wissen wo du wohnst". Wenn ich in meinem Land Angst vor Ausländern haben muss ist das schon sehr bedenklich.

Leser 16.05.2013 - 10:52:10

@Redaktion

Warum schreibt man Asylheim,wenn es sich um Asylbewerberheim handelt? Das ist wohl ein großer Unterschied. Angesichts der anschließend abgelehnten Asylanträge aus vielerlei Gründen wie falsche Auskünfte oder Krimiinalität ist es wichtig auch mal kritisch zu berichten. Man sollte auch mal darüber berichten was regionale unternehmer für Erfahrungen mit diesen menschen haben. Ladendiebstähle gehören nämlich auch dazu. ich finde es auch traurig,dass diese menschen in dieser Phase auch die gleichen finanziellen Mittel wie Deutsche hartz4 Empfänger bekommen und nach Ablehnung der Asylanträge keine weiteren Verpflichtungen haben. Leider muss man sagen,dass Auszubildende und Studenten ihnen gegenüber unter dem Grundbedarf liegen. Ps.Auch in Berlin und Füwa, frankfurt(Oder) werden mittlerweile Deutsche als sch... Deutsche und Nazis bezeichnet. Leider interessiert sowas nicht. Die Quittung wird es aber irgendwann geben. Die steigende Terrorgefahr ist derweil der Anfang

Vertingas 16.05.2013 - 10:07:31

Ähm..

Frankfurt wird sich in der Hinsicht nie ändern und schon garnicht in der Hinsicht. Die Truppe auf dem Foto, gegen die haben ich nichts. Aber gegen solche die nur wegen Hartz 4 und die deutsche Staatsbürgerschaft haben wollen. Man gucke sich mal dabei noch die Wollenweberstraße an, ca 20 % deutsche und der rest ausländische Mitbürger. Muss dazu sagen die Polnischen Mitbürger sind friedlich, kein Theater etc. Ich habe 1 1/2 Jahre da unten gewohnt, kann nur sagen grauenhaft, die sich nicht an die deutschen Gesetze (z.b. Ruhestörung etc.) halten sind vorwiegend die türkischen und italienischen Mitbürger (meine Erfahrung).

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