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Feierlich eingeweihte Skulpturen am Landweg als Ausgangspunkt für weitere Kunst am Jakobsweg gedacht

Pilger von Börnicke vielleicht erst der Anfang

Hingucker: Die vier Börnicker Pilger von Ekkehard Koch weisen auf den nördlichen Teil des Brandenburger Jakobswegs hin, der von Frankfurt (Oder) über Werneuchen nach Bernau führt
Hingucker: Die vier Börnicker Pilger von Ekkehard Koch weisen auf den nördlichen Teil des Brandenburger Jakobswegs hin, der von Frankfurt (Oder) über Werneuchen nach Bernau führt © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Marc Schütz / 24.05.2013, 23:34 Uhr
Börnicke (MOZ) Dunkelbraun, fast schwarz, stehen sie da. Vor leuchtend gelben Feldern fallen die vier Pilgerfiguren von Ekkehard Koch schon vom Börnicker Landweg auf, der einige Hundert Meter weiter verläuft. Erst auf den zweiten Blick, und unmittelbar vor dem etwa drei Meter hohen Quartett, sind sie wirklich zu erkennen: ein Engel am Wanderstock, drei weitere Pilger, die ihm folgen. Die Gesichter gesenkt oder nach Westen schauend. "Das ist wichtig, weil sie in Pilgerrichtung laufen", sagt Ekkehard Koch, der die Figuren entworfen , her- und aufgestellt hat.

Am Donnerstagnachmittag präsentierte er das Quartett der Öffentlichkeit. Bis die 20 Besucher schließlich hinter dem Börnicker Schloss auf die Douglasien-Konstruktion anstoßen konnten, war es allerdings ein langer Weg. Und ein steiniger. Nicht wenige Klinken musste Ekkehard Koch putzen, Anfragen stellen und sich auch immer wieder mit den behördlichen Eigenheiten für das Aufstellen von Kunst im öffentlichen Raum auseinandersetzen. "Zum Glück sind die Skulpturen nur drei Meter hoch", sagt er. Wären sie größer, bräuchte der Börnicker Künstler eine Baugenehmigung.

"Das Werben gehört dazu. Aber es macht Spaß", sagt der Künstler, der bis vor kurzem vorrangig Bilder malte und restaurierte. Mit den Skulpturen entschied er sich im vergangenen Jahr bewusst dafür, Ateliers und Galerien zu verlassen. Folgerichtig steht auf dem Schild unterhalb der vier Pilger: "Kunst auf dem Weg".

Der Effekt, den der Künstler erreichen will, ist denkbar einfach: "Die Leute sollen anhalten und sagen: "ach, hier ist der Jakobsweg'". Ob sie sich dann wie der Künstler selbst in Richtung Santiago de Compostella aufmachen, ist ihnen überlassen. "2004 war ich das erste Mal auf dem Jakobsweg in Spanien unterwegs", sagt er. Um "ein bisschen auszusteigen". Später ließ ihn der Pilgerweg nicht mehr los. Es folgten Reisen nach Frankreich und Portugal, wo ihn als Restaurator vor allem die Kunst entlang der Strecke interessierte. 2011 wuchs gemeinsam mit anderen Künstlern die Idee, so etwas auch in Brandenburg zu machen.Bei einer Wanderung im Zentralmassiv entdeckte er im vergangenen Sommer schließlich zwei Skulpturen aus Metall und Stein und dachte sich: "Das ist doch unsere Idee". Wieder daheim setzte er sie dann schließlich um. Bereits im September 2012 waren die vier Börnicker Pilger fertig, die momentan noch Prototypen sind. Wenn es nach Ekkehard Koch geht, könnten ihnen schon bald weitere folgen. Erste Kontakte dafür hat er bereits nach Werneuchen und Bernau geknüpft.

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