Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Umzug ins Angermünder Zentrum geplant

Museumspforten schließen sich

Bleibt ab Montag geschlossen: Das Ehm Welk- und Heimatmuseum Angermünde bereitet sich auf den Umzug vor.
Bleibt ab Montag geschlossen: Das Ehm Welk- und Heimatmuseum Angermünde bereitet sich auf den Umzug vor. © Foto: MOZ
Daniela Windolff / 20.06.2013, 11:30 Uhr
Angermünde (MOZ) Wer dem Angermünder Ehm-Welk- und Heimatmuseum noch einen Besuch abstatten will, muss sich beeilen. Nur noch bis zum Sonntag ist die Ausstellung zur Regionalgeschichte und zum Leben und Wirken des Schriftstellers Ehm Welk für den öffentlichen Besucherverkehr zu besichtigen. Ab Montag bleibt das Haus in der Puschkinallee für die Öffentlichkeit auf lange Sicht geschlossen. Die zeitweilige Schließung des Museums wurde notwendig, um den seit Jahren überfälligen Umzug des Museums an einen größeren und zentraler gelegenen Standort vorzubereiten und den umfangreichen Fundus zu sichern und zu sichten. Geöffnet werden soll es erst wieder am neuen Standort im Hohen Steinweg, direkt im Herzen der Altstadt. Doch Haus Uckermark, das einst Imbissgaststätte und Kino beherbergte, ist nach jahrelangem Leerstand nur noch Ruine und muss komplett saniert und umgebaut werden. Die Stadtverordnetenversammlung hat bereits grünes Licht für den Umbau zum neuen Museum gegeben.

"Erste Ideen für die inhaltliche Neukonzeption wurden bereits skizziert. Bis zum fertigen Konzept ist es jedoch ein langer Prozess. Dafür muss unter anderem die Museumssammlung gründlich unter die Lupe genommen werden, die derzeit an verschiedenen Standorten und teils nicht sachgerecht gelagert wird", informiert Museumsleiterin Julia Wallentin. "Aufgrund von Schimmelbelastung im Depot im Keller der Puschkinschule hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, dass die Sammlungsbestände vorübergehend in den Räumen des Museums in der Puschkinallee eingelagert werden, um sie vor weiterer Beschädigung zu schützen. Diese Notlösung führt nun dazu, dass kein regulärer Besucherverkehr mehr stattfinden kann."

Die Museumsmitarbeiter machen aus der Not eine Tugend und widmen sich in dieser Zeit ganz intensiv der Aufarbeitung und Archivierung des Fundus, die viele Jahre liegen geblieben war.

Angestrebt wird, dass die vorderen beiden Räume der Ehm-Welk-Ausstellung nach Anmeldung weiterhin besucht werden können. Anfragen von Bürgern, Institutionen und anderen Interessierten können weiter wie gewohnt bearbeitet werden, versichert Julia Wallentin. Ebenso wird das Museum in Räumen außer Haus mit Veranstaltungen, wie zum Beispiel den gemeinschaftlichen Lesungen mit der Uckermärkischen Literaturgesellschaft, weiter aktiv das kulturelle Leben der Stadt mitgestalten.

In Kürze beginnen die Bauarbeiten am Museumsgebäude in der Puschkinallee, um die Sicherheit zu erhöhen. Erst wenn diese abgeschlossen sind, werden die historischen Objekte aus dem Schimmelkeller in das Museumsgebäude umziehen. Mit der Schließung des Museums werden die Räume dafür hergerichtet.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Der mit Abgewrackte 20.06.2013 - 14:16:05

Angermünde

wrackt sich ab! Stück für Stück, aber mit Kontinuität...

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG