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Gernot Schmidt hält Festansprache bei Jugendweihe der Wriezener Gymnasiasten im Theater

Landrat fordert soziales Gewissen ein

Endlich erwachsen: Robert Eckardt und Luci Berger vom Johanniter Gymnasium erhielten die Jugendweihe.
Endlich erwachsen: Robert Eckardt und Luci Berger vom Johanniter Gymnasium erhielten die Jugendweihe. © Foto: Sören Tetzlaff
Steffen Göttmann / 27.05.2013, 08:20 Uhr
Zollbrücke (MOZ) 26 von 50 Achtklässlern des Johanniter-Gymnasiums Wriezen haben am Sonnabend im Theater am Rand feierlich einen neuen Lebensabschnitt begonnen. Allein die Eltern stellten die Feier auf die Beine. Annemarie Worpus und Heike Scherzer gestalteten die Feierstunde. Die Eltern organisierten die Jugendstunden mit Knigge- und Selbstverteidigungskurs. Für die musikalische Gestaltung engagierten sie den Seelower Chor "Parents & Friends" (Eltern & Freunde) unter Leitung von Jochen Silex und gewannen Landrat Gernot Schmidt (SPD) als Festredner.

"Ich halte viele Reden im Jahr, aber eine Jugendweiherede bleibt etwas Besonderes - diese Rede ist Bekenntnis zu den Grundwerten der europäischen Aufklärung", leitete der Landrat seine Ansprache ein. Für die Älteren sei dies der Anlass, über die eigene Jugend nachzudenken. Der Blick zurück sei nie frei von Nostalgie und Melancholie. "Aber nicht alles war besser", sagte Schmidt."Wir hatten noch nicht so viele Dinge zu entscheiden." Die Jugendlichen seien äußeren Einflüssen ausgesetzt: Smartphone, Internet, Facebook und Google. Bei der Technik könnten die Eltern ihnen nichts mehr erklären, aber was das echte Leben angeht, könnten sie ein guter Ratgeber sein." Den jungen Leuten redete er ins Gewissen, Massenhysterien zu widerstehen, sich aber für Schwache und Unterdrückte einzusetzen. "Gerechtigkeit, Herz, Gefühl und Anstand sollte der Kern eures menschlichen Wesens bilden."

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Lehrerin Kerstin Werner, einzige Vertreterin der Schule, riet den Schülern mit einer Episode aus dem Buch "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry: "Sucht euch selbst eine Rose, für die ihr verantwortlich seid".

"Wir müssen nun anders auf ihn eingehen", sagte Thomas Kindermann aus Hohenfinow. Sohn Clemens war einer der Jugendweihe-Teilnehmer. Auseinandersetzungen gebe es durchaus, es sei ein Auf und Ab. Sicher habe er nun mehr Rechte, müsse aber auch mehr Pflichten auf sich nehmen.

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