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Schüler der Oberschule Bertolt Brecht versuchten sich eine Woche in Trebnitz als Künstler

Spukgeschichten aus dem Schloss

Künstler unter sich: Mario, Nick, David und Eric (v.l.) vor einem Baum aus Styropor, an dem ihre Schauer-Fotos hängen.
Künstler unter sich: Mario, Nick, David und Eric (v.l.) vor einem Baum aus Styropor, an dem ihre Schauer-Fotos hängen. © Foto: MOZ
Marco Marschall / 31.08.2013, 07:43 Uhr
Trebnitz (MOZ) Einen dicken Applaus hatte es für die Schüler der Klasse 7a der Seelower Oberschule schon vorab gegeben. Eine knappe Woche lang durften die sich im Schloss Trebnitz künstlerisch austoben. Am Donnerstag wurden die Ergebnisse vorgestellt. "Seien sie stolz auf ihre Kinder", rief Projektkoordinatorin Viola Krüger den Eltern zu und lobte auch die Zusammenarbeit mit den Klassenleitern. Gefördert wurde die bunte Klassenfahrt aus Mitteln des europäischen Sozialfonds. Vier Künstler nahmen die Schüler an die Hand. Diese wiederum führten nun die Gäste durch vier Räume im Obergeschoss. Erster Stopp: Eine Wand mit Steckbriefen der Teilnehmer.

Weiter ging es zu einer dreidimensionalen Foto-Geschichte. Entlang der Bilder, die mit Sprechblasen versehen waren, tauchten die Besucher ein in ein schauriges Erlebnis zweier Jungs, die von verstrahltem Wasser trinken und sich schließlich in Zombies verwandeln. Die Skulpturen, an denen die Bilder an einer Leine aufgereiht hingen, waren abstrakte Bäume, so dass für die Gäste selbst der Eindruck entstand, durch einen Wald zu laufen.

Eine Spukgeschichte hatte sich auch die zweite Gruppe aus fünf Schülerinnen ausgedacht und diese in einen vierminütigen Film verpackt. Titel: "The Girl in the Mirror" (Das Mädchen im Spiegel). Ganz so einfach war das nicht, wie sie dem Publikum berichteten. Storyboard, Dreh, Filmschnitt mit Einbau von Spezialeffekten und Vertonung - ein aufwendiges Projekt.

Gruppe drei durfte Selbstporträts fertigen. Dazu lehnten sich die vier Maler auf der Matratze liegend über einen Spiegel und pausten ihre Gesichter auf Pergament. Die vierte Gruppe ließ es musikalisch angehen. Zwei Lieder studierten sie an Keyboard, Gitarre und vier Percussion-Instrumenten ein, was im Publikum sogar zu Zugabe-Rufen führte."Alle Gruppen haben mich sehr begeistert", sagte Kunstlehrerin und stellvertretende Schulleiterin Brigitte Clement abschließend. Sie hoffe, dass die Schüler eines gelernt hätten: Dass Kunst etwas Wunderschönes ist, aber auch Arbeit bedeutet.

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