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Gernot Schmidt (SPD) mit deutlichem Vorsprung vor dem Herausforderer Bernd Sachse (Linke) / Stichwahl am 6. Oktober

Oderbruch stärkt Amtsinhaber den Rücken

Gernot Schmidt (SPD, l.) und Bernd Sachse (Linke) wollen bei der Stichwahl am 6. Oktober Landrat von Märkisch-Oderland werden.
Gernot Schmidt (SPD, l.) und Bernd Sachse (Linke) wollen bei der Stichwahl am 6. Oktober Landrat von Märkisch-Oderland werden. © Foto: MOZ/Gerd Markert
Ines Rath, Steffen Göttmann, un / 24.09.2013, 07:50 Uhr
Seelow/Bad Freienwalde/Strausberg (MOZ) Die erste Direktwahl des Landrats in Märkisch-Oderland ist am Sonntag ohne Überraschungen über die Bühne gegangen. Amtsinhaber Gernot Schmidt (SPD) erhielt zwar die meisten Stimmen, muss aber mit dem Bewerber der Linken, Bernd Sachse, am 6. Oktober in die Stichwahl.

Obwohl Gernot Schmidt (SPD) eine deutliche Mehrheit gegenüber seinen Herausforderern erreicht hat, konnte er seinen Posten nicht in einem Wahlgang verteidigen. "Ich habe ein gutes Ergebnis in dieser schwierigen Situation geschafft", sagte Schmidt am Montag nicht ohne Stolz in einer ersten Reaktion.

Er weiß, dass seine deutliche Mehrheit vor allem auf die Ergebnisse in den Oderbruch-Städten Bad Freienwalde, Wriezen und Seelow, aber auch in der Stadt Strausberg zurückzuführen sind. "Ich bedanke mich bei allen Wählern, die mir ihre Stimme gegeben haben und hoffe, dass sie mir auch am 6. Oktober die Treue halten", sagt der Landrat. Die Wahlleiter im Landkreis fürchten nämlich, dass das Quorum von 15 Prozent der Wahlberechtigten nicht erreicht werden könnte. Dann müsste der Kreistag den Landrat wählen.

Fehler bei der Themensetzung sieht der Landrat nicht und will auch in den kommenden zwei Wochen bis zur Stichwahl keinen Richtungswechsel herbeiführen. "Ich bin so, wie ich bin, auch in der Politik", sagt Schmidt. Sein Credo sei es, eine engagierte Kommunalpolitik zu betreiben.

Der Zweitplatzierte Bernd Sachse (Linke) zeigte sich vom Ausgang der ersten Runde nicht wirklich überrascht. "Viele haben gedacht, dass der Landrat durchmarschiert, ich nicht", sagte Sachse am Montag. Auf den Strausberger Stadtverordneten entfielen nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 28,8 Prozent der gültigen Stimmen, während es bei Gernot Schmidt 42,4 Prozent waren. Was Sachse überrascht hat, war sein geringer Abstand zum Drittplatzierten Norbert Buchholz von der CDU mit 26,2 Prozent. Mit 2,6 Prozent kam FDP-Bewerber Hartmut Lietsch weit abgeschlagen ins Ziel.

Am deutlichsten ist Schmidts Sieg in der Kreisstadt, die zugleich Wohn- und Arbeitsort des Amtsinhabers ist. Denn Werbig, wo Gernot Schmidt wohnt, ist ein Ortsteil der Stadt. In Seelow stimmten 67,7 Prozent der Wähler für den Lokalmatadoren.

Mit 58 Prozent der Stimmen hat der Landrat auch im Amtsbereich Seelow-Land die absolute Mehrheit geschafft. - Obwohl hier der Herausforderer von der FDP, Hartmut Lietsch, zu Hause ist.

Eine ernsthafte Konkurrenz für Schmidt war der Falkenhagener nicht. Er hat selbst in seiner Heimatgemeinde nur 47 von 386 gültigen Stimmen, das sind 12,2 Prozent, geholt. Im gesamten Amtsbereich gaben nur 5,4 Prozent der Wähler dem ehemaligen Polizeipräsidenten ihre Stimme, während Schmidt, der einst als Bürgermeister von Werbig Amtsausschussvorsitzender von Seelow-Land war, nach wie vor hohe Sympathie genießt. Selbst in Falkenhagen, wo Schmidt 201 Stimmen bekam.

Auch in Bad Freienwalde, wo die Linke die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung hat, liegt Amtsinhaber Gernot Schmidt deutlich vor seinen Herausforderern Bernd Sachse und Norbert Buchholz. Mit 50,1 Prozent der Stimmen erhielt er mehr als doppelt so viele wie die Kandidaten der CDU und der Linken (beide je 23 Prozent). Ähnlich sieht es in Wriezen sowie den Ämtern Barnim-Oderbruch und Falkenberg-Höhe aus.

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