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Frist für Hartz-IV-Empfänger bis Freitag verlängert

Stromsperre vorerst abgewendet

BHORN / 28.08.2013, 20:57 Uhr
Biesenthal (MOZ) Lars Kallies und sein Lebensgefährte haben es nicht einfach. Sie sind Hartz-IV-Empfänger und müssen zusammen mit 540 Euro im Monat auskommen. Dazu kam jetzt zu allem Ungemach noch eine unbezahlte Rechnung vom Energieversorger. 257 Euro waren noch offen von der Jahresendabrechnung 2012. Mit Mahngebühren stieg dies auf 270 Euro. Weil sie äußerst knapp mit allem sind, baten sie im Job-Center um einen Kredit dafür. Mit dem Bescheid darüber hätten sie die für heute angedrohte Stromabschaltung verhindern können. Doch Lars Kallies hat Lungenprobleme und braucht für sein Inhalationsgerät Strom. Dazu ließ der Bescheid vom Job-Center auf den Antrag vor mehr als drei Wochen auf sich warten, so dass der Biesenthaler richtig in die Klemme geriet. Die MOZ hakte nach. Erst sollte der Bescheid am Sonnabend im Kasten sein. Das klappte aber nicht, so dass Lars Kallies schon die Stromabschaltung befürchtete. Ein weiteres Nachfragen beim Job-Center führte dann zum Bescheid, der am Dienstag eintraf. Doch der versprach nicht den gewünschten Kredit, so dass die Biesenthaler jetzt neu mit dem Stromversorger verhandeln mussten. Der gewährte noch Aufschub bis zum Freitag. "Jetzt müssen wir bis dahin die 270 Euro bezahlen", sagt Kallies resignierend. Dazu komme ja noch ein Mietzuschlag von 50 Euro. Weitere 50 Euro gehen für einen Kredit für einen Herd ab und außerdem kommt noch der monatliche Abschlag für den Strom in Höhe von 110 Euro dazu. Das sei für eine 65-Quadratmeterwohnung natürlich ziemlich viel, so Kallies, der sich nicht größerer Stromfresser in der Wohnung bewusst ist. Die Biesenthaler wollen sich jetzt aber an die Verbraucherberatung wenden, um die Situation zu verbessern.

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