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Wichtige Finanzspritze für Bildungsinfrastruktur

Holger Schreiber, Britta Ernst und Schulleiter Michael Heinrich.
Holger Schreiber, Britta Ernst und Schulleiter Michael Heinrich. © Foto: Passow
Silvia Passow / 17.11.2017, 19:41 Uhr
Wustermark (MOZ) "Unser finanzieller Schwerpunkt liegt auf Betreuung und Bildung", erklärte Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) am Freitag im Rathaus der Gemeinde. Zugegen waren Bildungsministerin Britta Ernst, Vertreter und Vertreterinnen der Gemeinde, unter ihnen Schulrat Bernd Thiel und der Schulleiter der Otto- Lilienthal- Grundschule Michael Heinrich.

Ernst kam nicht mit leeren Händen. Sie überreichte einen Zuwendungsbescheid über rund 3,2 Millionen Euro und bekundete ihr Interesse am Fortschritt des Projekts. "Es freut mich, dass ich hier und heute einen Einblick bekommen kann", versicherte sie den Anwesenden.

Die Otto-Lilienthal-Grundschule, ein ehrwürdiger Bau und unter Denkmalschutz stehend, wird dem Bedarf entsprechend erweitert. Dafür ist ein Neubau auf dem Gelände geplant. Baubeginn: 20. November. Die Fertigstellung ist für Februar 2019 avisiert. Das Innere des Altbaus erhielt inzwischen eine Sanierung, welche beinahe fertig gestellt ist. Rund sechs Millionen Euro wurden darin investiert. Nun ist der Bau wieder auf einen zeitgemäßen Stand. Um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden, wird die Grundschule um den geplanten Neubau erweitert.

Wustermark wächst, aktuell spricht Schreiber von 9300 Einwohnern. Zum Vergleich: 1990 waren es 1365 Einwohner. 2010 dann schon 7878. Mit dem Anstieg der Bevölkerung wachsen auch die Anforderungen an die Infrastruktur. Somit sieht Schreiber seine primären Aufgaben im Wohnungsbau und bei der Kinderbetreuung und Bildung. Denn Wustermark erfreut sich besonderer Beliebtheit bei jungen Familien. Und so wächst die Gemeinde mit ihren fünf Ortsteilen nicht nur durch Zuzug. Auch die Wustermarker selber haben ihren Anteil daran. "Wir haben uns super entwickelt", erklärt Schreiber. "Damit ist die Erweiterung der Grundschule nötig geworden."

In den Neubau zur Erweiterung der Otto-Lilienthal- Grundschule möchte er 10,5 Millionen Euro investieren. Da kommt der Fördermittelbescheid gerade recht. Auch ein Hort soll in dem Neubau unterkommen. Den größten Raum wird jedoch die Schule zugesprochen. Sechs Fachbereichsräume mit Vorbereitungsräumen sollen dort unterkommen. Geplant ist auch eine Lehrküche, ein Musikzimmer, ein Physikraum, ein Schulgarten, ein Computerraum. Unabhängig von Letzteren sollen alle Klassenzimmer für die Nutzung digitaler Medien ausgestattet sein. 30 Endgeräte werden gleich mitfinanziert. Etwa 80 0000Euro werden in Spielgeräte angelegt. Bei der Auswahl sollen die Kinder mitreden dürfen.

Auch für Elstal hat Schreiber Pläne in Sachen Schule. Schreiber möchte hier ein Schulzentrum schaffen. Grundschule und Oberschule und kündigt an: "Ich hoffe wir werden auch dort gefördert." Das die geplante Gesamtschule nicht in Wustermark, sondern in Brieselang gebaut werden soll, sieht er nicht problematisch. "Elstal kann in den kommenden Jahren realistisch 7000-8000 Einwohner haben," prognostiziert er. "Schließlich hat Elstal große Wohnungsbaupotenziale", fügt er hinzu. Auch von 100-200 benötigten zusätzlichen Kindergartenplätzen berichtet Schreiber. Dazu Britta Ernst: "Es freut mich, mit welcher Perspektive sie die Gemeinde gestalten." Wer weiß? Möglicherweise kommt sie bald wieder mit einem Zuwendungsbescheid nach

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