Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

SPD-Aktivisten der ersten Stunde aus Landkreis geehrt

ivoigt / 01.12.2009, 07:58 Uhr
Trebnitz Die Ereignisse am 7. Oktober 1989 in Schwante seien für ihn damals Anlass gewesen, aktiv zu werden, bekannte Rainer Schinkel am Freitagabend vor seinen Parteifreunden im kleinen Saal von Schloss Trebnitz. "Genossen" sagen die SPD-Mitglieder aus Märkisch-Oderland bis heute nicht zueinander. Der Begriff sei ihnen damals "einfach zu negativ belegt" gewesen, erinnerte Hans-Jürgen Wolf aus Müncheberg in seinem Rückblick auf die Anfangszeit der SPD im heutigen Märkisch-Oderland.

Damals hieß die am 7. Oktober 1989 gegründete Partei noch Sozialdemokratische Partei der DDR - SDP. Im Januar 1990 hätten sich die Sympathisanten der neuen Partei erst im Frankfurter Rathaus, dann in Falkenhagen getroffen. Am 10. Februar sei dann in Letschin der Seelower SDP-Kreisverband gegründet worden, erinnerte sich Rainer Schinkel.

Der Weg des Falkenhageners, heute Beigeordneter des Landrates, ist typisch für viele Biografien damaliger SPD-Aktivisten: Sie kamen, gerade im heutigen Märkisch-Oderland, schnell in politische Verantwortung. So stellt die Partei seit der Wende die Landräte. Einer von ihnen war Albert Lipfert. Der Neuhardenberger gehörte, wie auch die frischgebackene Landwirtschaftsministerin Jutta Lieske, zu den knapp 50 Genossen aus ganz Märkisch-Oderland, die in Trebnitz ihre Urkunden für 20-jährige Parteimitgliedschaft in Empfang nahmen.

Die stellvertretende Unterbezirks-Vorsitzende Barbara Westphal erinnerte in ihrer Begrüßungsrede an bereits verstorbene verdiente Mitglieder der ersten Stunde, wie Klaus-Dietrich Krüger, Helga Seiler, Wolfgang Strohmeyer oder Katarina Riegenring. So mancher Mitstreiter von einst habe der Partei später allerdings auch den Rücken gekehrt, sagte Westphal. Sie wünschte sich, wie auch die erkrankte Unterbezirksvorsitzende Simona Koss in ihrem Grußwort, den "Schwung und die Aufbruchstimmung von damals" zurück. Neue Mitstreiter könne die Partei nur gewinnen, indem man "zuhört, glaubwürdig agiert und neue Ideen entwickelt", so die stellvertretende Unterbezirks-Vorsitzende.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG