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Hunderte Besucher von nah und fern kamen beim Tag der offenen Depot-Tür auf ihre Kosten

Paparazzi am Gleisbett

Irina Voigt und Uwe Spranger / 19.08.2013, 07:45 Uhr
Strausberg (MOZ) Dutzende Fotografen standen an der Strecke zwischen Lustgarten und Hegermühle, um von der pendelnden Traditionsbahn einen Schnappschuss zu schießen. "Bahnfotografie ist ein ganz besonderes Hobby", sagten Klaus Wantier aus Hannover und Philip Grießmeier aus Wittenberg. Sie waren eigens zum Tag der offenen Tür der Strausberger Eisenbahn angereist, um dabei zu sein. "Wir haben hier Prototypen auf der Schiene, die sonst nirgendwo fahren", freute sich Straßenbahn-Betriebsleiter Uwe Kunath über den nicht nachlassenden Andrang der Besucher bis in die späten Nachmittagsstunden.

Schon zur Eröffnung war es rappelvoll im und am Depot. Allein die erste Führung hatte fast 100 Teilnehmer. Die Gäste kamen auch von weither. Klaus Giesen war zum Beispiel eigens aus Bottrop (NRW) angereist. "Bei uns sind die Bahnen ja in den 60er- und 70er-Jahren alle verschwunden, hier am Rand von Berlin gibt es gleich mehrere", sagte er.

Unter den Besuchern war auch der frühere Betriebsleiter der Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn Reinhold Schröter, der mittlerweile bei der Stuttgarter Straßenbahn eine leitende Funktion innehat. "Wetter gut, Besucherzahl gut, alles gut", resümierte er. "Die Bahn hat es auch verdient", fand er.

Guten Zuspruch fand das Bahn-Buch von Ivo Köhler und mehreren Mitstreitern. Am Vormittag hatten die "Macher" es vorgestellt und darauf verwiesen, dass es nicht nur ein technisches Buch sei, sondern auch Leute zu Wort kommen, die bei der STE gearbeitet oder mit ihr zu tun hatten. So sei ein umfassendes Gesamtbild dieses 120-jährigen Betriebes entstanden, sagt Verleger Matthias Hiller. Aber auch die anderen Bücher am Stand der Märkischen Oderzeitung - wie der neueste Einst-und-Jetzt-Band über Unternehmen in Ostbrandenburg - fanden ihre Abnehmer.

Wer selbst mit der Straßenbahn unterwegs war, sah auch, dass die Wartehalle Schlagmühle schon eingerüstet ist - später soll die in Hegermühle folgen. Mehr als 110 000 Euro werden investiert, die Hälfte gibt der Landkreis dazu. Alle hoffen, dass der Zustand nun lange so bleibt und Schmierfinken sich zurückhalten. Die Wartehalle in der Landhausstraße Halle präsentiert sich schon in Grün und Beige - wie bei ihrer Inbetriebnahme 1913. Die Farben seien bei Untersuchungen zutage getreten, die vor der Sanierung des Denkmals angestellt wurden, so Uwe Kunath. Firmen aus der Region - Dafak, Modäne, Ehrlich Holzbau, Maler Trafara, Iven Clean und Planer Trenczek - hatten seit Juni an dem Objekt gewirkt. Eine Schautafel innen gibt einen kleinen Einblick in die Straßenbahngeschichte.

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