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Tanzgruppe "Young Zulu Warrion" begeistert im Gymnasium Panketal gefeiert

Südafrikanische Rhythmen

Musik im Blut und Taktgefühl: Die südafrikanische Tanz- und Gesangsgruppe "Young Zulu Warrion" machte auf ihrer Europatour Halt im Gymnasium Panketal. Die Zuschauer waren von den Rhythmen und den leidenschaftlichen Darbietungen begeister
Musik im Blut und Taktgefühl: Die südafrikanische Tanz- und Gesangsgruppe "Young Zulu Warrion" machte auf ihrer Europatour Halt im Gymnasium Panketal. Die Zuschauer waren von den Rhythmen und den leidenschaftlichen Darbietungen begeister © Foto: Sabine Sentz
Sabine Sentz / 20.06.2013, 23:34 Uhr
Zepernick (sab) Das Gymnasium Panketal präsentierte kürzlich die Tanz- und Gesangsgruppe "Young Zulu Warrion" des südafrikanischen Waisenheims God's Golden Acre, die derzeit mit ihren afrikanischen Rhythmen durch Europa tourt.

Vor 22 Jahren fand Heather Reynolds ihre Berufung und gründete gemeinsam mit ihrem Mann Patrick "God`s Golden Acre"(GGA), ein Waisenheim für südafrikanische Zulukinder.

Seitdem ist viel passiert und Heather kann unzählige Geschichten erzählen. Immer wieder wurden scheinbar ausweglose Situationen gelöst. Zudem begleiten der ständige Kampf gegen Gewalt und HIV ihr Engagement.

Ihre Kraft schöpft sie zum Teil aus der Religiosität. Und mit unglaublicher Hingabe widmet sie sich den Kindern - ihren Kindern, wie sie sagt. Denn wohl kaum eine andere weiße Frau versteht und identifiziert sich so mit der Kultur und Sprache der Zulus wie Heather Reynolds.

Auf einer ihrer unzähligen Reisen in die afrikanischen Dörfer stieß sie auf eine Gruppe von Jugendlichen, die durch die politischen Unruhen ihren Chorleiter verloren hatten. Doch Heather merkte schnell, die jungen Menschen wollten weiter tanzen und Musik machen. Schließlich war das das Einzige, was ihnen auf der Flucht vor Gewalt und Hoffnungslosigkeit blieb.

Und obwohl Heather zu diesem Zeitpunkt auch keine Mittel hatte, half sie ihnen. "Weil mich der Wille und die Erwartung in den Augen der Kinder sowie deren Leidenschaft und das Talent beim Singen berührten und schließlich überzeugten", erinnert sie sich. Es dauerte gar nicht lange und "Young Zulu Warriors" hatten ihre ersten Auftritte. Dazu gehört unter anderem die Eröffnung des "Nelson Mandela Hospitals". Es sei sehr beeindruckend gewesen. Denn Nelson Mandela begrüßte jedes Ensemblemitglied persönlich. "Er wollte die "Young Zulu Warriors" ausdrücklich für diese Feierlichkeit haben, nachdem er sie auf einer Konferenz erleben durfte", sagt Heather stolz.

Jetzt tourt "Young Zulu Warriors" gerade durch Europa. Bei einem ganz besonderen Auftritt konnte man sie kürzlich im Kultursaal des Gymnasiums Panketal erleben. Philipp Heinze begrüßte, sichtlich berührt, die Gäste. Er hat vor zehn Jahren seinen Zivildienst bei God's Golden Acre geleistet und dort, wie er sagte "eine zweite Heimat gefunden".

Das Publikum ließ sich nicht lange bitten und schon nach kurzer Zeit war der Funke übergesprungen. Rhythmus und Gesang erzeugten euphorisches Mitklatschen und viel Applaus. "Die Lieder handeln von Gott und natürlich auch von der Liebe - das ist das Hauptthema", sagt Marleen Hemmert, Organisatorin der Konzerttour.

Imponierend, lautstark, mit prägnanter Stimme trugt Slee Gwala ihre Gefühle vor, begleitet vom Tanz ihrer Schwestern und Brüder. "Das ist einer meiner Favoriten, die können nicht still stehen und das steckt an", findet Marleen Hemmert. Auch Heather pfeift froh den Takt mit. Und sie freut sich über die voll besetzte Aula, schließlich kommen die erzielten Einnahmen "ihren Kindern" zu Gute. "Jeder eingenommene Cent fließt direkt zu God's Golden Acre", informierte der Leiter des Gymnasiums, Michael Wolf.

Um den ständigen finanziellen Sorgen auszuweichen, plant die couragierte Frau nunmehr, zweitausend Spenderinnen und Spender zu gewinnen. Mit nur fünf Euro im Monat kann dadurch der komplette Betrieb des Waisenhauses und weiterer noch zu gründenden Einrichtungen im Zululand ermöglicht werden. "Das Geld fließt ohne Umwege zu den Bedürftigen", versichert Heather. Zunehmend leisten deutsche Frauen und Männer vor Ort ihr Freiwilliges Jahr - ganzjährig oder auch nur für einige Monate.

Weitere Informationen zu dem Projekt sind bei Marleen Hemmert unter der Telefonnummer 0176 97466087 zu erhalten. Anfragen können auch per E-Mail an marleen.hemmert@gmx.de erfolgen.

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