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Stelle des WAV-Vorsitzenden bleibt vakant

Der Posten, den keiner will

Britta Gallrein / 11.08.2013, 20:39 Uhr
Bernau/Biesenthal (MOZ) Es ist ein Posten, den wohl keiner momentan besonders gerne übernehmen würde. Der Verbandsvorsteher des Wasser- und Abwasserverbandes Panke/Finow (WAV) steht derzeit in der Schusslinie. Die Probleme mit den Altanschließerbeiträgen sind gewaltig, die Bürger sind sauer und sie lassen ihrem Unmut vor allem bei den Dienstagsdemonstrationen freien Lauf. Da bleibt es nicht immer sachlich.

Ursprünglich hatte man sich im Verband darauf geeinigt, dass Biesenthal als das schwächere Mitglied den Verbandsvorsteher stellt und Bernau den Stellvertreter. Biesenthal-Barnims Amtsdirektor Hans-Ulrich Kühne war bislang Vorsitzender, Bernaus Bürgermeister Hubert Handke der Stellvertreter. Kühne ist aus gesundheitlichen Mitte vergangenen Jahres zurück getreten, seitdem ist Handke amtierender Verbandsvorsitzender.

Eigentlich sollte der neue Biesenthaler Amtsdirektor André Nedlin übernehmen, doch bei der jüngste Verbandsversammlung wurde der Tagesordnungspunkt zurück genommen.

Biesenthals Bürgermeister André Stahl: "Es gibt innerhalb des Amtes noch Unstimmigkeiten darüber, ob unser hauptamtlicher Amtsdirektor diese zeitraubende Arbeit übernehmen soll, obwohl nicht alle Gemeinden überhaupt Mitglied im WAV sind. Das müssen wir erst klären."

Von Seiten Bernaus drängt man auf eine Klärung. Der Hauptausschuss gab das Votum ab, dass Handke bei der nächsten Versammlung wieder seinen ursprünglichen Posten als Stellvertreter einnimmt und ein neuer Vorsitzender gefunden wird. Handke betonte jedoch: "Ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, ich drücke mich vor den Dienstagsdemonstrationen."

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Friedrich Lange 13.08.2013 - 19:03:50

Vom "Posten" zur Arbeitsaufgabe

Man kann davon ausgehen das alle wichtigen "hoheitlichen" Aufgaben von den Stadtwerken Bernau ausgeübt werden .Handke als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke ( wo ist er das nicht ) kann beliebig agieren, bedingt auch durch die Stimmenmehrheit von Bernau. Ein ehrenamtlicher Verbandsvorsteher ist demzufolge nur eine Strohpuppe zum Abnicken, wie es auch Kühne war. Die Bürgerinitiative hat demzufolge vorgeschlagen einen Hauptamtlichen Verbandsvorsteher einzusetzen der fachlich kompetent unabhängig von den Stadtwerken ist und den Verband als Behörde mit eigenem Personal führt. Diese Behörde vergibt Dienstleistungsaufträge an Unternehmen nach Ausschreibung und warum sollen die Stadtwerke Bernau davon nicht profitieren? Der gegenwärtige Zustand wo Handke gottähnlich die Puppen tanzen läßt macht einen Verbandsvorsteher überflüssig. Solange wie die Stadtverordneten oder eine Verwaltungsebene ( oh wie einfältig ) merkt das hier die Demokratie mit Füssen getreten wird muss ich damit leben. Von Handkes Selbstgefälligkeit kann man nur angeekelt sein. Übrigends um die Verwaltungsebenen nicht unnötig zu erweitern wäre ein Wasser und Abwasserverband aus den Gebieten Panketal , Bernau und Wandlitz zu empfehlen da je größer das Verbandsgebiet die Aufgaben besser koordiniert werden können und der Verband sich qualifiziertes eigenes unabhängiges Personal leisten kann ( welch ein frommer Wunsch an die Vernuft ).

Dr.-Ing. Frank Valentin 13.08.2013 - 12:44:28

Das ist die Chance!

Endlich können die uns aus NRW übergestülpten überflüssigen Strukturen (der WAZ, da die Arbeit sowieso von den Stadtwerken erledigt wird) abgebaut, Geld für diese nutzlose Verwaltungsebene eingespart und die ebenso nutzlosen, aber bezahlten Bonzen des WAZ-Aufsichtsrates dahin geschickt werden, wo sie Wasser suchen dürfen - in die Wüste.

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