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Jürgen Polzehl (60) möchte am 22. September wieder zum Bürgermeister gewählt werden

Mit dem Amt in die Rente

Michael Dietrich / 15.08.2013, 07:54 Uhr
Schwedt (MOZ) Am Mittwoch hat Jürgen Polzehl in Criewen und Zützen die ersten Wahlplakate für sich aufgehängt und damit die heiße Phase seines Wahlkampfes gestartet. Der 60-Jährige kandidiert für seine zweite Amtszeit als Bürgermeister. Gelingt es ihm, gegen die bisher einzige Gegenkandidatin Nadine Heckendorn die meisten Wählerstimmen zu erhalten, wird er für weitere acht Jahre zum Stadtoberhaupt gewählt und könnte damit so lange wie sein Vorgänger Peter Schauer das höchste Amt der Stadt bekleiden: 16 Jahre. Oder nach frühestens fünf Jahren direkt in Rente gehen.

Jürgen Polzehl hat den Bonus des Amtsinhabers. Er kann auf viele Erfolge verweisen, die in seiner Amtszeit passierten und bietet sich logischerweise selbst als Fortführer seiner Politik an.

Nationalparkstadt, bunte Stadtfassaden, die sehenswerte Musik- und Kunstschule, die aufgehübschte Uferzone und der Stadtpark - das alles schreibt er sich als erfolgreicher "Stadtgestalter" auf die Fahren, ebenso wirtschaftliche Entwicklung wie den Hafen samt Gleisanschluss. Polzehl will weiterhin der Wegbereiter für die Wirtschaft sein, Impulsgeber, Brückenbauer zwischen den Generationen und Vereinen und derjenige, der Schwedt jung hält, verspricht er in seinem Wahlauftritt. Und er wirbt für sich als bürgernah. Er wäre es gern und hat im Laufe seiner Amtszeit einiges an Lehrgeld zahlen und Kritik einstecken müssen.Gerade das Fehlen von Bürgernähe ist ihm immer wieder angekreidet worden. Nach einem Kieshaufen vor der Rathaustür als Quittung enttäuschter Jugendlicher und der Protestwelle gegen die Waldbadschließung hat Polzehl viele Anstrengungen unternommen, das Image des bloßen Verwalters oder nüchternen Fördermittel-Besorgers abzustreifen.

Jürgen Polzehl ist dank Amtsbonus, seiner regierender SPD im Rücken und wenig spürbarerer Opposition klarer Favorit zur Bürgermeisterwahl. Auch wenn sich mancher Wähler etwas mehr Profil, mehr Traute, mehr Begeisterungsfähigkeit und Volksnähe wünschen würde.

Gegen Gegenkandidatin Nadine Heckendorn, die sich im Streit von den Linken, der zweitstärksten politischen Kraft in Schwedt, getrennt hat, traut man dem Zützener den erneuten Wahlsieg auf jeden Fall zu, alles andere wäre eine Riesen-Überraschung. 2005 erreichte Jürgen Polzehl übrigens 75 Prozent der Wählerstimmen.

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H.M. Krauss 16.08.2013 - 12:37:30

Fakt

Tatsache ist das die nächsten 8 Jahre verdammt hart werden denn da hat der BM kaum noch Fördermillionen zu verteilen aber letzten Ende ist ihm das egal den mit dem Gehalt das er einstreicht und der zu erwartenden Pension kann ihm völlig Schnuppe sein was mit Schwedt passiert. Das regeln so oder so andere. Wiesner/Hermann und noch ein paar Köpfe bestimmen was gemacht wird in der SV Schwedt, Herr Pozehl ist ein sehr netter, freundlicher Herr dem leider die Führungsstärke fehlt die eine halbe Stadt mit ihren besonderen Obliegenheiten wie Schwedt so braucht

wups 16.08.2013 - 08:17:14

Wahl

Um sich nicht auf die geringe Wahlbeteiligung zu berufen, und dann noch meckern, sollten viel mehr zur Wahl gehen. Somit werden diesbezüglich Missverständnisse ausgeräumt.

abo 15.08.2013 - 20:01:12

abo

8 jahre polzehl ertragen??? armes schwedt

Albert 15.08.2013 - 11:21:30

Der ind jede Kamera Dauergrinsende

Er scheint in der Verwaltung niemanden zu stören, so wie schon sein Vorgänger Peter Schauer.

Paolo Piscina Asistente 15.08.2013 - 09:48:08

75%

... bei einer Wahlbeteiligung von weniger als 32% (9.872 Menschen). Freundlich ausgedrückt könnte man meinen, dass der Bürgermeister von 7.217 Menschen von 30.909 Wahlberechtigten gewählt wurde - also durch einen von vier Bürgern das Mandat erhalten hat. In den letzten 8 Jahren konnte man den Eindruck gewinnen, das reicht ihm.

Brötchen 15.08.2013 - 09:06:46

Alles was Herr Polzehl sein will ?

Das war er bisher nicht und wird es auch nie sein. Denn er kann es einfach nicht.

Peter Schmidt 15.08.2013 - 08:48:32

Wahlen?

Lutz Hermann ist egal wer unter ihm Bürgermeister wird...

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