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Eine Hochzeit und ein echter Glücksfall

Mal was anderes: Die Kinder genossen es, einmal in einem Auto wie diesem Jeep herumtoben zu dürfen
Mal was anderes: Die Kinder genossen es, einmal in einem Auto wie diesem Jeep herumtoben zu dürfen © Foto: MZV/Bandoly
Inez Bandoly / 20.05.2013, 18:15 Uhr
Fehrbellin (MZV) Die Stadt Fehrbellin ist um ein Museum reicher. Am Sonnabend eröffneten Frank und Christina Rosenbaum in der Berliner Straße ihr "Privates Museum". Über 220 Menschen kamen zur Eröffnung in die ehemalige Traktorenhalle.

Frank Rosenbaum hat in den vergangenen Monaten das Gebäude ausgebaut und dort Liebhaberstücke platziert. Über den Köpfen der Besucher, die am Sonnabend an den festlich gedeckten Tischen saßen, standen alte Autos, Motorräder und andere Fahrzeuge älteren Jahrgangs. Wer von den Gästen die Tür der Telefonzelle neben der Bar öffnete, staunte nicht schlecht. Dabei entdeckte man den Weg, der in eine Fahrzeughalle führt. Dort standen zahlreiche Oldtimer in Aufbereitung.

Draußen auf dem Gelände standen bereits 30 Fahrzeuge und zogen Neugierige an. "Hier wurde viel Herzblut und Geld reingesteckt", sagte Frank Bullwitt aus Hamburg. Er ist ein Freund der Rosenbaums und findet wie viele andere auch, dass zu solch einem Projekt in der heutigen Zeit viel Mut gehört. Den hatten Christina und Frank Rosenbaum. Sie ist gebürtige Fehrbellinerin und heiratete Frank Rosenbaum aus Wedel am Tag der Museumseröffnung. Die Rosenbaums hatten sich die Ringe zu ihren jeweiligen 50. Geburtstagen geschenkt. Christina Rosenbaum war gerührt und oft flossen die Tränen.

"Jeder, der im Museum heiraten möchte, kann das hier", sagte Christina Rosenbaum und erklärte, dass es diesbezüglich eine Zusammenarbeit mit den Standesämtern geben wird. Die Rührung war ihr am Sonnabend deutlich anzusehen: Während ihrer Eröffnungsrede, bei der auch Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke und Ortsvorsteher Jürgen Sternbeck vor Ort waren, tupfte sie oft ihre Augen.

Dicht standen die Menschen in der Halle und erhoben gemeinsam das Glas auf das Paar. Wer sich genauer umsah, entdeckte viele Museumsstücke - wie alte Bilder an den Wänden und zwei Musikboxen. Der Besucherstrom riss nicht ab und die Feier nahm ihren Lauf. Vor dem Partyzelt standen zwei große vergoldete ägyptische Figuren. Diese und die Oldtimer auf dem Gelände waren lohnende Motive für ein Foto zu Erinnerung. In einem alten Jeep der russischen Armee tollten drei Kinder. Die dreijährigen Zwillinge Elina und Fynn und ihre Schwester Lea aus Berlin fanden es schön, in solch einem Wagen zu sitzen.

Das Museum ist für Besucher nach Terminvereinbarung zu besichtigen. Da die Rosenbaums berufstätig sind, können Interessierte anrufen unter (01 73) 2 16 60 10 oder sich im Internet www.privatmuseumfehrbellin.de informieren.

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