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Internationaler Opernkurs Oder-Spree mit Festlichen Galaabenden glanzvoll beendet / Grand Prix erhält Stefan Hadzic

Bravorufe für die jungen Spitzenmusiker

International: Anna Miklashevich aus Russland, Mario Filipovic aus Kroatien, Johanna Knauth aus Deutschland, Grand-Prix-Gewinner Stefan Hadžic aus Serbien, Franziska Stoff aus Deutschland, Iryna Shevchuk aus der Ukraine, Ivan Plazacic aus Serbien, Mima Mi
International: Anna Miklashevich aus Russland, Mario Filipovic aus Kroatien, Johanna Knauth aus Deutschland, Grand-Prix-Gewinner Stefan Hadžic aus Serbien, Franziska Stoff aus Deutschland, Iryna Shevchuk aus der Ukraine, Ivan Plazacic aus Serbien, Mima Mi © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 04.08.2013, 19:27 Uhr
Beeskow (MOZ) Am Sonnabend und Sonntag ist mit der Festlichen Operngala in Beeskow und Neuzelle der diesjährige Internationale Opernkurs Oper Oder-Spree glanzvoll zu Ende gegangen. 19 junge Sängerinnen und Sänger aus drei Kontinenten begeisterten ihr Publikum.

Tilman Schladebach von der Burg Beeskow, der mit Walter Ederer von der Stiftung Stift Neuzelle für die Gesamtleitung und Konzeption verantwortlich ist, brachte es auf den Punkt: "Mit Oper Oder-Spree haben wir einen Schatz in unserer Region. Die Völkerverständigung wird hier gelebt. Es sind die Besten, die hier gemeinsam arbeiten, streiten, baden und singen, singen, singen." Davon konnte sich jeder überzeugen, der die Kursteilnehmer in Antonio Vivaldis Oper "Ottone in Villa - Macht oder Liebe", beim Festlichen Liederabend, in der Oper in der Scheune oder als krönenden Abschluss des Festivals zur Festlichen Operngala erlebt hat.

Was die Zuhörer als Genuss erleben, ist das Ergebnis harte Arbeit der Sängerinnen und Sänger an ihrem Repertoire. Sie haben ihre liebsten Stücke von Zuhause mitgebracht, um sie mit Hilfe der kritischen und erfahrenen Gesangsdozenten Snezana Nena Brzakovic, seit 2007 bei Oper Oder-Spree dabei, und dem vor zwei Jahren dazugekommenen Peter Maus zur Vollendung reifen zu lassen. Diese musikalischen Vorlieben von Sängern aus aller Welt stimmen auch größtenteils mit denen des deutschen Publikums überein.

Webers "Freischütz" mit der schelmischen Arie des Ännchens, "Einst träumte meiner sel'gen Base" etwa ist dabei, mit spielerischer Leichtigkeit und schöner Koloratur von Nicole Tschaikin aus Deutschland gesungen, Mozarts "Zauberflöte" mit der Arie des Papageno "Papagena, Papagena", nicht nur gesungen, sondern auch gespielt von Ivan Plazacic, sowie aus der gleichen Oper Sarastros Arie "In diesen heil'gen Hallen", in der Matija Bizjan aus Slowenien, eine große innere Ruhe ausstrahlend, mit seinem besonders in den tiefsten Tiefen schönen Bass beeindruckte.Ebenso zu den beliebtesten Arien zählt Antonín Dvorák "Lied an den Mond" aus "Rusalka". Aiste Pilibaviciute aus Litauen erhielt für ihre verinnerlichte Interpretation viel Applaus. Andere wiederum wurden für besondere Virtuosität mit Bravorufen bedacht, so Johanna Knauth und Anna Retczak aus Deutschland, Mima Millo aus Israel und Natasha Salles aus Brasilien. Die Konzertbesucherin Gisela Krüger aus Beeskow hat richtig erkannt: "Es ist jeder auf seine Art großartig, man kann eigentlich niemanden hervorheben." Sie und Waltraud Mangelsdorf aus Lindenberg sowie Eveline Kampa aus Eisenhüttenstadt lobten die tolle Atmosphäre, die nicht zuletzt durch ein kundiges Publikum zustande kommt.

Auch Peter Maus war glücklich über dieses Abschlusskonzert, denn "alle haben sich gut präsentiert, sahen gut aus, haben gut gesungen und gute Nerven bewiesen". Die guten Nerven waren vor allem für die wichtig, die das erste Mal mit einem Orchester gesungen haben. Aber bei der einfühlsamen Begleitung durch das Preußische Kammerorchester unter Leitung von Frank Zacher konnte nichts schief gehen.

Den Publikumspreis der Stadt Beeskow, überreicht von Bürgermeister Frank Steffen, erhielt Matija Bizjan aus Slowenien, während Friedrich Hesse, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oder-Spree, den Interpretationspreis der Sparkasse Ana Petrovic aus Serbien übergab. Den höchsten Preis, den Grand Prix des Landkreise, erhielt Stefan Hadzic aus Serbien aus den Händen von Landrat Manfred Zalenga.

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