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Danewitz hatte zum Backofenfest eingeladen - die Besucher kamen trotz des schlechten Wetters

Kuchen, Schmalzstullen und frisches Brot

Großer Andrang: Die verschiedenen Kuchen gingen an den Ständen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.
Großer Andrang: Die verschiedenen Kuchen gingen an den Ständen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. © Foto: Renate Meliß
Renate Meliß / 27.05.2013, 07:24 Uhr
Danewitz (mes) "Bringt mal gleich noch Zuckerkuchen!" Detlef Matzke, Vorsitzender des Backofenvereins, steht mit dem langen Schieber vor dem Vereinsbackofen auf dem Festplatz in Danewitz. Dort werden die ersten Blechkuchen kurz vor halb eins bereits aus dem Ofen gezogen und duften. Etwas unglücklich schaut er in den Himmel. "Alles ist vorbereitet, fürs Wetter kann ja keiner was."

Gleich daneben ein Stand der Lobetaler Biomolkerei. Mitarbeiter Nico Ziesemann bietet Mango-Vanille und Schwarzes Johannisbeer-Joghurt-Eis an. Besser war während des Backofenfestes am Sonnabend allerdings warmer Kuchen. Die ersten Gäste kommen - aufgrund des Dauerregens - zögerlich. "Warum ist das denn so schwarz da im Ofen?" Der fünfjährige Christoph aus Wandlitz schaut neugierig in den offenen Backofen. Mama erklärt ihm den Backvorgang, dann ziehen beide weiter zum nächsten Backofen. "Habt Ihr auch Glühwein?" fragt jemand.

Inzwischen rollen die Bleche mit frischen Kuchen heran. 70 haben allein die Frauen für den Vereinsbackofen vorbereitet. Im großen Festzelt sammeln sich unterdessen die Gäste, lassen sich warmen Pflaumenkuchen, Bienenstich und Streuselkuchen schmecken. Am Verkaufsstand wird nach dem Backbuch mit leckeren Rezepten, herausgegeben vom Backofenverein, nachgefragt. Pellkartoffeln mit Quark, Leinöl oder Butter, Danewitzer Spargel, Gemütlichkeit im Festzelt - schließlich kann so ein Regen echte Danewitzer und ihre Gäste nicht vom Fest abhalten.

Am Backofen von Ortsvorsteher Friedrich Wilhelm Gesche glüht das Feuerchen im Ofen. "Noch 10 Minuten", sagt er. "Dann kommt die Glut raus, der Ofen wird gesäubert, die Brote rein." Am Backofen von Familie Cezarek warten die Besucher auf die nächsten Brotlaibe. "Um halb zwei Uhr geht's weiter, alles andere ist leider schon alle." Zuckerkuchen, Rhabarber, Kokos, Apfel bieten Moni, Manuela und Angela am Backofen von Familie Klockow an. "Wir sind die drei Damen vom Grill", lachen sie. "Kommen Sie ran, hier gibt's Kaffee und Kuchen!" Ein Riesenblech voller Rhabarberkuchen bringt Bernhard Henze aus dem Backhäuschen. Durchs Rapsfeld kommen die nächsten Besucher mit Regenschirmen. Jemand ruft: "Ich brauche noch ein Brot, habe grad ein ganzes aufgegessen." Herzlich willkommen wird er im Grillhäuschen von Bernd Klockow begrüßt. Hier kuschelt man sich dicht an dicht aneinander, kostet neben Schmalzstullen und Kuchen auch leckere Soljanka. "Der Regen wird ja dringend gebraucht, aber muss es grad heute sein?" fragt man sich und lässt es sich schmecken. Die frischen Backwaren gingen weg wie nichts. Die Besucher kamen aus der gesamten Umgebung.

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