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Gewerbegebiet mit mehr als 600 Mitarbeitern an Bahnnetz angeschlossen / In wenigen Jahren Verbindung mit Ostkreuz

In Blumberg-Rehhahn halten jetzt die Züge

Signal auf Grün: Bürgermeister Wilfried Gehrke und Minister Jörg Vogelsänger (v.l.) geben die Fahrt für den ODEG-Zug in Richtung Berlin frei.Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Signal auf Grün: Bürgermeister Wilfried Gehrke und Minister Jörg Vogelsänger (v.l.) geben die Fahrt für den ODEG-Zug in Richtung Berlin frei.Foto: MOZ/Sergej Scheibe © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Frank-Olav Schröder / 16.08.2013, 20:52 Uhr
Blumberg (fos) Seinen Namen erhielt der neue Haltepunkt bereits 2008 durch die Gemeindevertretung. Am Freitag hielten jetzt auch die ersten Regionalzüge im Gewerbegebiet "Blumberg-Rehhahn". Die Fahrt gab Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger frei.

Mehr als 600 Mitarbeiter sind in den 41 Betrieben des Gewerbegebiets beschäftigt. Für sie sowie für Kunden, Tagungsgäste und Geschäftsreisende steht nun eine zügige Verbindung zur Verfügung - anstelle der oft verstopften B158.

Im Rehhahn hält die ODEG-Linie 25, die Berlin-Lichtenberg und Werneuchen verbindet. Der Haltepunkt, so Vogelsänger, werde noch an Bedeutung gewinnen, wenn die Züge bis zum Berliner Ostkreuz fahren. Um das Jahr 2016 soll es so weit sein, so Hans Leister vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg.

"Das Gewerbegebiet entwickelt sich hervorragend", nannte Vogelsänger eine entscheidende Voraussetzung für den Bau des Haltepunkts - sprich: es gibt genügend potenzielle Fahrgäste. Den Nachweis hierfür hatten örtliche Unternehmer erbracht. Unter Federführung von Hartwig Schultz vom Hotel Berliner Tor "Am Rehhahn" haben sie 2005 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Der kleine Bahnhof würde der Bahn durch neue Fahrgäste jährliche Zusatzerlöse zwischen 29100 und 64300 Euro bringen. Arnulf Schuchmann von der ODEG-Geschäftsführung kann diese Prognose heute bekräftigen: "Die Strecke wird sehr gut angenommen und unterwegs gibt es immer mehr Ein- und Aussteiger."

Die Unternehmer in dem Gewerbegebiet hätten die Verantwortlichen immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig der Haltepunkt sei, hob Ahrensfeldes Bürgermeister Wilfried Gehrke hervor. Nicht weniger wichtig sei die Weitsichtigkeit der früheren Gemeinde Blumberg, die bereits in den 90er-Jahren den Standort für den Halt eingeplant habe.

Allerdings vergingen noch etliche Jahre, bis in Blumberg-Rehhahn die Züge halten können. Das Betreibermodell stand zur Disposition, der Grunderwerb wurde verhandelt. Viele Gespräche zwischen Ministern sowie den Spitzen der DB AG und der DB Netz AG standen an.

Heute ist Wolfgang Möller (Möller Druck und Verlag GmbH) froh, dass der Rehhahn die Station hat: "Bei Wind und Wetter sind viele Mitarbeiter von Ahrensfelde durch den Wald gelaufen. Das ist zum Glück vorbei."

Bauherr des 290000 Euro teuren Haltepunktes ist die DB AB. Die Gemeinde errichtete den Vorplatz mit acht Pkw- und 20 überdachten Fahrradstellplätzen für 200000 Euro. Der Unterstand wird noch aufgestellt. Das Land fördert Haltepunkt und Vorplatz mit insgesamt 380000 Euro.

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