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Wriezen zeichnet zum Tag des Ehrenamts 17 verdienstvolle Bürger aus / Ratssaal als Austragungsort für festlichen Empfang

Gute Seelen der Stadt im Rampenlicht - Wriezen zeichnet Ehrenamtler aus

Wriezen 30.09.2013 Im Wriezener Ratssaal wurden die Ehrenamtler 2013 öffentlich geehrt.
Wriezen 30.09.2013 Im Wriezener Ratssaal wurden die Ehrenamtler 2013 öffentlich geehrt. © Foto: Sören Tetzlaff
Christina Schmidt / 30.09.2013, 08:54 Uhr
Wriezen (MOZ) "Unverzichtbar", uneigennützig" und "unbezahlbar" sind nur einige der Attribute, die Wriezens Bürgermeister Uwe Siebert (parteilos) für die vielen Ehrenamtler seiner Stadt fand. Stellvertretend für alle zeichnete er 17 verdienstvolle Einwohner aus.

Sie sind die guten Seelen ihrer Dörfer, haben den Überblick über die Finanzen in den Vereinen, sind der Jugend ein Vorbild und helfen, um bei Wahlen aus den Kreuzen in den Wahlkabinen zählbare Ergebnisse zu machen: Ehrenamtliche Helfer. Wriezen hat unzählige davon, ist sich Stadtoberhaupt Uwe Siebert sicher. Angesichts von über 80 Vereinen und den vielen stillen Helden, die zum Beispiel für Nachbarn unschätzbare Hilfe leisten, hätte er sich sehr viel mehr Vorschläge aus der Bevölkerung für die Ehrung gewünscht, sagte er in seiner Festansprache. "Das Leben in dieser Stadt wäre um einiges ärmer, wenn es sie nicht geben würde. So viel Einsatz ist alles andere als selbstverständlich", lobte Uwe Siebert.

Alle zwei Jahre ehrt Wriezen ehrenamtlich Aktive mit einem Empfang, bei dem sich die Ausgezeichneten in das Buch der Stadt eintragen dürfen und damit auch öffentlich eine Anerkennung erfahren. Die Preisträger werden von Vereinen, Organisationen, Einrichtungen, Initiativen oder Einzelpersonen vorgeschlagen. In diesem Jahr sind es insgesamt 17 Personen, die sich einmischen, Verantwortung übernehmen, im Hintergrund tun, was anderen nicht einmal auffällt - und am Freitagabend einmal im Rampenlicht stehen.

Heidrun Wicht ist Schatzmeisterin und stellvertretende Vorsitzende im Wriezener Keramikverein. Sie behält den Überblick über die Finanzen ebenso wie Rosemarie Stein, die im Vorstand des DRK-Ortsverbands als Kassenwartin als besonders zuverlässig beschrieben wird. Das gilt gleichermaßen für Dieter Richter, der als Gründungsmitglied von "Sicher leben in Wriezen" seit 17 Jahren mitmacht, ganz egal, ob als Kassenprüfer, Handwerker oder Ratgeber in schwierigen Situationen.

Vieles davon trifft ferner auf Karlheinz Müller, 1964 Mitbegründer des Eisenbahnersportvereins, zu, der bis heute die Angler zusammenhält. Anke Barz rief im November 1994 eine Sportgymnastikgruppe ins Leben, die heute in den Verein "Zwei Generationen" integriert ist. Margarete Man-they erhebt ihre Stimme seit 1983 in der Wriezener Chorgemeinschaft. Mit ihrer Disziplin - keine Probe, kein Auftritt findet ohne sie statt - sei sie ein Vorbild für jüngere Chormitglieder, gibt Uwe Siebert die Meinung ihrer Mitstreiter weiter.

Viel Lob erhalten auch Manfred Kleße von der Wriezener Schützengilde, Lieselotte Saslona, die sich im größten Kleingartenverein der Stadt "An der Volzine" engagiert sowie der erst kürzlich ernannte Wriezener Löschzugführer Thomas Keil. Männer für alle Fälle sind ferner Rudolf Seliger, Brandschützer in Frankenfelde, und Frank Fiedler, dem es als Sprecher der Elterninitiative Lüdersdorf gemeinsam mit seinen Mitstreitern gelang, innerhalb von zwei Jahren einen Spielplatz zu installieren. Der junge Vater ist völlig überrascht, als er nach vorne gerufen wird.

Besser vorbereitet ist Karl Schröder aus Biesdorf. Vorgeschlagen vom Verein Kirche und Dorf, ist der 79-Jährige mehr als gerührt von der Ehrung. "Ich war überrascht, als ich von der Auszeichnung hörte. Für was denn, ist doch selbstverständlich", sagt er bescheiden. Dabei ist er 60 Jahre in der Feuerwehr, 35 Jahre im Gemeindekirchenrat, im Vorstand der Jagdgenossenschaft - und wenn der Rasen auf dem Kirchhof einen Schnitt nötig hat, braucht man ihn nicht lange bitten. "Solange man gesund ist, macht man das doch gerne", gibt er an.

Als Vorbild auf und neben dem Rasen wird Karsten Mann vom Fußballverein FSV Blau-Weiß Wriezen gelobt. Nächstes Jahr ist der 46-Jährige vier Jahrzehnte Mitglied im Verein. Als Spieler ist er dem Ball hinterhergejagt, hat den Verein zeitweise bis in die Landesliga gebracht, trainiert inzwischen den Kickernachwuchs. Ob Erfolge oder Niederlagen - "man ist ein Team und bleibt es auch", befindet er, und bezieht das auch auf seine Auszeichnung. Ohne seine Mannschaft sei der Einzelne nichts. Das gelte auch für die Familie, für seine Frau Steffi und die beiden Kinder, an die er seine Fußballleidenschaft weitergegeben hat.

Vier Preisträger sind zum Empfang im Ratssaal nicht anwesend. Isolde Schwensow, Detlef Voß, Horst Schwagmeier und Ellen Friedel wird jedoch dennoch die Ehre zuteil, sich im Buch der Stadt Wriezen zu verewigen. Den Abschluss der feierlichen Zeremonie mit rund 40 Gästen, die Gudrun und Gustav Anders musikalisch unterhalten, bilden ein schmackhaftes Buffett und viele anregende Gespräche.

Das Oderland Echo wird alle Preisträger demnächst in loser Folge näher vorstellen

Von Christina Schmidt

Wriezen. "Unverzichtbar", uneigennützig" und "unbezahlbar" sind nur einige der Attribute, die Wriezens Bürgermeister Uwe Siebert (parteilos) für die vielen Ehrenamtler seiner Stadt fand. Stellvertretend für alle zeichnete er am Freitagabend 17 verdienstvolle Einwohner aus.

Sie sind die guten Seelen ihrer Dörfer, haben den Überblick über die Finanzen in den Vereinen, sind der Jugend ein Vorbild und helfen, um bei Wahlen aus den Kreuzen in den Wahlkabine zählbare Ergebnisse zu machen: Ehrenamtliche Helfer. Wriezen hat unzählige davon, ist sich Stadtoberhaupt Uwe Siebert sicher. Angesichts von über 80 Vereinen und den vielen stillen Helden, die zum Beispiel in der Nachbarschaftshilfe unschätzbare Hilfe leisten, hätte er sich auch sehr viel mehr Vorschläge aus der Bevölkerung für die Ehrung gewünscht, sagte er in seiner Festansprache. "Das Leben in dieser Stadt wäre um einiges ärmer, wenn es sie nicht geben würde. So viel Einsatz ist alles andere als selbstverständlich", lobte Uwe Siebert.

Alle zwei Jahre ehrt Wriezen ehrenamtlich Aktive mit einem Empfang, bei dem sich die Ausgezeichneten in das Buch der Stadt eintragen dürfen und damit auch öffentlich eine Anerkennung erfahren. Die Preisträger werden von Vereinen, Organisatoren, Einrichtungen, Initiativen oder Einzelpersonen vorgeschlagen. In diesem Jahr sind es insgesamt 17 Personen, die sich einmischen, Verantwortung übernehmen, im Hintergrund tun, was anderen nicht einmal auffällt - und am Freitagabend einmal im Rampenlicht stehen.

Heidrun Wicht ist Schatzmeisterin und stellvertretende Vorsitzende im Wriezener Keramikverein. Sie behält den Überblick über die Finanzen ebenso wie Rosemarie Stein, die im Vorstand des DRK-Ortsverbands als Kassenwartin als besonders zuverlässig beschrieben wird. Ebenso wie Dieter Richter, der als Gründungsmitglied von "Sicher leben in Wriezen" seit 17 Jahren mitmacht, ganz egal, ob als Kassenprüfer, Handwerker oder Ratgeber in schwierigen Situationen. Vieles davon trifft auch auf Karlheinz Müller, 1964 Mitbegründer des Eisenbahnersportvereins, zu, der bis heute die Angler zusammenhält. Anke Barz rief im November 1994 eine Sportgymnastikgruppe ins Leben, die heute in den Verein "Zwei Generationen" integriert ist. Margarete Manthey erhebt ihre Stimme seit 1983 in der Wriezener Chorgemeinschaft. Mit ihrer Disziplin - keine Probe, kein Auftritt findet ohne sie statt - sei sie ein Vorbild für jüngere Chormitglieder, gibt Uwe Siebert die Meinung ihrer Mitstreiter weiter.

Viel Lob erhalten auch Manfred Kleße von der Wriezener Schützengilde, Lieselotte Saslona, die sich im größten Kleingartenverein der Stadt "An der Volzine" engagiert sowie der erst kürzlich ernannte Wriezener Löschzugführer Thomas Keil. Männer für alle Fälle sind ferner Rudolf Seliger, Brandschützer in Frankenfelde, und Frank Fiedler, dem es als Sprecher der Elterninitiative Lüdersdorf gemeinsam mit seinen Mitstreitern gelang, innerhalb von zwei Jahren einen Spielplatz zu installieren. Der junge Vater ist gänzlich überrascht, als er nach vorne gerufen wird.

Besser vorbereitet ist Karl Schröder aus Biesdorf. Vorgeschlagen vom Verein Kirche und Dorf, ist der 79-Jährige mehr als gerührt von der Ehrung. "Ich war überrascht, als ich von der Auszeichnung hörte. Für was denn, ist doch selbstverständlich", sagt er bescheiden. Dabei ist er 60 Jahre in der Feuerwehr, 35 Jahre im Gemeindekirchenrat, im Vorstand der Jagdgenossenschaft - und wenn der Rasen auf dem Kirchhof einen Schnitt nötig hat, braucht man ihn nicht lange bitten. "Solange man gesund ist, macht man das doch gerne", gibt er an.

Als Vorbild auf und neben dem Rasen wird Karsten Mann vom Fußballverein FSV Blau-Weiß Wriezen gelobt. Nächstes Jahr ist der 46-Jährige vier Jahrzehnte Mitglied im Verein. Als Spieler ist er dem Ball hinterhergejagt, hat den Verein zeitweise bis in die Landesliga gebracht, trainiert inzwischen den Kickernachwuchs. Ob Erfolge oder Niederlagen - "man ist ein Team und bleibt es auch", befindet er, und bezieht das auch auf seine Auszeichnung. Ohne seine Mannschaft sei der Einzelne nichts. Und das gelte auch für die Familie, für seine Frau Steffi und die beiden Kinder, an die er seine Fußballleidenschaft weitergegeben hat.

Vier Preisträger können zum Empfang im Ratssaal nicht anwesend sein. Die Eintragung ins Buch der Stadt steht ihnen dennoch bevor. Den Abschluss der feierlichen Zeremonie mit rund 40 Gästen, die Gudrun und Gustav Anders musikalisch unterhalten, bildet ein schmackhaftes Buffett.

n Heidrun Wicht,

n Dieter Richter,

n Rosemarie Stein,

n Thomas Keil,

n Anke Barz,

n Karlheinz Müller,

n Frank Fiedler,

n Rudolf Seliger,

n Lieselotte Saslona,

n Margarete Manthey,

n Manfred Kleße,

n Karl Schröder

n Karsten Mann

n Detlef Voß

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n Isolde Schwensow

Das Oderland Echo wird die Preisträger in loser Folge demnächst vorstellen.

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