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Beim "Mediterranen Tag" auf dem Grünen Markt wurden italienische Spezialitäten angeboten

Frankfurt an der Adria

Probierhäppchen: Einen Salat mit marinierten Tomaten und Burrata, mit Sahne gefülltem Mozzarella, hatte Käseverkäufer Benny Hesselink (l.) am Donnerstag vorbereitet. Bernd Janthur, der auf dem Markt seine Imkereiprodukte verkauft, kostete.
Probierhäppchen: Einen Salat mit marinierten Tomaten und Burrata, mit Sahne gefülltem Mozzarella, hatte Käseverkäufer Benny Hesselink (l.) am Donnerstag vorbereitet. Bernd Janthur, der auf dem Markt seine Imkereiprodukte verkauft, kostete. © Foto: MOZ/Inga Dreyer
Inga Dreyer / 09.08.2013, 06:45 Uhr
Frankfurt (MOZ) Bunte Blumensträuße, rote Beeren, gelbe Äpfel: Der Grüne Markt bringt einen Klecks Sommerstimmung in die Stadt. An diesem Donnerstag noch mehr als sonst, denn die Interessengemeinschaft Innenstadt lud zum "Mediterranen Tag".

Auf dem Marktplatz duftet es nach frisch gebackenem Holzofen-Brot. Vor dem Stand mit italienischer Feinkost steht eine Traube von Menschen. "Mama Pasta" erklärt ihren Kunden verschiedene Käsesorten und reicht ihnen Oliven zum Probieren.

Nach zwei Jahren Pause ist die Feinkost-Händlerin wieder auf dem Frankfurter Markt. Um das zu feiern, hat die Interessengemeinschaft Innenstadt (Igis) einen mediterranen Tag ausgerufen. In den zwei Jahren hatte Susanne Walther, wie "Mama Pasta" richtig heißt, es mit einem Laden in Berlin probiert. "Das war nicht meins." Sie wollte zurück auf die Piste. Um drei Uhr morgens musste sie am Donnerstag aufstehen. Das ist anstrengend, aber sie mag das Tempo und den Stress. "Markt hat eine eigene Dramaturgie", sagt sie und lacht.

Nach dem auf dem Charlottenburger Karl-August-Platz ist der Frankfurter ihr zweitliebster Markt überhaupt. "Auch, wenn das immer niemand glauben will: Hier gibt es eine große Ansammlung charmanter, reizender Kunden."

Andrea und Hartmut Driesener haben sich einen Korb zum Testen zusammengestellt: Ciabatta, Oliven und Schinken. Die beiden haben Urlaub und nutzen die freie Zeit, um auf den Markt zu gehen. Ingrid Schütz hat sich ein kleines Fläschchen Olivenöl gekauft. Die 73-Jährige möchte probieren, ob es wirklich besser schmeckt als aus dem Supermarkt. "Man muss sich ja mal was Gutes gönnen."

Auch am Stand von Elfis Käsespezialitäten lockt Mediterranes. Benny Hesselink hat einen Salat aus Tomaten und Burrata, mit Sahne gefülltem Mozzarella, im Angebot. Imker Bernd Janthur vom Stand gegenüber schmeckt es. "Ein bisschen Schärfe zum Schluss. Das ist gut."

Einige Kunden hatten sich unter einem "Mediterranen Tag" jedoch etwas anderes vorgestellt. Stirnrunzelnd steht eine Frau im Sommerkleid vor der italienischen Auslage. "Ich hätte sonstwas erwartet", sagt sie. Die Feinkost sei ihr zu teuer. "Nicht angemessen für Frankfurt."

Viele sehen das anders. Der Absatz stimme, sagt Susanne Walther. Sonst würde sie nicht so weit fahren. Auch Regina Haring von der Interessengemeinschaft Innenstadt (Igis) ist überzeugt, dass die Thementage, die alle vier bis acht Wochen stattfinden, gut angenommen werden. "Die Händler wissen das am Abend, wenn sie in ihre Kasse schauen", sagt sie. Für den Herbst plant die Igis einen Grünen Markt, zum Weltkindertag einen zum Thema "Heide".

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