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S-Bahn wegen Gleiserneuerung zwischen Strausberg-Nord und Fredersdorf ab heute Abend gut drei Wochen unterbrochen

Vor dem Buddeln kommt der Maulwurf

Nicht zu übersehen: Max der Maulwurf, das Baumaskottchen der S-Bahn, war am Mittwoch zum Feierabendverkehr auf dem Bahnhof Strausberg. Dort verteilten S-Bahner Infomaterial zu den bevorstehenden Bauarbeiten mit Schienenersatzverkehr.
Nicht zu übersehen: Max der Maulwurf, das Baumaskottchen der S-Bahn, war am Mittwoch zum Feierabendverkehr auf dem Bahnhof Strausberg. Dort verteilten S-Bahner Infomaterial zu den bevorstehenden Bauarbeiten mit Schienenersatzverkehr. © Foto: MOZ Gerd Markert
Uwe Spranger / 26.09.2013, 22:38 Uhr
Strausberg (MOZ) Ab Freitagabend gegen 22 Uhr fahren auf der S-Bahn-Linie 5 zwischen Strausberg-Nord und Fredersdorf für gut drei Wochen Busse statt Bahnen. Im Vorfeld informierten Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens Fahrgäste über Details und verteilten Flyer.

Nicht nur der überdimensionale Maulwurf, das Baumaskottchen der S-Bahn, fiel am Mittwoch im Feierabendberufsverkehr auf dem Bahnhof Strausberg auf, auch die roten Westen von S-Bahn-Mitarbeitern stachen sofort ins Auge. Bevor heute Abend der Zugverkehr auf der Strecke wegen Erneuerung der Gleise für gut drei Wochen eingestellt wird, mühte sich ein Team um S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz, Informationen zu dem Bauvorhaben und dem damit verbundenen Schienenersatzverkehr an die Frau bzw. den Mann zu bringen. Die Bahner sprachen ausgestiegene Fahrgäste an, sprangen aber auch in die haltenden Züge und verteilten Handzettel.

Zwar hörte man gelegentlich ein Murren oder Kommentare wie "so ein Mist", doch Priegnitz resümierte, die dreistündige Aktion sei alles in allem "entspannt" über die Bühne gegangen. Die Passagiere hätten gewürdigt, dass das Unternehmen auf die Kunden zugeht. Zudem leuchtet den meisten ein, dass die Sanierung nötig ist.

Über die Gleise rollen seit rund 25 Jahren S-Bahn-Züge, sie hätten damit ihre Liegedauer erreicht, erklärte Projektleiter Frank Busching von der DB Netz. Er war ebenfalls unter den Verteilern, stand für Fachfragen bereit. Mittlerweile gibt es Bahn-Freaks, die regelrechte Baustellen-Touristen sind und bei solchen Gelegenheiten regelmäßig auftauchen. Laut Busching werden exakt 4539 Meter Gleis ausgetauscht, dazu eine Weiche und mehr als 5000 Tonnen Schotter. Überall kommen Betonschwellen zum Einsatz und die neueste Stromschienengeneration aus Aluminium. 3,34 Millionen Euro investiere die Bahn, um für die nächsten Jahre gerüstet zu sein. An der Signaltechnik wird nichts verändert. Da der An- und Abtransport des Materials über die Schiene erfolgt, wird die Strecke in etwa 700 Meter lange Abschnitte unterteilt. S-Bahn-Gleise werden auch an drei Bahnübergängen in Petershagen-Eggersdorf getauscht. Sie sind deshalb bis 21. Oktober dicht. Lediglich der am S-Bahnhof Petershagen-Nord bleibt offen.

Muss er auch, weil auch die Ersatzbusse diese Stelle passieren. Denn zwischen Strausberg-Nord und Fredersdorf (in der Nacht zum Sonnabend bis Hoppegarten) fahren die nächsten Wochen keine S-Bahnen. Stattdessen kommen Busse zum Einsatz. Deren Zahl orientiere sich an Ergebnissen von Fahrgasterhebungen, hieß es. Nach denen gab es 2012 in Strausberg täglich 6300 Ein- und Aussteiger, in Nord 3200, in Hegermühle 1300 und in Stadt 2500. Überdies werde man die Erfahrungen der ersten beiden Tage einfließen lassen. Deshalb seien beim Start gezielt Führungskräfte vor Ort. Sie könnten bei Problemen angesprochen werden. Außerdem werde "konstruktive Kritik" auch gern am Kundentelefon entgegengenommen.

Weil sich die Fahrzeit durch den Busverkehr verlängert, hat sich die Bahn entschieden, einen 20-Minuten-Takt bis Strausberg-Nord anzubieten, sagte Priegnitz. Zwischen Fredersdorf und Strausberg würden zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt. Für mobilitätseingeschränkte Personen sei die Mitnahme zu jeder Zeit gesichert, möglicherweise jedoch nicht in jedem Bus, hieß es. Mit Fahrrädern könnte es Probleme geben, weil der Bedarf schwer einzuschätzen sei. Neu ist jedenfalls, dass in den Bussen auch die "Perlenschnur" mit den Zwischenstopps angebracht wird.Fast überall halten die Busse in unmittelbarer Bahnhofsnähe, in Strausberg-Hegermühle wird an der Station in der Thälmannstraße (bei kik) gestoppt.

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