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Bauausschuss empfiehlt Aufstellung von Verbotsschildern und Sperren aus Baumstämmen

Grenzen für wildes Parken und Campen

Brigitte Horn / 23.08.2013, 19:10 Uhr
Biesenthal (MOZ) Wenn das Thermometer mehr als 30 Grad Celsius anzeigt, sind die kühlen Plätze am See besonders begehrt, so auch am Kleinen und Großen Wukensee in Biesenthal. Aber das wilde Parken im Wald, um schnell ans Wasser zu kommen, will der Biesenthaler Bauausschuss nicht dulden.

An der Akazienallee und der Uhlandstraße wurde an den heißen Tagen Parksünder zuhauf gesichtet. "Sie fahren mit ihren Autos direkt in den Wald hinein, wo die heißen Motoren und Auspuffanlagen leicht den trockenen Waldboden entzünden können", umriss Andreas Jahn, Vorsitzender des Biesenthaler Bauausschusses, das Problem. Er schlug vor, große Baumstämme, versehen mit Reflektoren, entlang der Straßenränder hinzulegen, um so das Befahren des Waldes zu verhindern. Mit dem wilden Campen, zum Beispiel am Kleinen Wukensee, machte Bauausschussmitglied Anne Schulz auf ein weiteres Problem aufmerksam.

Letzteres werde man nicht komplett unterbinden können, hieß es im Ausschuss. Man habe mit der zuständigen Försterin gesprochen. Die hatte mitgeteilt, dass es rechtlich zulässig sei, wenn Campingfahrzeuge einen Tag im Wald stehen, wenn der Eigentümer es erlaubt. Was allerdings nicht sein könne, dass sie dazu quer durch den Wald fahren.

Das Platzieren von Stämmen als Absperrung wurde im Ausschuss zum Teil auch kritisch gesehen. Zum einen müssten es riesige Bäume sein, damit sie nicht einfach beiseite geschoben werden, gab Peter Gramann, als sachkundiger Einwohner Mitglied im Bauausschuss, zu bedenken. Andererseits sei es schade, für diesen Zweck extra Bäume zu fällen. Am Ende waren vier Ausschussmitglieder für die Baumstämme, einer war dagegen und zwei enthielten sich der Stimme.

Zusätzlich sollten aber auch Schranken installiert oder Schilder aufgestellt werden. Die Idee mit den Schranken wurde wieder verworfen, weil im Wald nicht mehr erlaubt, so Jörk Bull. Bleiben Parkverbotsschilder. Dafür plädierten Bull und Uwe Bruchmann, der darauf verwies, dass sich diese bereits in den Wukuhlen bewährt hätten. Er habe nichts dagegen, wenn eine junge Familie mit dem Fahrrad zum See fahre. Doch für Autofahrer müsse ein konsequentes Parkverbot gelten. Dabei seien auch die Belange der Anlieger zu beachten, so ein Hinweis. Der wurde jedoch entkräftet. Die Grundstücke in dem Bereich seien groß genug, so dass die Fahrzeuge nicht auf der Straße stehen müssten. Dazu wurde im Ausschuss auch darauf aufmerksam gemacht, dass die Schilder allein nichts nützen, sondern dass auch durch das Ordnungsamt die erforderlichen Kontrollen erfolgen müssen, so Bruchmann. Die sei besonders auch an den Wochenenden wichtig. Dem folgte der Ausschuss mehrheitlich. Mit vier Ja-, einer Gegenstimme und einer Stimmenthaltung wurde die Empfehlung bestätigt, zusätzlich zu den Stämmen an Uhlandstraße und Akazienallee Parkverbotsschilder aufzustellen. Weil der Bauausschuss selbst keine verbindlichen Beschlüsse fassen kann, müssen dazu noch der Hauptausschuss oder die Stadtverordnetenversammlung entscheiden.

Besprochen wurde im Ausschuss auch, dass der Wanderweg an der Badestelle des Kleinen Wukensees ausgespült werde, worauf Heike Müller hingewiesen hatte. Darum, so war man sich im Ausschuss einig, soll sich der Wegemeister des Landkreises kümmern.

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