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Im Gewölbekeller können bald standesamtliche Trauungen stattfinden

Ja-Wort im Bischofsschloss

Die Stühle für die Brautleute sind schon da: Victoria SchmidtZerfowski und Jens Schmidt auf der Terrasse vor dem Gewölbekeller des Bischofsschlosses
Die Stühle für die Brautleute sind schon da: Victoria SchmidtZerfowski und Jens Schmidt auf der Terrasse vor dem Gewölbekeller des Bischofsschlosses © Foto: MOZ
Bernhard Schwiete / 23.05.2013, 07:05 Uhr
Fürstenwalde (bs) Die Stühle sind schon da, und bald können die ersten Brautpaare Platz nehmen. Im Restaurant Bischofsschloss, genauer im dortigen Gewölbekeller, sind künftig standesamtliche Trauungen möglich. Es ist die fünfte Örtlichkeit im Stadtgebiet, in der diese feierliche und offizielle Zeremonie stattfinden kann. "Die ersten drei Termine stehen schon fest", sagt Bischofsschloss-Inhabern Victoria Schmidt-Zerfowski. Unter den Heiratswilligen, die sich für die dicken Mauern des historischen Gewölbekellers als Ambiente entschieden hätten, seien auch zwei homosexuelle Männer, die eine Lebenspartnerschaft eingehen möchten. Am 8. Juni, so erzählen Victoria Schmidt-Zerfowski und ihr Mann Jens Schmidt, werden die ersten Ja-Worte gegeben; vorher steht am 3. Juni noch ein Termin zur Feinabstimmung des Prozederes mit der Stadtverwaltung an.

Im Bischofsschloss sitzen Braut und Bräutigam dann auf hölzernen Stühlen, die der Briesener Künstler Wolfgang Jelinek individuell gestaltet hat. Zusammengefügt aus Hölzern verschiedener einheimischer Bäume, enthalten die auf den ersten Blick wuchtigen Sitzmöbel viele verspielte Details. Sie enthalten Darstellungen, die auch auf Plaketten zweier Raumsonden zu finden sind, mit denen eventuelle Außerirdische über die Existenz der Menschheit unterrichten werden sollten - Darstellungen von Mann und Frau, aber auch Bilder der Evolutionsgeschichte und unseres Planetensystems.

Bislang sind in Fürstenwalde standesamtliche Trauungen möglich im Trauzimmer im Rathaus-Center, im Hotel Kaiserhof, im Haus am Spreebogen und im Seeblick in Trebus. Auch im Alten Rathaus kann bald wieder geheiratet werden - wenn die dortigen Bauarbeiten abgeschlossen sind. Nach Angaben der Fürstenwalder Standesbeamtin Anke Wilde gab es zuletzt etwa 120 Trauungen pro Jahr in der Stadt. Am beliebtesten seien dabei das Rathaus-Center und der Seeblick.

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