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Trabantfreunde Biesenthal-Barnim treffen sich in Danewitz / Mehr als 45 Oldtimer auf der Festwiese versammelt

Umschwärmter Zwickauer Zweitakter

Brigitte Horn / 28.07.2013, 23:21 Uhr
Danewitz (MOZ) Mehr als 45 Trabis waren am Sonnabend trotz brütender Hitze auf dem Danewitzer Festplatz versammelt. Dazu wurden auch diverse Ersatzteile präsentiert. Und unter dem Festzelt oder im Schatten großer Bäume wurde geklönt. Eingeladen zum Treffen hatten die Trabant-Freunde Biesenthal-Barnim.

"War `ne schöne Zeit", sagte einer der Gäste bei einem kühlen Bier. Und vor allem "Weißt Du noch ....". Unzählige Erinnerungen an die Rennpappe, mit der man es bis zum Balaton geschafft hat, der fast klaglos hoffnungslos überladene Hänger zog oder Achsen, die sich durchbogen, so dass die Räder sich nicht mehr senkrecht zeigten, machten die Runde. "Trabifahren ist einfach Kult. Der gehört zu unserem ehemaligen Leben dazu, auch wenn man damals nach den Westautos geschielt hat", sagt Heidi Hilliger aus Rüdersdorf, warum sie zum Treffen nach Danewitz gekommen ist. Werner Lenz aus Wollenberg bei Bad Freienwalde hatte 21 Trabis und ein richtiges Ostmuseum. In früheren Jahres ist er nach Zwickau fahren. Aber das macht er jetzt nicht mehr, sondern fährt gern zu kleineren Trabitreffen in der näheren Umgebung. Für Andy Schumann (33) aus Bernau ist es Spaß, Hobby, Nostalgie. Es sei früher eben nicht alles schlecht gewesen. Er hat jetzt einen Trabant 601, aber nur als Hobby.

Zu sehen waren auch die ganz alten Trabis 501, Trabi-Kübel, Cabrios oder auch Cross-Trabis. Der Veranstalter, die Trabantfreunde Biesenthal-Barnim, ist eine Gruppe von zehn Leuten im Alter zwischen 20 und 63 Jahren, die sich eine Menge für das Fest überlegt hat, so auch den Wettbewerb um das schönste Fahrzeug in den jeweiligen Kategorien. Als Preis gibt es Pokale, die liebevoll selbst gestaltet worden sind, informierte Henry Rudolph von den Veranstaltern, die an den T-Shirts mit dem geschützten Sachsenring-Trabant-Logo zu erkennen waren. Für dessen Verwendung haben sie im Übrigen die freundliche Genehmigung aus Zwickau erhalten.

Allerdings waren es in diesem Jahr nicht ganz so viele Fahrzeuge, die zu bewerten waren, wie im vorigen Jahr. Mehr als 45 konnten gezählt werden. Einige davon mit Klappfix, Dübener Ei oder dem Wohnwagen Queck, also die Campingmobile, die ein Trabant ziehen darf. Die geringere Teilnehmerzahl sei auf jeden Fall der Hitze geschuldet, meinte Frank Werther von den Trabifreunden. Er gehört im Übrigen auch zum AWO-Stammtisch, der sich in der Dorfkneipe von Sabine Krummnow regelmäßig trifft und von daher weiß, dass der Festplatz gegenüber dem "Alten Krug" viel Atmosphäre hat, auch wenn er vielleicht einen Deut größer sein könnte.

Um alles kümmert sich die Gruppe, die aus Bernau, Biesenthal, Rüdnitz Danewitz und Tempelfelde kommen. "Und auch die Frauen helfen mit", sagt Henry Rudolph, der mal "auf Trabant gelernt hat" und bei dem der Virus haften geblieben ist, wie er selbst sagt. Ganz stolz ist er auf seinen Cross-Trabi mit dem er schon beim Langstreckenrennen in den Wukuhlen immerhin einen vierten Platz belegt hat.

Halb Danewitz war in das Trabi-Treffen einbezogen. Gecampt wurde auf der Tannenplantage vom Gesches. Die Feuerwehr und mit ihnen der neuen Ortsvorsteher Detlef Matzke, sorgten für die Verpflegung. Die ganze Feuerwehr machte mit. Wahrscheinlich aus heimlicher Verbundenheit mit dem Trabant, mutmaßte Matzke. Die Getränke hatte Sabine Krumnow vom "Alten Krug" in ihrer Obhut.

Offenbar steigt die Zahl der "Trabi-Liebhaber". Matthias Krüger, der professionell mit den Ersatzteilen für den Kleinwagen handelt, findet jedenfalls, dass wieder mehr auf die Straße kommen. Nicht zuletzt, weil es immer noch diese berühmten Scheunenfunde gebe. Und Sorgen mit Ersatzteilen habe man auch nicht. Beim nächsten Trabitreffen, am kommenden Wochenende in Berlin, ist er wieder dabei.

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