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Hakenberger Hofladen punktete bei Landpartie

Der Hofladen in Hakenberg ist beliebt. Geschäftsführer Jens Winter macht mit.
Der Hofladen in Hakenberg ist beliebt. Geschäftsführer Jens Winter macht mit. © Foto: Russew
Georg-Stefan Russew / 09.06.2013, 19:21 Uhr - Aktualisiert 09.06.2013, 22:18
Hakenberg/Linum (MZV) Einige Supermarktketten werben damit, dass sie genau sagen könnten, woher ihre Schweinshaxen, Koteletts oder Wurstwaren stammen und dass sie genau wüssten, auf welcher Wiese sie ihr Futter von der Weide gezupft hätten.

Wie viel dabei Werbewunschdenken ist, kann niemand genau sagen. "Wir wissen, woher unsere Rinder kommen. Sie stehen drüben auf der Weide", frohlockt Geschäftsführer der Hakenberger Fleisch GmbH, Jens Winter.

Am Sonnabend konnten sich hiervon viele hundert Besucher im Rahmen der 19. Brandenburger Landpartie überzeugen. "Wir machen als Betrieb das erste Mal mit", sagte Winter. "Wir wollten uns in diesen Rahmen einfach mal zeigen." Und das Angebot kam an: Viele Neugierige fanden den Weg ins Luch. Auf dem Parkplatz drängelten sich Fahrzeuge mit Berliner, Havelländer und Potsdamer Kennzeichen.

"Alles, was da steht und braunes Fell hat, sind unsere Mutterkühe", erklärte Winter. Sein Betrieb gehört den Rhinmilchverbund an. "Insgesamt haben wir 600 Mutterkühe mit Nachzucht." Ein Teil wird bundesweit unter dem Label "Linumer Wiesenkalb" vertrieben. Er gehe direkt in die Gastronomie. Die anderen Rinder werden über den Hofladen vertrieben. Bei der Hakenberger Fleisch GmbH arbeiten sieben Mitarbeiter; im Verbund kommen noch einmal 80 dazu.

Die Rhinmilch betreibt Veredlung pur: Von den Wiesen und Äckern, wo die Kühen grasen oder wo für sie Futter angebaut wird, über die Schlachtung und die Weiterverarbeitung zu Fleisch- und Wurstwaren passiert bei Rhinmilch alles aus einer Hand. "Dadurch partizipieren wird direkt von der Wertschöpfung. Der Mehrgewinn bleibt also bei uns", erklärte Winter.

Mit bei der Landpartie dabei waren auch Ursula und Ingo Köhn. Das Ehepaar aus Pritzwalk steuert jedes Jahr einen Betrieb an, bei dem sie sich alles anschauen. "Der Hofladen hier ist wirklich toll. Alles sieht so frisch und lecker aus", schwärmten sie. Die Hakenberger würden hiermit in der Oberliga mitspielen.

Das bestätigt auch Matthias Schulze. Er kommt alle ein bis zwei Wochen aus Berlin nach Hakenberg rüber, um sich im Hofladen mit Steaks, Würsten und Braten einzudecken. "Besser als hier geht gar nicht. Hier gibt es echte Qualität. Hier wird mir nicht etwas als einheimisches Fleisch angedreht, was irgendwo aus dem Ostblock kommt", sagte er. "Hier hat in der Lasagne Pferdefleisch überhaupt keine Chance", betonte er.

Am Rande erwähnt sei, dass Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) die Absage des kompletten Festes trotz der Hochwasserlage nicht ins Auge gefasst hat: "Wir brauchen Werbung für die Landwirtschaft, dabei hilft die Landpartie." Nach Angaben des Präsidenten des Landesbauernverbandes Udo Folgart ist unterdessen eine Spendenaktion für vom Hochwasser betroffene Landwirte gestartet worden.

Zahlreiche Besucher kamen am Wochenende auch ins Storchendorf Linum. Sie machten unter anderem bei der dortigen Mosterei Station und wurden von den Geschäftsführern Regine Scholz-Berg und ihrem Mann Thomas Berg sowie deren Mitarbeitern empfangen. Der erste Gast war am Sonnabend zur Belustigung aller ein Storch auf dem Dach. Im Laufe dieses Tages und des folgenden kamen insgesamt 200 Besucher. Sie kosteten diverse selbst hergestellte Säfte und ließen sich dabei durch die Produktionsstätte führen. Noch am Freitag wurden dort 20 Hektoliter Apfelsaft hergestellt.

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