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Händler und Unternehmer hoffen auf Unterstützung des CDU-Bundestagsabgeordneten Jens Koeppen

Telekomstraße für Finow unverzichtbar

Monika Schmidt / 23.05.2013, 06:58 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Telekomstraße als kurze Verbindung nach Biesenthal ist für Finow unverzichtbar und könnte das Zentrum entlasten. Dieses Fazit haben am Mittwoch Unternehmer und Gewerbetreibende bei einem Treffen mit CDU-Bundestagsabgeordnetem Jens Koeppen gezogen.

An Argumenten mangelte es der Runde, die bei Optikermeister Dietmar Ortel zusammengekommen war, nicht. "Ich habe Kunden aus Biesenthal und Bernau, die fahren jetzt 50 Minuten zu meinem Geschäft. Mit der Telekomstraße wären sie in knapp zehn Minuten da", erklärt Stephan Hemp vom Motorradhaus. Die kürzere Wegstrecke brächte neue Kunden, ist sich der Geschäftsmann sicher.

Diesen Standpunkt vertritt auch Holger Kalinka von Kapi-electronics, der mit seiner Firma am Flugplatz angesiedelt ist. "Ich komme aus Biesenthal und nutze die Telekomstrecke jeden Tag. Kollegen, die über die Autobahn fahren, sind häufig ein bis zwei Stunden später da", sagt der Unternehmer. "Ich habe Gespräche mit Biesenthal geführt. Das Amt steht zur Straße. Die Vorteile für Eberswalde sind aber größer. Bernau hat kein Schwimmbad, keinen Familiengarten, keinen Zoo", fügt Kalinka hinzu.

Viktor Jede vom ErsatzTeileCenter bekommt die Auswirkungen der jetzt deutlich längeren Wegstrecke von Bernau nach Finow ebenfalls deutlich zu spüren. "Wir erhalten viele Absagen von Vertretern der Großindustrie, weil ihnen die Anbindung zu unserem Geschäft zu kompliziert und zu teuer ist", ärgert sich der Geschäftsmann.

"Auch für uns ist die Anbindung nach Biesenthal äußerst wichtig. Wir haben den Finow Air Service auf unserem Platz, der Organe und Ärzte herbringt. In Bernau ist das Herzzentrum. Kurze Wege sind da besonders wichtig", sagt Martin Knoll, Geschäftsführer des Verkehrslandeplatzes Eberswalde-Finow, der sich auch schon im Bauausschuss für den Ausbau der Telekomstraße stark gemacht hatte. Ihm liegt inzwischen auch eine von Planern entworfene Trassenführung vor, mit der die Anwohner der Biesenthaler Straße entlastet würden. "Ich wünsche mir, dass in der Stadtverwaltung unternehmerisch gedacht wird und nicht nach Zettellage. Wir machen jetzt über Herrn Koeppen und den Landkreis die Arbeit, für die andere bezahlt werden", sparte Dietmar Ortel nicht mit Kritik. "Wir werden Dampf und Druck machen", kündigt der Optikermeister an.

Bei Jens Koeppen ist der Hilferuf aus Finow angekommen. Er halte den Ausbau der Straße persönlich für sinnvoll. Das wolle er auch dem Bürgermeister, mit dem er am Nachmittag zu einem Gespräch über die B 167 neu verabredet war, klar machen. "Für die Stadt wird es allerdings schwierig, den Ausbau allein zu stemmen. Das geht nur gemeinsam und mit dem Druck der Bürger, Abgeordneten und Verwaltungen der Region", machte Koeppen deutlich.

Noch läuft die Telekomstraße als L 293. Die Umstufungsvereinbarung zur Gemeindestraße haben Stadt, Kreis und Biesenthal aber schon vor zwei Jahren unterschrieben. Der rund 1,5 Kilometer lange Abschnitt auf der Gemarkung Biesenthal ist instand gesetzt. Um den nahezu doppelt so langen Weg auf der Gemarkung Eberswalde indes wird seit Jahren gestritten. Dabei gibt es mehrere Beschlüsse, die den Ausbau befürworten, unter anderem der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt aus dem Jahr 2008, der von 3600 Fahrzeugen pro Tag auf der Telekomstraße ausgeht. Zudem steht der Vorschlag, den das Baudezernat dem Fachausschuss nach Prüfung von vier Varianten im Frühsommer auf den Tisch legen wollte, noch aus.

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Lotte B. 24.09.2013 - 23:01:35

Nicht die Gedult verlieren, nicht am Glauben zweifeln,

so wie ALEXA im ihrem Beitrag, denn die Bibel sagt schon: " Der Glaube kann Berge versetzen! ". Schauen Sie sich doch mal das letzte Bundestagswahlergebnis 2013 an, die an den Wahlsieg glaubten und glaubhaft dafür eintraten, für Deutschland und für Europa, haben diese Wahl haushoch gewonnen, weil sie von den mündigen und fortschrittlichen Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern frei, geheim und demokratisch gewählt wurden. Der Demokratie in Deutschland gehört die Zukunft!

Ein interessierter Bürger 26.05.2013 - 19:22:54

Erhaltung statt Neubau von Straßen, Promenaden und sonstigen Wegen

Hallo, bevor wieder einmal Geld für irgendwelche Neubauten von Straßen, Promenaden und sonstigen Wegen ausgegeben wird, sollten sich unsere politisch Verantwortlichen aller Couleur ganz dringend dafür einsetzen, dass die bereits vorhandenen Straßen und Wege instandgesetzt werden. Da fallen einen sofort die verschiedensten Projekte ein, wie Spechthausener Str., Brandenburger Allee, Neue Straße und und. Anderen Mitbürgern wird es leicht fallen, weitere Straßen und Wege mit dringendem Instandsetzungsbedarf aufzuzeigen. Und vielleicht bleiben uns dann solche "schönen" Wohltaten, wie die einfallslosen Stahlspundwände an Schwärze und Finow-Kanal erspart.

Albrecht Triller 25.05.2013 - 16:48:06

verzicht:BAR

es ist erfrischend, die Kommentare zu lesen. Da spricht der gesunde Menschenverstand. Aber hat der gesunde Menschenverstand eine Chance gegen mangelde Sachkunde und politische Fehleinschätzungen von Politik und Verwaltung? Die Straßenbaulast für die ehemalige Landesstraße hat sich die Stadt durch die Umstufungsvereinbarung schon aufdrücken lassen. Nun werden wieder Varianten geprüft, obwohl es ein Verkehrkonzept gibt, in dem die Verbindung nach Biesenthal, wenn überhaupt, nur als Radstraße gebaut werden soll, also ein Radweg von vielleicht 3 m Breite, auf dem auch ein kleines Auto fahren kann, aber der Radfahrer Vorfahrt hat. Meine Beurteilung des zu erwartenden Gewinns für Finow: Die Erde ist eine Scheibe, Schweine können fliegen, und über die ausgebaute Telekomstraße strömen die Massen mit ihren Geldkoffern nach Finow, um den Stadteil zu retten.

Bürger von Eberswalde 24.05.2013 - 17:47:20

Die Kommunalwahlen...

stehen vor der Tür und mit welchem geistreichen Thema soll "Mann" (Herr Ortel - CDU) sich da einbringen? Flugplatz - erledigt B167n - wer weiß, ob die jemals gebaut wird Also nimmt man, ein anderes totes Pferd, wie zum Beispiel die Telekomstraße, da könnte es ja noch einige Verfechter geben, die noch nicht gemerkt haben, daß die Straße, sowohl durch die Kommune als auch von den Anwohnern nicht gewollt ist. Hauptsache die Öffentlichkeitsarbeit stimmt.

Anwohner Finow 24.05.2013 - 17:37:13

30 in der Biesenthaler

Das Ziel Finow wieder zu einem attraktiven Wohnort zu machen, würde mit dem Ausbau der Telekomstraße sicher in weite Ferne rücken. Anstatt den Ausbau der Telekomstraße alle paar Jahre wieder zu erörtern, ist es an der Zeit neue Ziele ins Auge zu fassen. Attraktive Wohngebiete schafft man nicht durch immer mehr und besser ausgebaute Straßen, sondern nur durch Verkehrsberuhigung. In Finow sehe ich bisher wenig Bewegung in dieser Richtung. In diesem Sinne wäre es doch viel zielführender über Tempo 30 für die Biesenthaler Straße, die Anschlussstraße der Telekomstraße in Finow, nachzudenken als immer wieder den Ausbau der Telekomstraße zu fordern.

Finower Bürger 24.05.2013 - 15:09:28

Alle Jahre wieder...

Wieso sollte das Geld der Stadt Eberswalde in ein Projekt fließen, dass nur wenigen nützt, wenn die Finanzlage noch nicht mal ausreicht die Schäden der letzten Winterperiode an den Straßen zu beseitigen? Es ist nicht neu, dass einige Finower Geschäftsleute die Erneuerung der Telekomstraße begrüßen würden. Dass hier jedoch persönliche wirtschaftliche Interessen mit den Interessen der Anwohner Finows verwechselt werden, wird sehr deutlich daran, dass diese im Artikel nicht mit einem Wort erwähnt werden. Die Kommentare hier zeigen aber, dass die Stimmung zur Erneuerung der Telekomstraße nicht nur positiv ist. Schade dass die MOZ-Redaktion es verpasst ein ausgewogeneres Meinungsbild zu dem Thema widerzugeben. Es sollten hier auch die zahlreichen Kritiker der Telekomstraße zu Wort kommen und nicht nur die Sicht der wenigen Profiteure einer Erneuerung der Straße.

Alexa 24.05.2013 - 14:03:27

Ich les` es wohl, allein mir fehlt der Glaube!

IEs ist schon erstaunlich, was man in diesem Artikel lesen kann und ich kann mich vielen dieser Kommentare hier nur anschließen. Traurig, dass es nur um wirtschaftliche Dinge geht und die Belastung der Anwohner und der Natur keine Rolle spielen soll. Ich möchte nicht alles wiederholen, was hier schon gesagt wurde, aber bei den Argumenten in dem Artikel handelt es sich meist um Unwahrheiten oder sinnfreie Aussagen. Stefan hat mit allem Recht, was er schreibt und für die Anwohner ist die Biesenthaler Straße schon jetzt eine Belastung, da sie für einige auch noch zur Rennstrecke geworden ist. Es ist Wahlkampf und der bringt ja bekanntlich oft skurrile Dinge hervor. Die hier zitierten Personen haben sich mit ihren aberwitzigen Aussagen über angebliche Fahrzeiten, eigenes grobes Fehlverhalten, absurde angebliche Vorteile dieser Verbindung nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Von Bernau nach Eberswalde zur Freizeitgestaltung? Wenn man Berlin vor der Tür hat und sogar ganz bequem mit der S-Bahn zwei Zoos, jede Menge Bäder und etliche Parks erreichen kann? Ne, ne, glaub´ ich nicht!

Stefan 24.05.2013 - 12:07:10

Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld ?

Grob geschätzt werden da mal locker 10 Mio EUR Investitionssumme nötig sein, um die L293 zu sanieren, von etwaigen Folgekosten in Sachen Wartung und Pflege noch gar nicht gesprochen. Da neben der Straße ein Landschaftsschutzgebiet besteht ist es nötig ein Abwasserkonzept mit einzubeziehen, des Weiteren wird es bei dem dann vorhandenen Verkehrsaufkommen ein großes Problem mit Wildwechsel geben, insbesondere in den Monaten Oktober bis März. Dafür das Herr Kalinka - den ich bisher für intelligent gehalten habe - dort so oft lang fährt, hat er aber scheinbar nicht viel vom Zustand der Straße und den damit verbunden Kosten für die Sanierung mitbekommen. Zudem frage ich mich wie man so freimütig in der Presse zugeben kann vielfach gegen die StVO zu verstoßen, die L293 ist für sämtlichen Verkehr zwischen Abzweig Schwärzesee und dem Abzweig zur TVST-Biesenthal gesperrt. Die Organe und Ärzte können das Herzzentrum in Bernau schneller und sicherer per Hubschrauber erreichen, als per PKW od. Krankentransportwagen über Biesenthal. Der Weg in die Schönholzer Str. nach Finow ist kompliziert? Das ist doch echt ein fadenscheiniges Argument. Wie sollen die Anwohner der Biesenthaler Str. vom Verkehr entlastet werden? Bei einer Annahme von 3600 Fahrzeugen/Tag heißt das je nach Rechnung 2 bis 4 Fahrzeuge pro Minute, ergo alle 15s bis 30s ein Fahrzeug. Das soll mal einer den Anwohnern beibringen. Der Herr Koeppen macht nur solange Dampf bis er wieder im Bundestag sitzt, danach interessiert ihm der Barnim nicht die Bohne. Der Zoo ist jetzt schon an den Wochenenden und insbesondere an Feiertagen wie bspw. Pfingsten extrem gut besucht, der Familiengarten, wenn dort etwas geboten wird auch. Diese beiden profitieren von der Telekomstraße nur recht wenig. Beim Freizeitbad Baff sieht es ähnlich aus, deren Problem liegt ganz wo anders, nämlich daran, dass sich die Stadt dort total verhoben hat. Das Preiskonzept, welches von den Technischen Werken immer gern als günstig dargestellt wird, ist es nicht. Z.B zahlt man in Berlin zwar 4€ als Erwachsener als Eintritt in die meisten Schwimmhallen, kann dafür quasi den ganzen Tag in der Schwimmhalle bleiben. Wer benötigt bitte per Motorrad oder Auto 50Minuten von Biesenthal nach Finow? Das schaff ich ja selbst im mittleren GA1-Tempo per Fahrrad über die L200. Hier wird wieder mal mit irgendwelchen reißerischen Fakten herum gelogen.

Louis 24.05.2013 - 10:33:53

Telekomstraße für Finow

Schön, die Entlastung für das Stadtzentrum von Eberswalde und die 3600 Fahrzeuge nach Finow ist ja prima !! Herr Kalinka, meine Tochter fährt alle Tage nach Bernau zur Arbeit über die Autobahn, von so einer langen Fahrzeit wie Ihre Kollegen brauchen, hat sie noch nie berichtet. Herr Ortel, kennen die Kunden die Straße (B2) nach Eberswalde nicht ? Liebe Unternehmer seht euch mal lieber den jämmerlichen Zustand der Bürgersteige in Finow an, auch hier gehen eure Kunden lang!!

EX-Berliner 24.05.2013 - 00:45:45

warum neu ? ..

Also ick würde die Strasse einfach so wie sie jetzt ist nur freigeben .. mit dem Hinweis "Befahren auf eigene Gefahr" und nicht mehr ... nix dranne machen und Gelder ausgeben ... einfach nur die Schilder wech .... dann wird sie nicht so stark befahren und die Finower (die gerade hier so meckern) dürfen sie dann ohne Strafe befahren ... denn grade sie nutzen strassse ... wer sich auskennt der kennt auch den Weg nach Senftenhütte ;) und der ist echt übel .... und offen für jeden PKW ... und beschwert sich da jemand ???

finow 23.05.2013 - 22:46:28

noch ein Finower

Die Straße benötigt kein Mensch, reine Geldverschwendung. Mehr Straßen erzeugen mehr Verkehr, Entlastung erfährt niemand. Das vorhandene Geld sollte in den Erhalt der vorhandenen Straßen gesteckt werden.

Frieda Kaldasch,Finow 23.05.2013 - 15:35:43

Für Wen den " Unverzichtbar" ?

Hier im Artikel kommen ausschlieslich Geschfäftsleute und Unternehmer zu Wort. Hier wohnen u. leben aber jede Menge Bürger,Familien. Kein einziges wort zu der zur Belastung durch den zunehemenden Verkehr,Lärm,Schmutz,Unfallgefahr-Hauptsache meinem Geschäft gehts besser.Liebe Unternehmer Ihr wußtet lange genug das die Telekomstraße entwidmet wurde.Was soll Herr Köppen nun noch tun können für euch?Seht euch mal an was für Investitionen in den nächsten Jahren noch für das Bundesland-somit für d.Landkreis für den Straßenneubau vorhanden ist?So ca. 40% weniger. Die straße zum Walzwerk,2 Jahre alt brauch auch keiner mehr,noch so eine Fördermittel verschwendung.Die Straße kann keiner bezahlen,geschweige den Unterhalten.Last Sie einfach wie sie ist.Müßte eben nur mehr kontrolliert werden,bei ca. 60 Durchfahrten am Tag,hier ist die Polizei gefragt.Durchfahrt verboten.!

Leser 23.05.2013 - 12:10:19

Telekomstrasse

Darüber wird nun schon seid vielen Jahren geredet und nicht passiert. Ist eben Finow. Für diesen Ortsteil ist kein Geld. Der Bürgermeister hatte ja den Ausbau schon mal in seinem Wahlkampf aufgenommen. Wie steht der denn jetzt dazu. Wo ein Wille ist ,ist auch ein Weg.

Finower 23.05.2013 - 09:28:46

Tolle Idee!

So bin ich als Finower noch schneller in Bernau und kann in der Bahnhofspassage einkaufen. An dem Angebot in den Geschäften von Finow und Eberswalde ändert sich durch diese Straße nämlich gar nichts. Vielen Dank, Herr Ortel

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