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Kerstin Kaiser zur Freistellung der Kita-Leiterinnen

Verantwortung der Kommune angemahnt

Detlef Klementz / 27.08.2013, 07:00 Uhr
Strausberg (MOZ) In die öffentliche Debatte zur Freistellung der Kita-Leiterinnen hat sich nun auch die Strausberger Landtagsabgeordnete Kerstin Kaiser (Linke) eingeschaltet. In einem offenen Brief an die Stadtverordneten und Bürgermeisterin Elke Stadeler appelliert sie unter anderem an die Verantwortung der Kommune. Der Personalschlüssel für die entsprechende Betreuung im Land müsse dringend verbessert werden. Die von Landesregierung auf Drängen ihrer Partei ab 2010 eingeleiteten Verbesserungen nannte sie "nur ein Tropfen auf den heißen Stein". Weitere Schritte seien mit der SPD aber nicht möglich gewesen. Kerstin Kaiser hofft, dass eine künftige Landesregierung von den Wählern den klaren Auftrag zur besseren Personalausstattung in Kitas und Horten bekommt.

Als "ermutigend" wertet siedas entsprechende Signal aus dem Bildungsausschuss, der sich zugleich aber gegen mehr Freistunden für die Kita-Leiterinnen in Strausberg ausgesprochen hatte. Auch der Brief der Bürgermeisterin an die Landesregierung könne helfen. "Andauernder politischer Druck seitens der kommunalen Träger" könne etwas bewegen, findet Kerstin Kaiser. Während Landräte und Oberbürgermeister in dem Zusammenhang sogar vor dem Verfassungsgericht gegen die Landesregierung geklagt hätten, weil die Landeszuweisung für die Verbesserungen des Kita-Schlüssels ihrer Meinung nach falsch berechnet war, habe sie "vom Städte- und Gemeindebund - dem Arbeitsgremium der Bürgermeister - da lange nichts gehört".

Die Kita-Leiterinnen aus der regulären Gruppenbetreuung herauszunehmen, sei eine "völlig berechtigte Uralt-Forderung". Im Notfall würden sie selbstverständlich weiter Gruppen begleiten. In Strausberg sei diese Debatte "auf halbem Wege stecken geblieben". Dabei hätten Nachfragen in Fredersdorf-Vogelsdorf und Petershagen-Eggersdorf genügt. Dort seien die Leiterinnen längst freigestellt und die entsprechenden Beschlüsse weder angefochten noch beklagt worden. Dort sei erkannt, dass die Leiterinnen "in ihrer Arbeitszeit ganz überwiegend pädagogische Arbeit leisten", zitiert Kerstin Kaiser aus der Begründung für den Beschluss der Gemeindevertretung Fredersdorf-Vogelsdorf.

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Thomas Krieger 28.08.2013 - 08:20:41

Die Botschaft höre ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube

Lieber Strausberger Bürger, wenn in Potsdam etwas erreicht wird, ist es laut Aussage aller LINKEN-Landtagsabgeordneten ein Verdienst der LINKE. Wenn etwas nicht geht, ist angeblich die SPD schuld. Die gleichen Worte hören wir hier in Fredersdorf-Vogelsdorf, wenn das Thema auf die seit Jahren versprochene Sanierung der L30 in unserer Ortslage kommt. Wenn Sie dieser Propaganda glauben, mögen sie damit selig werden. Ich glaube, dass die LINKE sich schlichtweg vor der Verantwortung wegduckt und versucht, Opposition in der Regierung zu spielen.

Strausberger Bürger 28.08.2013 - 02:35:46

Ob Herr Krieger Probleme beim verstehenden Lesen hat?

Hier nochmal die Kernsätze des Artikels für oben benannten Kommentator: "...Die von Landesregierung auf Drängen ihrer Partei ab 2010 eingeleiteten Verbesserungen nannte sie "nur ein Tropfen auf den heißen Stein". Weitere Schritte seien mit der SPD aber nicht möglich gewesen. ..."

Thomas Krieger 27.08.2013 - 15:31:03

Hat die LINKE in der Potsdamer Koalition nichts zu sagen?

Hört man Frau Kaiser, müsste man denken, die LINKE sitzt in Potsdam in der Opposition. Durchsetzung der eigenen Positionen in der Landesregierung, die man ja bekanntlich mit bildet - offenbar Fehlanzeige.

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