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Weitere 66 Kriegstote aus dem Oderbruch bestattet

15.06.2013, 15:16 Uhr
Lietzen (dpa) Die sterblichen Überreste von 66 Soldaten der Wehrmacht sind am Samstag in Lietzen (Märkisch-Oderland) bestattet worden. An dem letzten Geleit beteiligten sich etwa 150 Angehörige, Bewohner und Kommunalvertreter, darunter auch Landrat Gernot Schmidt (SPD) und Pfarrer Thomas Krüger aus Neuhardenberg. Die zumeist unbekannten Soldaten starben im April 1945 im Oderbruch und in der Uckermark und wurden dort begraben. Viele von ihnen kamen bei den Kämpfen um die Seelower Höhen nördlich von Frankfurt (Oder) ums Leben. Dort tobte eine der letzten großen Schlachten des Zweiten Weltkrieges.

Die Überreste der Toten wurden im vergangenen Jahr von Helfern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ausgegraben. Sie erhalten nun in Lietzen eine würdige Ruhestätte. Dort sind bereits mehr als 1000 Kriegstote bestattet. Der Brandenburger Volksbund nimmt nach eigenen Angaben jährlich rund 300 Umbettungen vor. Viele Tote können erst sehr spät gefunden werden, weil sich die Kämpfe der Wehrmacht im Frühjahr 1945 gegen die anrückende Rote Armee auf schwer zugänglichem Territorium erstreckten.

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Der Umbetter 19.06.2013 - 21:49:47

Hier mal einige wesentliche Informationen zu Ihrem Artikel

Liebe MOZ, ich als hauptamtlicher und zuständiger Umbetter des Volksbundes für ganz Deutschland, würde doch gern mal an dieser Stelle wissen, woher Ihre unzureichenden Informationen stammen. Grundsätzlich wurden und werden alle gefallenen Soldaten vom hauptamtlichen Umbetter des Volksbundes dokumentiert. Auf dieser Kriegsgräberstätte fanden im Neuteil der Anlage bis heute 1458 gefallene Soldaten ihre letzte Ruhe. Keine 14458 wie in einem weiteren Artikel der MOZ behauptet wird. Grundsätzlich werden vom Umbetter des Volksbundes tote Menschen ausgebettet und nicht ausgegraben. Und die sogenannten ehrenamtlichen Helfer des Volksbundes Brandenburg hatten nur 8 gefallene Soldaten aus dem Bereich Klessin dem Volksbund und im weiteren Verlauf dem Umbetter zur Dokumentation und Einbettung übergeben. Die übrigen Gebeine von 58 gefallenen Soldaten der vergangenen Einbettung in Lietzen wurden persönlich vom Umbetter des Volksbundes würdevoll ausgebettet und am vergangenen Samstag eingebettet. Eins noch zum Schluss, die Aussage, dass der Großteil der gefallenen Soldaten unbekannt ist, ist leider auch nicht korrekt, denn nach Abschluss der Ausbettung erfolgt die persönliche Übergabe der Dokumentation und der sichergestellten Nachlässe durch den Umbetter an die Deutsche Dienststelle (WASt) in Berlin. In dieser Behörde erfolgt dann mit hohem Zeitaufwand die Ermittlung der Identität und die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen. Leider wird die Wichtigkeit dieser Behörde ebenfalls kaum bis gar nicht genannt. Wer hier ebenfalls auch gern verschwiegen wird ist der Träger dieser Kriegsgräberstätte - Amt - Seelow - Land. Dieser Träger leistet eine fantastische Arbeit auch für diese Kriegsgräberstätte. Für zukünftige Berichterstattungen holen Sie sich doch bitte beim Umbetter des Volksbundes Ihre Informationen aus erster Hand, denn selbst der Fundort dieser gefallenen Soldaten wurde von Ihnen mangelhaft dargestellt.

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