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Junge internationale Freiwillige gestalteten für 24 Mädchen und Jungen der Region erlebnisreiche Wochen

Die etwas anderen Sommerferien

Doris Steinkraus / 06.08.2013, 07:11 Uhr
Trebnitz (MOZ) Zwei Wochen lang haben 13 Freiwillige aus 13 Ländern 24 Kindern der Region tolle Ferientage im Schloss Trebnitz beschert. Zum Abschluss präsentierten sie Gästen und Angehörigen, was entstanden ist und was sie erlebten.

Jacob Schmidtke zeigt Oma und Opa das Gelände und die Tafeln mit den Ergebnissen der Projekte. Der Zwölfjährige aus Neuenhagen bei Berlin war zum ersten Mal bei solch einem Feriencamp dabei. "Es war richtig toll", sagt er. Im vergangenen Jahr hatte er sich bei einem Tag der offenen Tür schon einmal in Trebnitz umgesehen. Als über die Presse von der Möglichkeit berichtete wurde, im Feriencamp mitzumachen, hat er sich angemeldet. Ganz allein, ohne Freunde war er angereist. Und hat es nicht bereut. Kein Wunder, so viel Internationalität erleben Kinder in der Region selten.

Junge Freiwillige aus 13 Ländern, von Bulgarien über Ukraine bis Taiwan hatten sich für das mittlerweile fünfte Camp im Schloss angemeldet. "Unser Camp ist immer als eines der ersten ausgebucht", freut sich Einrichtungsleiter Darius Müller. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen locke die Freiwilligen, vor allem der kreative Aspekt, auf den viel Wert gelegt wird.

Vier Tage, bevor die Ferienkinder anreisten, trafen sich die Freiwilligen, um sich kennenzulernen und ein Programm zu erstellen. "Es hat unheimlich Spaß gemacht zu sehen, mit wie viel Ernsthaftigkeit und zugleich Spaß die jungen Leute das angegangen sind", resümiert Projektleiter Nikolaus Teichmüller.

Bewegung stand ganz obenan in den beiden Ferienwochen. Der Tag begann mit kleinen sportlichen Übungen. Einige der Freiwilligen outeten sich als Fitness-Fans und lockten den Ehrgeiz manches Heranwachsenden. Die Gruppenspiele wie Stratego kamen so gut an bei den Kindern, dass sie sie oft auch am Abend selbst noch einmal durchführten.

Aber auch die künstlerischen Workshops fanden ihre Teilnehmer. "Alle Angebote waren freiwillig", unterstreicht Teichmüller. "Es gab keine festen Zuordnungen, die Kinder konnten für sich selbst entschieden, wo sie mitmachen wollen." Lange zu bitten brauchten sie die Freiwilligen nicht, zumal sie alle auch eigene, vielen hier nicht bekannte Techniken und Fähigkeiten mit in das Beschäftigungsangebot brachten. Es habe sich gezeigt, dass außerschulische Angebote von Leuten, die altersmäßig dichter an den Kindern sind, weitaus besser angenommen werden als von reifen Erwachsenen, so die Beobachtung von Darius Müller. Die große Resonanz auf das Feriencamp - nicht alle Anmeldungen konnten berücksichtigt werden - zeigt, dass man genau den Nerv der Kids trifft.

Dazu gehörten auch die Talentworkshops. Freiwillige und Ferienkinder konnten dabei die Ergebnisse eines ganz großen Talents bewundern. In der Alten Schmiede - im Kaffee zum Glück - sind Zeichnungen von Tomasz Lukasik zu bewundern. Er ist Absolvent einer der schulischen Einrichtungen in Polen, mit denen Schloss Trebnitz das Projekt Glücks-Café umsetzt. Die Bilder können weiterhin in der Alten Schmieder begutachtet werden.

Öffnungszeiten Schülercafé, Alte Schmiede, Sonnabend und Sonntag 14 bis 17 Uhr

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