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Bad Freienwalde Tourismus GmbH Gastgeber des Gesundsheitstages / Vielfältige Angebote von Alternativ- und Schulmedizin

Optikerin überprüft Zusammenspiel der Augen

Steffen Göttmann / 23.09.2013, 08:10 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Von der Akupunktur bis zur Zahngesundheit reichte das Spektrum des Brandenburgischen Gesundheitstages am 21. September im Kurmittelhaus. Die Besucher konnten sich informieren, Vorträge anhören und sich auch an Mitmach-Aktionen beteiligen.

"Wir zeigen die Angebote unseres Kurmittelhauses und informieren, was es darüber hinaus an Gesundheitsangeboten in der Region gibt", sagte Jens Lüdecke, Geschäftsführer der Bad Freienwalde Tourismus GmbH. Weil sich schon kurz nach Beginn viele Besucher in den Gängen des Hauses drängten, zeigte sich Lüdecke von der Resonanz hoch erfreut. "Trotzdem wollen wir nicht mehr machen, um die familiäre Atmosphäre zu erhalten", fügte er hinzu.

Nach der erfolgreichen Blutspendeaktion in der Tourist-Information, fragte Mitarbeiterin Beate Podlich bei der Blutspendezentrale Nord/Ost des DRK an. Die schickte gleich einen Blutspende-Bus nach Bad Freienwalde, der auf dem Parkplatz des Kurmittelhauses stand. Viele Blutspender, darunter auch Bad Freienwaldes Bürgermeister Ralf Lehmann (parteilos), spendeten ihren Lebenssaft gegen einen Imbissbeutel. Die beiden Krankenschwestern Cindy Habermann und Ursula Pichota sowie Teamassistent Gordon Gürtler hatten auf engen Raum alle Hände voll zu tun, um vier Patienten betreuen. So viele haben gleichzeitig Platz im Bus.

Im Haus selber erwarteten die Besucher in jeden Zimmer zwei Anbieter. Viele Menschen informierten sich über die Alternativen zur Schulmedizin. Wie Blutegel therapeutisch eingesetzt werden können, darüber berichtete die promovierte Naturwissenschaftlerin Magdalena Westendorff aus Tornow bei Eberswalde. Während des Saugens spritzt der Egel ein Sekret in die Wunde, das 30 Substanzen enthält, denen eine heilsame Wirkung nachgesagt wird, ist dem Faltblatt zu entnehmen, das die Tornowerin verteilt.

Bei der Heilpraktikerin Silvana Stechbarth wollte viele wissen, ob sie ihre Schmerzen mit Akupunktur lindern können. "Schmerztherapie mit Akupunktur sieht man eben häufig im Fernsehen", sagt Silvana Stechbarth, die in Wriezen praktiziert. "Die Chinesen wenden dabei nur in fünf Prozent dieser Fälle Akupunktur an, sondern nutzen eher Kräuter", sagte die Heilpraktikerin. Auch sie arbeite lieber mit Kräutern.

Von der schwebenden Jungfrau aus dem Fernsehen hält Janine Thieke von der Hypnosepraxis "Avolun" in Schiffmühle nicht viel. Für solche Spiele stellt sie sich nicht zur Verfügung. Wer sich jedoch das Rauchen abgewöhnen will oder unter panischer Angst vor Zahnärzten leide, lerne von ihr Techniken, um sich selbst in Hypnose zu versetzen und damit diese Ängste zu überwinden.

Gleich nebenan zeigte Manuela Düntzsch, Augenoptikermeisterin und Sehtrainerin aus Wriezen, Übungen rund ums Sehen. Dabei galt es die zum Beispiel "Fusion", das Zusammenspiel beider Augen zu testen oder gar den Sehsinn zu überlisten. Wer eine Weile einen schwarzen Punkt in der Mitte eines grünen Herzens fixiert und anschließend auf einen Punkt auf hellem Papier blickt, sieht kurz die Umrisse eines weißen Herzens, obwohl keines vorhanden ist. Manuela rät besonders auch älteren Menschen, nicht nur sich selbst, sondern auch die Augen stets in Bewegung zu halten.

26 000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an Darmkrebs. Und nur ein Viertel der Menschen nimmt die Darmkrebsvorsorge in Anspruch. Michael Kuckhoff und seine Mitstreiter von der Initiative "BARUM gegen dem Darmkrebs" warben am Sonnabend erstmals beim Gesundheitstag für die Vorsorge. Blutstuhlmessungen würden ab 50 Jahren, Darmspiegelungen ab 55 Jahren von der Kasse bezahlt, bei Risikogruppen auch schon früher. Die Initiative startete in sechs Unternehmen. 4000 Beschäftigte meldeten sich zur Untersuchung an. Michael Kuckhoff ist zwar Chirurg am Klinikum Barnim in Eberswalde, wirbt aber nicht speziell für seinen Arbeitgeber. In der Initiative seien mehrere Partner vernetzt, darunter auch das Krankenhaus Wriezen.

Zwei Vertreter der Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) informierten an Hand von Gebiss-Modellen über die unterschiedlichen Möglichkeiten des Zahnersatzes, Zahngesundheit und Hygiene.

Das Sanitätshaus Bodo Gajecki mit Sitz in Bad Freienwalde hatte seine Ausstellungsfläche erweitert und zeigte auf dem Hof beispielsweise Elektrorollstühle, diestark Gehbehinderten die Mobilität sichern. Mitarbeiterin Bettina Zieme präsentierte Blutdruckmessgeräte. Besucher konnten den Blut- und Venendruck messen lassen. "Wir wollen uns erkundigen, was das Haus alles bietet", sagte Katrin Papke aus Eberswalde. Sie besichtigte die Kellerräume des Kurmittelhauses, wo die Mooranwendungen stattfinden, und informierte sich beispielsweise über die Möglichkeiten der Akupunktur.

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