Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Barnimer Arbeitslosigkeit nimmt ab

Runter von der hohen Arbeitslosenquote

Oliver Schwers / 30.05.2013, 04:32 Uhr
Eberswalde (MOZ) Unter die Marke von 19 000 ist die Zahl der Arbeitslosen in den Landkreisen Uckermark und Barnim gerutscht. Damit entspricht die Arbeitslosenquote dem niedrigsten Mai-Wert seit 21 Jahren. Es ist der stärkste Rückgang im Vergleich aller Brandenburger Agenturen.

Obwohl die Saison-Kennzahlen gar nicht so günstig aussehen, hat die Arbeitslosigkeit in beiden Landkreisen abgenommen. Im Barnim liegt sie bei 9,5 und in der Uckermark bei 14,6 Prozent. Erstmals seit langer Zeit ist die Zahl von 19 000 Arbeitslosen unterschritten worden. "Damit setzt sich der seit einigen Monaten anhaltende Sinkflug ungebrochen fort", sagt Dagmar Brendel, Chefin der Arbeitsagentur Eberswalde.

Hintergrund: Unternehmen und Arbeitgeber der Region halten sich in diesen Wochen spürbar zurück bei Entlassungen. Stattdessen reißen sich zum Beispiel Pflege- und Gesundheitsbranche förmlich um Fachkräfte. Auch Landwirtschaft, Gartenbau und andere Saison-Unternehmen holen verstärkt Arbeitskräfte zurück.

Doch der diesjährige Mai fällt aus dem üblichen Rhythmus. Zunächst meldet die Wirtschaft immer noch weniger freie Stellen als im Vorjahr - ein schlechtes Zeichen. Der Zeitarbeitsbranche gehe es ausgesprochen miserabel. Größere Auftragsvergaben seien in diesem Frühjahr ausgeblieben. Das Hotel- und Gaststättengewerbe stellt deutlich weniger Saisonkräfte ein. Und schließlich meldet auch die Baubranche rückläufige Auftragsvolumen. Warum sinkt die Arbeitslosigkeit dennoch? Weil vor allem ältere Arbeitslose in Rente gehen. Und durch die Vermittlung und Integration des Job-Centers ziehen die Menschen irgendwann ihrer Arbeit hinterher.

Im Barnim stagniert der Arbeitsmarkt. Zwar sind auch hier die Zahlen rückläufig, doch gibt es momentan zwischen den Bereichen Eberswalde und allen von Arbeitslosigkeit gebeutelten Uckermark-Regionen kaum noch Differenzen. Selbst im Raum Bernau bewegt sich wenig.

Auffallend zeigt sich ein deutlicher Rückgang bei den arbeitslosen Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren. Hier liegt die Quote um 12,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat.Nach Einschätzung der Arbeitsagentur dauern inzwischen Stellenbesetzungen für freie Jobs immer länger. "Es ist auch für uns sehr schwierig, geeignete Mitarbeiter für gemeldete Stellen zu finden", so Dagmar Brendel. "Gute Fachkräfte können sich ihre Arbeitgeber mittlerweile aussuchen."

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG