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Freundliche Schießerei auf dem Marktplatz

Kanonendonner auf dem Fürstenberger Martkplatz: Die bewaffneten Mannen hatten aber ausschließlich friedliche Absichten. Sie eröffneten das Schützenfest.
Kanonendonner auf dem Fürstenberger Martkplatz: Die bewaffneten Mannen hatten aber ausschließlich friedliche Absichten. Sie eröffneten das Schützenfest. © Foto: Sabine Slatosch
Sabine Slatosch / 02.06.2013, 19:22 Uhr
Fürstenberg (MZV) Zum 21. Mal fielen auf dem Fürstenberger Marktplatz am Sonnabend ohrenbetäubende Kanonenschüsse, und das aus freudigem Grund. Denn die Schützenzunft der Stadt gab das Signal zum Auftakt ihres jährlichen Festes.

Etwa zehn befreundete Schützenvereine, die städtische Feuerwehr und die Karnevalsleute waren mit von der Partie sowie natürlich Zuschauer und Gäste. Große und kleine Kanonen der fünf Gilden aus Lychen, Gransee, Fürstenberg, Neustrelitz und Rüdnitz wurden gezündet - alle nach historischen Modellen gebaut. Eine von ihnen war besonders klein. "Die sieht nur so klein aus", widersprach Dieter Krüger, Vorsitzender der Schützengilde Neustrelitz 1767, "ist es aber nicht, denn sie hat auch ein Kaliber von 40 Millimetern". Es war die einzige Schiffskanone inmitten der Feldkanonen. Die Lychener waren zusätzlich mit einem Standboller sowie einem Schaftboller ausgerüstet. Letzterer sei in Bayern beheimatet, so Schütze Wolfgang Hein, "wenn die Frau nicht will, wird der Kampfboller raus geholt".

Laut waren jedenfalls alle. Und gebollert wurde keineswegs im Zorn, was auch Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) in seiner kurzen Ansprache begrüßte. Spiel und Wettbewerb seien der bessere Weg als Streitigkeiten. In diesem Sinne gab er anschließend auf dem Vereinsgelände an der Straße nach Steinförde mit zwei Schlägen auf das von ihm spendierte Bierfass den Weg frei für Kinderspiele, Wettschießen und Tanz am Abend.

Zuvor jedoch führte die Blaskapelle Havelfürsten alle Schützen durch die Stadt. Erstmalig durfte das Königspaar von 2012 eine Kutsche besteigen. Auch für Shagya-Araber Juri und seine Gefährtin Polly vom Reiterhof Edwin Becker war der Umzug eine Premiere und die Marschmusik sehr aufregend.

Ein kleines Programm der Kita Spatzennest mit Liedern, Tanz und Gedichten erfreute die Gäste des Nachmittags. Dann begannen die Schießwettbewerbe. Nach der Siegerehrung und nachdem DJ Thomas Henschel den ganzen Tag über das Fest moderiert hatte, gab es Live-Musik. "Sogar zur irischen Musik haben wir getanzt", so Christin Fank von der Zunft. Es spielte die Gruppe "Anamcora" irisch-schottische Titel.

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