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Genschmar holt sich Kreismeistertitel im Feuerwehrsport / Zinndorferinnen besiegen Kurstädterinnen

Kampf um beste Zeiten

Die Frauenmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Bad Freienwalde muss sich im "Löschangriff nass" der Konkurrenz aus Zinndorf geschlagen geben.
Die Frauenmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Bad Freienwalde muss sich im "Löschangriff nass" der Konkurrenz aus Zinndorf geschlagen geben. © Foto: Heike Stachowiak
Heike Stachowiak / 28.05.2013, 08:00 Uhr
Bad Freienwalde (hei) Es war vor allem ein Kampf um beste Zeiten, am Ende aber auch gegen den Regen - die 24. Kreismeisterschaften im Feuerwehrsport. Nach spannenden Wettkämpfen holte sich am Sonntag im Jahn-Stadion die Freiwillige Feuerwehr Genschmar den Kreismeistertitel.

Noch am Abend zuvor hatte wohl niemand daran geglaubt, dass diese Meisterschaft überhaupt hätte stattfinden können. Es regnete ununterbrochen. Doch Petrus hatte ein Einsehen, sodass der Startschuss für die Entscheidung um die Besten im Feuerwehrsport fast pünktlich fallen konnte. Hans-Dieter Kandzia, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Märkisch-Oderland, wünschte den zehn Männer- und vier Frauenmannschaften faire Wettkämpfe und bedankte sich gleichzeitig bei den Bad Freienwaldern für die gute Vorbereitung. Kurstadt-Bürgermeister Ralf Lehmann zog vor allen Teilnehmern den Hut. Er finde es beachtlich, dass die Männer und Frauen neben den vielen Einsätzen auch noch Zeit fänden, beim Feuerwehrsport dabei zu sein.

Mit wie viel Freude und Ehrgeiz die Mannschaften diesem Sport frönen, das zeigte sich einmal mehr in dem gut vierstündigen Wettkampfmarathon bei aufgrund der Witterung nicht ganz einfachen Bedingungen. Den Reigen eröffneten die Frauen in der Gruppenstafette. Schnelligkeit und Geschicklichkeit waren beim Kuppeln, Knoten binden und Herunterspritzen der Ziele gefragt. Klare Siegerinnen wurden mit einer Zeit von 1:30,17 Minuten vor Bad Freienwalde und Neulewin die preisgekrönten Frauen aus Buckow. Für sie war es quasi ein weiterer Testlauf auf dem Weg zur Feuerwehr-Olympiade im Juli im französischen Mulhouse.

"Wir trainieren zwei- bis dreimal in der Woche. Da kommt man auf bis zu sechs Stunden", informierte Lutz Reincke (53), Trainer und Betreuer des Buckower Frauenteams. Aber nur so sind solche Leistungen wie der dritte Platz in der Gruppenstafette bei den Deutschen Meisterschaften im vergangenen Jahr in Cottbus möglich.

Zum Staunen brachte auch Alexander Krenz am Sonntag die Konkurrenz. Der 36-Jährige bezwang die 100-Meter-Hindernisbahn im ersten Durchlauf in 18,16 Sekunden. Im zweiten Durchlauf gab der Bollersdorfer noch einmal Gas und konnte seinen schärfsten Konkurrenten, Maik Berger von der Feuerwehr Genschmar, mit einer Zeit von 17,77 Sekunden hinter sich lassen.

Viel Zeit zum Trainieren habe er gar nicht, sagte er. Er sei selbstständig, habe eine Familie und sei zudem Ortswehrführer. Da bleibe wenig Spielraum. Dennoch versuche er, zwei- bis dreimal in der Woche etwas zu tun. Seit 2002 gehört Alexander Krenz der Nationalmannschaft an. Seitdem habe er als einziger aus Märkisch-Oderland an allen Europa- und Weltmeisterschaften teilgenommen, zeigte er sich stolz. Bei der Olympiade in Frankreich geht der Bollersdorfer allerdings für das Team Thüringen an den Start.

Spannende Zweikämpfe lieferten sich auch die Frauen. Saskia Wendlandt, die amtierende Landesjugendmeisterin, musste sich ihrer Mitläuferin Grit Thurow geschlagen geben. Die Buckowerin lief die 100-Meter-Hindernisbahn in beachtlichen 20,63 Sekunden. Die Bestzeit von Saskia Wendlandt lag aber mit 20,64 Sekunden nur knapp darüber.

Aufregend wurde es in der Königsdisziplin - im Löschangriff. Auch hier legten die Frauen vor. Die Bad Freienwalder Mannschaft um Sina Seeger hatte sich gute Chancen ausgerechnet. Nach dem ersten Durchgang sah es auch ganz nach einem Sieg aus. Da führten die Kurstädterinnen das Feld noch mit 32,68 Sekunden an. Doch es sollte nicht sein. Die Zinndorfer machten den Gastgeberinnen einen Strich durch die Rechnung und sicherten sich mit einer Zeit von 31,21 Sekunden den ersten Platz.

Spannend bis zum Schluss blieb der Kampf um die Podestplätze bei den Männern. Mit Pech startete die Mannschaft aus Altranft. Sie wurde wegen zweier Fehlstarts für den ersten Durchgang disqualifiziert. Im zweiten Durchgang lief es wesentlich besser, trotz einsetzenden Regens. Doch die 24,80 Sekunden reichten nicht für den dritten Platz. Darüber freuen konnte sich das Ihlower Team mit einer Bestzeit von 24,55 Sekunden. Wegen eines Pumpendefekts konnten die Ihlower zwar den zweiten Lauf noch einmal wiederholen. Doch an der Platzierung änderte es nichts. Sieger vor Groß Neuendorf (24,49 Sekunden) wurde die Mannschaft aus Genschmar mit 24,40 Sekunden. Mit einer überzeugenden Leistung holte sie sich den Pokal des Landrates.

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