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14 Medaillen zum Höhepunkt

In der 4x100-m-Staffel der U18 sprintete das Team des SC Frankfurt in Potsdam auf Platz 3. Marius Sperling (re) übernimmt den Stab von Startläufer Clemens Wilke.
In der 4x100-m-Staffel der U18 sprintete das Team des SC Frankfurt in Potsdam auf Platz 3. Marius Sperling (re) übernimmt den Stab von Startläufer Clemens Wilke. © Foto: Kerstin Bechly
Heike Bettino / 11.06.2013, 18:00 Uhr
Berlin/Potsdam (MOZ) Neun Teilnehmer, 14 Medaillen und fünf Normerfüllungen für die deutschen Jugendmeisterschaften - die Bilanz der Leichtathleten des SC Frankfurt bei den Landestitelkämpfen der U16 bis U20 fällt im Vergleich zu den Vorjahren sehr gut aus.

An zwei Wochenenden bestritten die Jugend-Athleten in Berlin und Potsdam ihre Leichtathletik-Landesmeisterschaften. Die Wertung in der U18/20 erfolgte dabei gemeinsam mit den Berliner Leichtathleten. Mit jeweils fünfmal Gold und Silber sowie viermal Bronze bestimmten die von Hartmut Schulze trainierten Frankfurter insbesondere in den Sprint- und Hürdendisziplinen die Leistungsspitze mit.

Marius Sperling (U18) siegte in Potsdam souverän im 110-Meter-Hürden-Finale und blieb zum zweiten Mal in diesem Jahr deutlich unter der Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften. "Mit seiner persönlichen Bestzeit von 14,45 Sekunden empfiehlt er sich Ende Juli in Rostock für den Endlauf", traut ihm Hartmut Schulze noch einiges zu. Dort kann der 17-Jährige ebenso über die 400 Meter Hürden an den Start gehen. Denn mit seinem Sieg bei widrigen Witterungsbedingungen hatte er sich eine Woche zuvor in Berlin in 57,04 s ebenfalls qualifiziert. Der zweifache Landesmeister erfüllte als Vierter über die flache Stadionrunde in 50,95 s sogar noch eine weitere Norm, wird sich aber in Rostock auf die Hürden-Disziplinen konzentrieren.

Zu den Deutschen Jugendmeisterschaften fährt auch Leon Senger (U18). Der Potsdamer Sportschüler, der weiterhin für den SC Frankfurt startet, war in Berlin über 800 Meter als Titelverteidiger an den Start gegangen. Die DM-Norm bereits in der Tasche, sollte er das Rennen taktisch gestalten, setze sich aber von Anfang an an die Spitze. Als er 150 Meter vor dem Ziel von einem Berliner Läufer attackiert wurde, hielt er gegen und siegte in sehr guten 1:59,85 Minuten mit einer Hundertstel Sekunde Vorsprung. Tags zuvor hatte sich Leon Senger den Vizetitel über 400 Meter in 50,75 s erkämpft und erneut die Norm zu den deutschen Titelkämpfen erfüllt.

Auf der kurzen Hürdendistanz steuerte Florian Berthold (U18) als Dritter mit sehr guten 15,12 s eine weitere Medaille für den Sportclub bei. Bruder Pascal vergab seine Chance, als er die letzte Hürde voll touchierte und dennoch Vierter wurde.

Eindrucksvoll ist die Frankfurter Bilanz über 300 Meter Hürden. In der M15 ging ein kompletter Medaillensatz an die Oder. Clemens Wilke siegte in schnellen 44,72 s, gefolgt von Christopher Richter und Frühstarter Joshua Wegener (M14). Die Bilanz vervollständigte Friederike Lehmann (W15) als Brandenburger Meisterin in 47,72 s. Dass über die langen Hürden nur wenige Berliner und Brandenburger Leichtathleten an den Start gehen, kann Trainer Hartmut Schulze nicht nachvollziehen. "Wenn ich Talente fördern möchte, muss ich den Sportlern die Möglichkeit eröffnen, die Vielfalt der Leichtathletikdisziplinen auszuprobieren", unterstreicht er seinen Ansatz. Von dieser Einstellung profitierte auch Tim Bechly (U18). Der 16-Jährige wagte sich erstmals an die 2000-m-Hindernis, musste dabei 18 Hindernisse und fünfmal den Wassergraben überwinden und setzte im Ziel als Zweiter von nur zwei Startern mit 7:03,99 min eine Hausmarke.

Ihr Potenzial ausgeschöpft haben des weiteren Clemens Wilke als Zweiter über 100 Meter und Friederike als Dritte über 300 Meter. Über 80 Meter Hürden blieb Vorjahressieger Clemens Wilke, der nicht alle Hürden technisch sauber überquerte, als Vierter Edelmetall verwehrt.

Nicht angetreten sind die Frankfurter bei den Sprungdisziplinen, weil es zum Teil Zeitüberschneidungen gegeben hatte. Dass sie für Überraschungen gut sind, bewiesen sie bei den Staffelwettbewerben in Potsdam. Über 4x100 Meter der U18 sprinteten Clemens Wilke, Marius Sperling sowie Florian und Pascal Berthold zu Bronze. Mit ihrer Zeit von 44,81 s verfehlten sie die DM-Norm um eine Hundertstel Sekunde. Reserven liegen hier vor allem in der Stabübergabe, geschuldet auch dem Umstand, dass die Zwillingsbrüder wegen ihrer Teilnahme am Bundesfinale "Jugend forscht" nicht im vollen Umfang trainieren konnten.

Marius, Florian, Pascal starteten gemeinsam mit Leon gleich noch in der 4x400-m-Staffel, die nur in der U20 ausgetragen wurde. Der zweite Platz und die Zeit von 3:27,54 min ließ dann selbst den Trainer kurzzeitig sprachlos werden. "Dass die Jungs hier ebenfalls die Norm gleich um gut vier Sekunden unterbieten und das in der nächst höheren Altersklasse, ist einfach enorm", ist Hartmut Schulze begeistert. Melden wird der Sportclub für diese Meisterschaft, die in Ulm ausgetragen wird, jedoch nicht. Der Aufwand ist zu groß, "aber die Option steht für das nächste Jahr, wenn die Jungs gut weitertrainieren. Bei den Meisterschaften wurden alle Sportler für ihren großen Trainingsfleiß belohnt", resümiert Hartmut Schulze.

Weitere Ergebnisse:

M14: Joshua Wegener 4./800 m; M15: Clemens Wilke 4./300 m; W15: Friederike Lehmann 6./100 m

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