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Krampf & Kampf zum Debüt

Aus den Fluten: Die Zeitspanne beim Schwimmen betrug zehn Minuten zwischen dem Schnellsten und dem Langsamsten. Thomas Hürkamp (links) kam nach 11:22 Minuten raus. Er legte dann die sechstbeste Zeit auf dem Rad hin, wurde Gesamt-14.
Aus den Fluten: Die Zeitspanne beim Schwimmen betrug zehn Minuten zwischen dem Schnellsten und dem Langsamsten. Thomas Hürkamp (links) kam nach 11:22 Minuten raus. Er legte dann die sechstbeste Zeit auf dem Rad hin, wurde Gesamt-14. © Foto: MZV
Matthias Haack / 01.09.2013, 20:40 Uhr - Aktualisiert 02.09.2013, 17:30
Bantikow (MZV) 57 Einzelstarter, 19 Staffeln - also mehr als einhundert Starter - der Bantikower Triathlon ist seinen Kinderschuhen nicht erst seit vorigen Sonnabend entwachsen. Er bleibt eine willkommene Adresse für Amateure und solche, die es waren oder noch werden wollen.

Mehr als einhundert Starter beim 9. Bantikower Triathlon
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Bantikower Triathlon, Schwimmen

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An der neunten Auflage nahmen Triathleten aus vielen Ländern teil: Ein Israeli, ein Schweizer, einer aus Chicago - "die verbinden das mit dem Urlaub in Deutschland", freut sich Conrad Freuling. Er zählt zu den Volleyballern des SV Wusterhausen, die vor acht Jahren erstmals zum Jedermann-Triathlon gerufen hatten. Ohne groß in die Werbung zu gehen, ist ihr Wettkampf überregional bekannt und beliebt.

Mehr als einhundert Starter beim Triathlon in Bantikow
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Bantikower Triathlon, Laufen und im Ziel

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Am Sonnabend applaudierten die Zuschauer wieder dem Ersten (Peter Schwenzer ) sowie der Letzten (Susi Geitz aus Wulkow) im Ziel kräftig zu. Schwenzer reichte die schnellste Schwimmzeit (jeweils Zweiter auf dem Rad und beim Lauf), um einen Vorsprung von 83 Sekunden (1:06:00 Stunden) durchzubekommen. Zweiter wurde Sven Weidner (1:07:23), Dritter Nick Mertens (1:11:50) - beide aus Berlin. Weitere Ergebnisse stehen auf www.triathlon-bantikow.de.

Ein Höllentempo auf dem Rad vermutete Andreas Lösecke aus Neuruppin, weil er seinen Sohn, der mit eineinhalb Minuten Vorsprung aus dem Wasser gekommen war, partout nicht einholte. "Ich bin selbst mit 40, 42 gerast." Tom sah er nicht. Erst später klärte sich der Irrtum auf: Der 15-Jährige hatte sich nicht wie abgesprochen ein grüne Jacke zum Radfahren übergezogen, sondern den schwarzen Neoprenanzug angelassen, "weil ich so aufgeheizt war". Sein Vater düste auf den ersten Kilometern an ihm vorbei, "auf mein Rufen reagierte er nicht" und am Hinterrad kleben bleiben, wie der familiäre Plan es vorsah, schien wegen der hohen väterlichen Tretfrequenz ausgeschlossen. Im Ziel zeigte sich Tom "sehr stolz", denn für Tom Craemer war es nach einem kleineren Wettkampf in Berlin erst der zweite Triathlon.

47 Jahre alt wurde Bertram Allert aus Neuruppin, um seine Premiere in dieser schwierigen Sportart hinzulegen. "Aber irgendwann muss mal anfangen", stahlte er im Ziel. "Mein Nachbar (Heiko Höffler) hatte mich animiert, so was mitzumachen. Ich habe ein paar Mal geübt (ein halbes Jahr), heute sind es um die 1:30 Stunde. Damit bin ich sehr zufrieden." Allert kommt aus dem Fußballbereich. Als seine Paradedisziplin schätzt er das Radfahren ein, "Schwimmen ist schwierig und Laufen besonders anstrengend. Schön ist es, wenn man angekommen ist. Man ist wirklich fertig." Knackpunkt waren am Sonnabend die ersten zwei Kilometer nach dem Absteigen vom Rad, "da bekam ich Krämpfe in den Waden. Ein bisschen Zeit benötigt man schon, um wieder in Tritt zu kommen."

Dass Conrad Freuling teilnehmen würde, war klar. Aber dann doch wieder nicht. Der Mitinitiator des Wettkampfes wohnt in Stralsund, übergab die Organisation bereits an seine Teammitglieder vom SV Wusterhausen. "Ich sah dann", so Freuling, "dass alles prächtig vorbereitet war, also konnte ich starten." Für ihn gehe es nicht mehr um den Angriff auf die Top-Zehn. Daher nahm er seine Panne schmunzelnd hin: Er hatte vergessen, den Radlenker nach dem Auspacken aus dem Pkw zu fixieren. Nach wenigen Metern auf der Strecke musste er zur Wechselzone zurück, um mit Werkzeug die Schrauben anzuziehen.

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Auspacken Peter Schwenzer Einzelstarter Bertram Allert Leichtathletik

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