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Weihnachtliche Spende für Verein Brot und Hoffnung / Neuer Transporter ersehnt

Reich gedeckter Gabentisch

Boris Kruse / 15.12.2011, 05:24 Uhr
Eberswalde (MOZ) Für den Verein Brot und Hoffnung war der Gabentisch bereits vor dem Weihnachtsfest reich gedeckt: Eine Spende von 2000 Euro hat die Firma Thimm Verpackung dem Betreiber der Suppenküche überreicht. Diese Summe soll den Grundstock für die Anschaffung eines neuen Lieferwagens bilden.

Die Bescherung hat in diesem Jahr bereits zehn Tage vor dem Heiligen Abend stattgefunden. Jedenfalls für Helfer und Nutzer der Eberswalder Suppenküche, die in der Eisenbahnstraße vom Verein Brot und Hoffnung betrieben wird. Mit einer ansehnlichen Finanzspritze hat der Eberswalder Verpackungsspezialist Thimm dem chronisch unter Finanzsorgen leidenden Verein unter die Arme gegriffen.

Herma Schulz, die Leiterin der Suppenküche, ist hocherfreut über dieses Geschenk - und weiß auch schon einen Verwendungszweck: "Wir brauchen dringend einen neuen Transporter, und das sind die ersten 2000 Euro dafür." Insgesamt muss der Verein einen Eigenanteil von 10 000 Euro für eine Fahrzeug-Neuanschaffung aufbringen. Mit dem Fahrzeug sollen die Zutaten für die ausgegebenen Speisen transportiert werden. Der derzeitige Transporter ist längst in die Jahre gekommen und wird im Unterhalt immer teurer, klagt Herma Schulz.

Den Scheck überreichte der Eberswalder Thimm-Geschäftsführer Jens Ebert. Die Produktionshalle in der Angermünder Straße ist nur einer von sechs Standorten in Deutschland, an denen die Unternehmensgruppe Thimm Verpackungen aus Wellpappe fertigt. In der Vergangenheit haben die Verpackungsspezialisten in der Weihnachtszeit stets einen stolzen Betrag in Präsente zur Pflege der geschäftlichen Beziehungen investiert.

Doch irgendwann kam der Gedanke auf, dieses Geld stattdessen für karitative Zwecke zu nutzen. Im vergangenen Jahr spendete der Betrieb erstmalig, und zwar für das Eberswalder Hospiz. Jetzt ist also die Suppenküche dran. "Wir wollen einen unmittelbaren Bezug zur Stadt haben", begründet Jens Ebert die Wahl. Beim Rundgang über den Suppenküchenhof in der Eisenbahnstraße 84 zeigte der Firmenleiter sich beeindruckt von der engagierten Arbeit, die dort mit geringen Ressourcen erbracht wird: "Es ist ein besonders schwieriges Geschäft, wenn man sich über Spenden finanziert."

Weil es noch ein weiter Weg bis zur Beschaffung der für einen Transporter benötigten 10 000 Euro ist, hoffen Herma Schulz und ihre Mitstreiter jetzt auf weitere Zuwendungen. "Wir haben laufende Kosten zu bestreiten wie jeder andere Betrieb auch." Eine weitere Baustelle, an der die Suppenküche laboriert, ist die ersehnte Verstetigung der Arbeit des Vereinsvorstands. "Alle Vorstandsmitglieder machen ihre Arbeit ehrenamtlich. Es ist manchmal schwierig, vor wichtigen Entscheidungen alle rechtzeitig zu erreichen."

Bereits am Vortag hat der Verein Weihnachten gefeiert. Dazu kamen viele regelmäßige Besucher mit ihren Kindern, um bei Kaffee und Kuchen einer Darbietung der Kruger Spatzen zu lauschen und sich zu unterhalten.

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