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Anwohner fordern Ausbau der L 294

Protest gegen Huckelpiste

Protest: Alfred Bürgelt (m) informiert die Besucher der Demo in Biesenthal über das Schreiben des Landesbetriebes.
Protest: Alfred Bürgelt (m) informiert die Besucher der Demo in Biesenthal über das Schreiben des Landesbetriebes. © Foto: MOZ/Steffi Bey
Steffi Bey / 21.06.2013, 23:06 Uhr - Aktualisiert 22.06.2013, 08:44
Biesenthal (MOZ) Die kürzeste Verbindungsstrecke zwischen Sophienstädt und Biesenthal bereitet die größten Probleme. Seit vielen Jahren ist die L294 in einem schlechten Zustand. Anwohner initiierten ein Bürgerbegehren und demonstrierten am Donnerstag für die Instandsetzung der Landesstraße.

"Eigentlich müsste ich meine Werkstattrechnung an die Landesregierung schicken", sagt Astrid Blum. Gerade hat sie kaputte Stoßdämpfer an ihrem Auto ersetzen lassen. Aber eigentlich war ihr klar, dass das bald passieren würde. "Bei der Huckelpiste und den vielen Schlaglöchern", ergänzt sie.

Die Sophienstädterin gehört zu den rund 1000 Fahrzeugführern, die sich wochentags über den extrem desolaten Asphalt quälen. Genutzt wird diese fünf Kilometer lange Strecke, um zur Arbeit zu kommen, Ärzte zu besuchen, Einkaufen zu gehen oder wichtige Dinge im Amt Biesenthal zu erledigen. "Hinzu kommen der Schwerlastverkehr, Schüttguttransporte zum Kieswerk sowie Linienbusse", macht Alfred Bürgelt vom Bürgerkomitee für den Ausbau der L294 zwischen Biesenthal und Sophienstädt deutlich.

Doch "ganz normales Autofahren" ist auf dieser Straße schon lange nicht mehr möglich. "Eigentlich kann nur eine Seite benutzt werden, aber auch Radfahren ist sehr gefährlich", berichtet Jürgen Habeck aus Biesenthal. Damit sich endlich etwas ändert, ist auch er am Donnerstagabend zur Demonstration auf den Biesenthaler Marktplatz gekommen.

"Seit Jahren machen wir uns für den Ausbau stark, längst liegen Planungsunterlagen für das Projekt vor, aber von den Verantwortlichen werden wir immer nur vertröstet", schimpft Marienwerders Bürgermeister Mario Strebe.

Mit dem Bürgerbegehren der Einwohner von Sophienstädt, Ruhlsdorf und Marienwerder - mehr als 1000 Unterschriften wurden gesammelt - soll Druck beim Landesbetrieb Straßenwesen für einen schnellstmöglichen Ausbau gemacht werden.

Eine Antwort, die sie jetzt vom zuständigen Vorstand erhielten, macht sie aber noch wütender. "Aufgrund der unzureichenden Landesmittel, der geringen Verkehrsbelastung und vieler weiterer stark geschädigter Straßen...kann die Instandsetzung auf absehbare Zeit nicht umgesetzt werden", heißt es in einem Schreiben.

Das wollen die Anwohner nicht einfach so hinnehmen und planen die nächste Demo vor dem Landtag in Potsdam.

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