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Heimatverein Neuhardenberg holte zum Tag des offenen Denkmals Sonderpostamt in den Ort

Befreiungskriege 1813 auf der Briefmarke

Sonderpostamt: Ralf Tiede und Yvonne Deinert von der Post, Mario Eska, Otto Laakmann aus Moers, Vereinschef Dietmar Zimmermann und Petra Stadler aus Seelow decken sich ein.
Sonderpostamt: Ralf Tiede und Yvonne Deinert von der Post, Mario Eska, Otto Laakmann aus Moers, Vereinschef Dietmar Zimmermann und Petra Stadler aus Seelow decken sich ein. © Foto: Doris Steinkraus MOZ
Doris Steinkraus / 08.09.2013, 17:14 Uhr
Neuhardenberg (dos) Diese Briefmarke ist etwas Besonderes: Nur 100 Exemplare hat der Heimatverein Neuhardenberg drucken lassen. Sie zeigt den unteren Teil des Mosaik-Wandbildes von Gerhard Goßmann. Man muss genau hinsehen, um einen geschichtlichen Zusammenhang zu erkennen. Auf einer Trommel, die zertrümmert wird, steht ein N - für Napoleon. Es geht um die Befreiungskriege vor 200 Jahren. Um die dreht sich in Neuhardenberg alles an diesem Sonntag, dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals.

In diesem Jahr standen unbequeme Denkmal im Mittelpunkt. Die Befreiungskriege liefern einige. In der Neuhardenberger Kirche hängen zwei Tafeln zur Erinnerung an die Toten des Ortes in diesen Kriegen. Der erste Gefallene war übrigens ein Carl Marx aus Quilitz. Schinkel entwarf für diesen Krieg das Eiserne Kreuz, als Ehrung für die "Helden". Es steht über den Tafeln.

"Viele wissen es nicht, aber für jeden Krieg gab es neue Eiserne Kreuze", erklärt Dietmar Zimmermann, Vorsitzender des Heimatverein. Der Verein hat eine kleine Ausstellung in der Alten Schule zusammengetragen. Sie erzählt von der Geschichte und regionalen Zusammenhängen. Auf deren Spuren hatten sich an diesem Tag deutsche und polnische Geschichtsinteressierte begeben. Sie startete in Friedersdorf. Staatskanzler Hardenberg setzte einst Friedrich-Ludwig-August von der Marwitz in der Festung Spandau fest. Er hatte sich gegen die vom Staatskanzler verfügte Aufhebung der Erbuntertänigkeit der Bauern aufgelehnt. Er wurde bald wieder freigesetzt, später befördert und mit Ehrungen bedacht. Sowohl Marwitz als auch Hardenberg waren Träger des Eisernen Kreuzes.

Nach Friedersdorf, dem Schweizerhaus Seelow und dem Museum Platkow schloss sich der Kreis für die Exursionsteilnehmer in Neuhardenberg. Der Heimatverein nutzte sein Bollenfüßlerfest, um den Besuchern auch Geschichte zu vermitteln.

So mancher Gast stoppte am Sonderpostamt, das der Verein nach zwei Jahren Pause wieder in den Ort holen konnte. Dank der Kooperation mit größeren Abnehmern von Briefmarken, wie Zimmermann erklärte. Denn ein Sonderpostamt ist nicht ganz billig. Vom Veranstalter muss ein bestimmter Umsatz garantiert werden. Neben der Sondermarke des Vereins gab es Ganztagssachen und manch andere philatelistische Rarität.

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