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Hochschule für nachhaltige Entwicklung punktet beim Tag der offenen Tür mit Inhalten und Angeboten

Familiäre Atmosphäre zieht Interessenten an

Fachgespräche: Florian Grünhäuser (v. li.) lässt sich den Wasserstress der Bäume von Sören Krämer und Knut Albrecht erklären.
Fachgespräche: Florian Grünhäuser (v. li.) lässt sich den Wasserstress der Bäume von Sören Krämer und Knut Albrecht erklären. © Foto: matthias wagner
Matthias Wagner / 04.06.2013, 04:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) Einmal im Jahr öffnet die Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) ihre Türen für alle Interessenten und erwartete die Gäste mit einem vielseitigen Programm. Am Sonnabend war es so weit.

Unter anderem gab es im Wilhelm-Pfeil-Auditorium am Waldcampus eine umfangreiche Präsentation mit der Möglichkeit, Fragen zu den einzelnen Studienmöglichkeiten zu stellen. Genauso wie auf dem Stadtcampus, wo man sich über die breit gefächerten Fachgebiete informieren konnte. Beispielsweise am Stand von Lara Andress, Marianne Nobelmann und Dr. Henrike Rieken, wo man sich über die Angebote des Fachbereichs für Landschaftsnutzung und Naturschutz und insbesondere über den Studiengang Ökolandbau und Vermarktung in Kenntnis setzen konnte. Den Studenten steht ein Netzwerk, bestehend aus zirka 30 Ökobetrieben zur Verfügung, um einen direkten Bezug zur Praxis herzustellen.

Sozusagen "aus der Praxis, für die Praxis", wie Rieken treffend bemerkte.

Für die jüngsten Besucher gab es an diesem Stand einen kleinen Melkwettbewerb, der für jede Menge Spaß sorgte. Der siebenjährige Lukas aus Eberswalde, der mit seinem Vater Ralf Bloch gekommen war, widmete sich mit Begeisterung dem nachgestellten Kuheuter.

Die allgemeine Studienberatung stand den Besuchern zur Verfügung und das Studentenwerk erläuterte Fragen im Zusammenhang mit Bafög und Wohngelegenheiten in der Stadt.

Dominik Schulz, der zurzeit die 11. Klasse besucht, war mit seinen Eltern aus Neuzelle gekommen, um sich über den von ihm anvisierten Studiengang "Nachhaltige Holztechnik" zu informieren. "Ich finde besonders die familiäre Atmosphäre gut", sagte der Schüler. Anders als an großen Lehreinrichtungen kenne man in Eberswalde auch die Lehrkräfte meist persönlich und das empfinde er als großen Vorteil.

Außerdem stellten sich studentische Initiativen, Forschungsvorhaben sowie Kooperationspartner vor. Unter anderem präsentierten Sören Krämer und Knut Albrecht ein Projekt, das sich in Zusammenarbeit mit der Firma ZIM Plant Technology aus Hennigsdorf dem Wasserhaushalt von schnell wachsenden Bäumen, wie Pappeln und Weiden widmet. Man messe gewissermaßen "den Stress der Bäume", so Sören Krämer.

Als Alternative zum verbreiteten Anbau von Energiemais, der den Einsatz vieler Pestizide notwendig mache, sollen die Gehölze eine deutlich umweltverträglichere Variante sein, erläuterte Knut Albrecht.

Standortmanagerin Anke Fischer gab Auskünfte darüber, wie man seine Ideen in eine eigene Firmengründung umsetzen kann. Darüber hinaus wurden Führungen durch Labore und Werkstätten und durch die sanierten Gebäude der Schule angeboten. Ein kostenloser Shuttle-Service verband Wald- und Stadtcampus sowie die Versuchsflächen und den forstbotanischen Garten.

Im Anschluss wurde ab 16 Uhr beim traditionellen Campusfest ausgiebig gefeiert. In Feierlaune waren die meisten Eberswalder, ob des zeitgleich stattfindenden Stadtfestes FinE ohnehin.

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