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Safadi-Werbellinsee-Dreikampf wartet trotz schlechten Wetters mit neuem Teilnehmerrekord auf

Tausend kampfstarke Triathleten

Katharina Kaufmann / 13.08.2013, 20:03 Uhr - Aktualisiert 14.08.2013, 12:39
Joachimsthal (Katharina Kaufmann) Der 21. Safadi-Werbellinsee-Triathlon hat seine Daseinsberechtigung eindrucksvoll nachgewiesen. 1061 Starter sorgten für einen neuen Teilnehmerrekord. Dabei galt im vergangenen Jahr die Zukunft des größten Triathlons im Land Brandenburg noch als ungewiss.

Dass es zum 21. Safadi-Werbellinsee-Triathlon, der am Wochenende in Joachimsthal stattfand, einen neuen Teilnehmerrekord geben würde, stand bereits wenige Tage vor den Wettbewerben außer Diskussion. Denn am Donnerstag vergangener Woche waren die ersten freiwilligen Helfer aktiv und bereiteten für genau 851 gemeldete Einzelstarter und Staffeln bis in die späten Abendstunden die Starterbeutel mit allen Wettkampfunterlagen vor. Doch ob sogar die 1000er-Marke geknackt würde, war noch fraglich. Um so erfreulicher war dann am Sonntagabend die Auswertung der endgültigen Zahlen: 1061 Athleten waren in der Summe über alle Distanzen dabei. Und 1040 von ihnen erreichten das Ziel.

Mit einem neuen Teilnehmerrekord ist der 21. Safadi-Werbellinsee-Triathlon erfolgreich über die Bühne gegangen. 1.061 Sportler waren am Start, von denen 1.040 ins Ziel eingelaufen sind. Erstmals fand er an zwei Tagen statt.
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21.Werbellinsee-Triathlon

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Hauptsächlich am Samstag wurden alle Beteiligten auf eine harte Probe gestellt. Zwar herrschte beim fitolino-Kinder-Swim-und-Run-Triathlon noch eitel Sonnenschein. Eine Stunde später aber zogen düstere Wolken auf und ein starker Wind kam auf: Ein schweres Gewitter war scheinbar im Anmarsch. Eine Situation, die es in der Historie des Triathlon am Werbellinsee vor einem Start zum ersten Mal gab und die das Kampfgericht vor eine harte Probe stellte. Was war zu tun? Sollte der Volks-Triathlon abgesagt, verschoben oder durchgezogen werden?

Doch das befürchtete Gewitter blieb aus, und das Kampfgericht entschied in Absprache mit der Polizei und auch aufgrund der zeitlich festgelegten Vollsperrung der Straße, den Wettkampf zu starten und nur wenige Minuten nach hinten zu verschieben. Wäre allerdings das drohende Gewitter über dem See ausgebrochen, hätte der Wettkampf gänzlich gestrichen werden müssen.

Dies war allen Athleten bewusst. Umso erfreulicher die Ruhe der Sportler, die geduldig im Wind stehend, die Entscheidung der Organisatoren abgewartet und die Verschiebung des Starts akzeptiert hatten. Während des Wettkampfes wurden sie mit starkem Wellengang, Regen und reifentiefen Pfützen auf den Straßen konfrontiert. Erst beim Lauf beruhigte sich das Wetter wieder, sodass die Finisher-Medaillen schon wieder im Trockenen umgehangen werden konnten.

Am Sonntag beim Rennen über die Halb- beziehungsweise Olympische Distanz hatten alle mehr Glück mit dem Wetter. Doch gab es auch am zweiten Tag einige Herausforderungen zu bewältigen. Der Werbellinsee war noch so warm, dass nur ohne Neoprenanzug geschwommen werden durfte. Dies bescherte dem einen oder anderen in Verbindung mit dem immer noch starken Wellengang ein besonderes Schwimmerlebnis.

Auch die neu gelegte (verlängerte) Laufstrecke war laut Aussagen vieler Sportler um einiges anspruchsvoller als die alte Streckenführung, die aufgrund der höheren Teilnehmerzahlen so nicht mehr funktionierte.

"Alles in allem waren es aber zwei wunderbare Wettkampftage mit tollen sportlichen Leistungen", so die Veranstalter.

Viele bekannte Namen sind in den Ergebnislisten wiederzufinden. Beispielsweise jener von Steffi Steinberg, die souverän bei den Damen über die Mitteldistanz vor Nancy Nöske siegte. Und das nicht zum ersten Mal. Die ehemalige Eberswalderin hatte bereits 2011 und 2012 auf der Halb-Distanz triumphiert. Aber auch junge Athleten waren dabei. So siegte Normann Fenske bei den Herren bei seinem Debüt über die Mitteldistanz am Werbellinsee. Allen Sportlern, Betreuern, Zuschauern, beteiligten Organisationen, Institutionen und freiwilligen Helfern, wie auch denen, die die Veranstaltung geduldet haben, ist nicht genug zu danken, heißt es von den Veranstaltern.

Petko Beier, der die Fäden der Gesamtleitung in den Händen hielt: "Es war schon sehr toll zu sehen, wie über die Jahre mehr und mehr alles ineinander spielt. Von vielen Sachen habe ich schon teilweise gar nichts mehr mitbekommen. Hier engagieren sich Personen eigenverantwortlich für diese große Sportveranstaltung und tragen damit zu dem Erfolg bei. Ob es unsere Ressortverantwortlichen sind, die schon jahrelang ehrenamtlich dabei sind.

Oder andere, wie zum Beispiel der Geschäftsführer des Tourismusvereins Schorfheide-Chorin, Axel Ritter, der nach den Problemen des letzten Jahres seinerseits den Kontakt gesucht hat, um bei den Anliegern der Radstrecke für Akzeptanz zu werben. Dafür möchte ich den Menschen im Barnim eine regelrechte Liebeserklärung aussprechen - so ist das toll, macht Spaß, und es muss einfach weitergehen."

Alle Ergebnisse unter www.safadi-werbellinsee-triathlon.de

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Matze 15.08.2013 - 10:47:37

Der erste Kommentar von S. Wolf ist mal wieder nach dem St.Florian-Prinzip

Solange es mich persönlich nicht betrifft, stört eine Veranstaltung nicht. Sobald aber ich persönlich betroffen bin, maule ich rum. Die Triathleten haben in der Region sicher auch einiges an Geld ausgegeben. In Roth beispielsweise ist die ganze Region auf den Beinen bei der Challenge. Wer zur Frühschicht musst konnte noch problemlos die Straßen um den Werbellinsee benutzen und wer zur Spätschicht musste auch, denn nach 13:00Uhr waren alle Straßen wieder freigegeben. Und als Tourist stören mich doch solche Sachen eher nicht, denn da habe ich ja genug Zeit und kann mir die Veranstaltung auch selbst anschauen.

MP 14.08.2013 - 22:45:30

Unser Spaß...

... genau, endlich werden die Anwohner von nögelnden, Müll und Hundekot da lassenden, jeden freien Platz zuparkenden und keinen Cent ausgebenden Tagesgästen verschont. Eigentlich könnte jedes Wochenende Triathlon sein. Wobei der Vorschlag für ein zweitägiges Bocciaturnier auch umgesetzt werden könnte.

der J. 14.08.2013 - 18:23:12

Spass und Leid?

Wenn andere Spass haben und sehr gut miteinander feiern, musst Du nicht leiden, mach es doch einfach, feiere mit ihnen mit, dann hast Du auch Spass und Freude. Beim sogenannten Leid ist es auch so: denn " Geteiltes Leid ist halbes Leid "! Das englische Sprichwort heisst aber nicht! " Euer Spass ist anderer Leute Leid ", sondern: "One man`s meat is another man`s poison "!, d.h.: " Des einen Freud` des anderen Leid´! "

S. Wolf 14.08.2013 - 18:08:03

Euer Spaß ist anderer Leute Leid

Leider stellt der Artikel die Veranstaltung nur im rosaroten Licht dar. Dass eine ganze Region unter der vollkommen überzogenen Vollsperrung ALLER Werbellinseestraßen leiden muss, wird nicht erwähnt. Das betrifft Anwohner und Gäste gleichermaßen. Erstaunlich, dass an einem Sommerwochenende überhaupt die Genehmigung dafür erteilt wird, schließlich laufen an der gesperrten Strecke mehrere Bedarfsumleitungen der Ostseeautobahn zusammen. 19 Jahre lang ging es auch ohne Vollsperrung. Was kommt als nächstes, ein zweitägiges Bocciaturnier auf der Eisenbahnbrücke?

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