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Dach auf Kläranlage in Manschnow brennt lichterloh / Polnische Feuerwehr rückt zum Löschen aus

Einsatz mit unverhoffter Hilfe

Großaufgebot: Mehr als 50 Feuerwehrleute kamen beim Brand auf dem Areal der Kläranlage in Manschnow zum Einsatz. Zum Zeitpunkt, als dieses Foto entstand, war der Brand bereits unter Kontrolle.
Großaufgebot: Mehr als 50 Feuerwehrleute kamen beim Brand auf dem Areal der Kläranlage in Manschnow zum Einsatz. Zum Zeitpunkt, als dieses Foto entstand, war der Brand bereits unter Kontrolle. © Foto: Edmund Schulz
Marco Marschall / 29.07.2013, 07:45 Uhr
Manschnow (MOZ) Großeinsatz der Feuerwehr in Manschnow: Hier brannte am Freitag das Dach eines Gebäudes der Kläranlage. Zur Hilfe kamen den Flammenkämpfern auch polnische Kollegen. Bisher ist unklar, wer sie alarmiert hat.

Schon kurz hinter dem Ortsausgang Golzow kann Marco Zich die schwarze Rauchwolke über Manschnow erkennen. 14.40Uhr wurde er alarmiert, dass es auf dem Areal der Kläranlage brennt. Als der stellvertretende Amtsbrandmeister auf dem Gelände eintrifft, steht der Dachstuhl des Rechenhauses in Flammen. "Lichterloh", wie er sagt.

In dem Gebäude, erklärt WAZ-Chef Gerhard Schulze später, erfolgt die erste Stufe der Reinigung des Abwassers. Der Dachstuhl selbst sei leer. Eine schützende Haube für die Anlage bietet er nun nicht mehr. Wie die Polizei mitteilt, brannte er "in voller Ausdehnung". Noch kann sie allerdings keine Angaben zum Schaden machen. "Schätzungsweise 35000Euro", so der WAZ-Chef Schulze selbst.

Die Brandursache ist bisher noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei ermittelt wegen grob fahrlässiger Brandstiftung. So ist es möglich, dass ein technischer Defekt der Solaranlage auf dem Dach das Feuer ausgelöst hat. Die Anlage selbst zeigte laut Berichten von Feuerwehrleuten vor Ort allerdings keine sichtbaren Schäden.

Auch Seelows stellvertretender Wehrleiter Edmund Schulz kann sich noch keinen Reim auf den Auslöser machen. Er war am Freitagnachmittag nachgerückt, um mit der Wärmebildkamera versteckte Glutnester aufzuspüren. Seine Kollegen aus Seelow durften zuhause bleiben. Denn die von der Leitstelle angeforderten Feuerwehren aus Alt Tucheband, Küstrin-Kietz, Gorgast, Manschnow, Genschmar und Golzow hatten unverhofft Unterstützung bekommen: Laut Augenzeugen von einer Wehr aus Gorzow. Wie es zu der unerwarteten Hilfe kam, ist allerdings bisher noch ein Rätsel. Die Leitstelle habe die polnischen Kollegen jedenfalls nicht angefordert, heißt es dort auf Nachfrage.

Für die Einsatzkräfte des Amtes Golzow war es eine freudige Überraschung. "Die Manschnower waren als erste vor Ort. Mit Unterstützung aus Polen konnte der Brand binnen 45 Minuten unter Kontrolle gebracht werden", berichtet Marco Zich . Es wird vermutet, dass die Retter aus dem Nachbarland in Kostrzyn im Einsatz waren, um dort Flächen für das bevorstehende Festival Haltestelle Woodstock zu wässern, was dort am kommenden Wochenende stattfindet.

Insgesamt waren in Manschnow mehr als 50 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Kollegen aus Seelow und Neulangsow mussten letztlich nicht ausrücken. Für sie war es die 17Alarmierung in diesem Jahr, berichtet Edmund Schulz. "So viel hatten wir sonst nicht", sagt er. 16 Mal sind die Seelower ausgerückt, am Sonnabendmittag auch zur Busverkehrsgesellschaft Märkisch-Oderland. Der Einsatz entpuppte sich aber als Fehlalarm.

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