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Partystimmung im Zielbereich

Start Hauptlauf der Frauen: Zahlreiche Zuschauer und Fans feuerten auch die Läuferinnen beim 77. Strausseelauf kräftig an.
Start Hauptlauf der Frauen: Zahlreiche Zuschauer und Fans feuerten auch die Läuferinnen beim 77. Strausseelauf kräftig an. © Foto: MOZ/Edgar Nemschok
Edgar Nemschok / 03.10.2013, 18:13 Uhr - Aktualisiert 04.10.2013, 11:51
Strausberg (MOZ) Der 77. Strausseelauf ist Geschichte. Den Hauptlauf der Frauen gewann Mayada Al-Sayad vom LAC Berlin. Bei den Männern gewann Christian Krannich (LAC Berlin).

Laufen muss einfach Spaß machen. Auch wenn die meisten Gesichter im Ziel von den Strapazen zunächst gezeichnet sind, die Anstrengungen sind schnell verflogen und kurz danach sagen alle: "Es war richtig toll, um den Straussee zu laufen." Dabei scheint es unwichtig, welche Ambitionen die Läufer mit an den Start bringen. Natürlich schaut jeder auf seine Zeit, aber im Endeffekt zählen das Dabeisein und Ankommen.

Knapp 700 Läufer waren beim 77. Straussseelauf am Start
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Die Prognose vor dem Start des Hauptlaufs über die 9,1-Kilometer von Carsten Krüger (KSC Strausberg) ging auf. "Christian Krannich, mit dem ich des Öfteren zusammen trainiere, wird wohl gewinnen. Ich hatte im Sommer mit einigen kleineren Verletzungen zu kämpfen", sagte Krüger im Ziel, war aber letztendlich zufrieden, unter der magischen 30-Minuten-Marke geblieben zu sein. Zwischen den beiden Lauffreunden konnte sich Alexander Pusch platzieren. Krannich sagte im Ziel: "Ich bin sehr zufrieden, na klar, wenn man gewinnt, sowieso. Aber die Zeit ist wirklich gut." Er wollte am Nachmittag noch beim Abbau mithelfen, freute sich zunächst aber auf seinen traditionellen kurzen Mittagsschlaf.

Deutlicher war da schon der Zieleinlauf bei den Frauen. Mayada Al-Sayad, die in Strausberg schon 2011 gewonnen hatte, ließ Jördis Koch aus Strausberg knapp eineinhalb Minuten hinter sich. Dritte wurde ebenfalls mit großem Abstand Sylvia Jacobs aus Berlin. Während der Massage sagte Jördis Koch, dass sie im Moment ganz andere Gedanken hat. "Ich habe nächste Woche Prüfungen und werde das zweite Staatsexamen ablegen." Die junge Frau wird Ärztin. Als nächstes sportliches Ziel hat sie die deutschen Meisterschaften im 3000-Meter-Hindernis-Lauf im Blick, die im Frühjahr in Ulm gestartet werden. Ein Platz unter den ersten zehn ist dabei ihr ganz großes Ziel.

Unter den Startern der Männerkonkurrenz fiel insbesondere Peter Verhoeven aus

Waldsieversdorf auf. Er ging mit einer Banane in der Hand an den Start und präsentierte sich in einem ganz besonderen Laufanzug. "Tja, ich habe ein Wette verloren und muss nun als verkleideter Affe den Lauf bestreiten." Im Ziel gab es zur Belohnung einen Kuss von Freundin Maike Lauritsen und ein kräftiges Händeschütteln mit Oliver Wittki. "Ich lass mich doch nicht von einem Affen überholen", sagte Wittki mit einem Lachen und erklärte, dass sich beide auf der Strecke einen echten Zweikampf lieferten. Im Ziel waren sie sich einig: "Wir haben uns gegenseitig motiviert."

Für eine sehr gute Leistung sorgte der Strausberger Paul Fengler mit einer großartigen Zeit über die 4,1-Kilometer-Strecke (Schüler). Mit 14 Minuten und 17 Sekunden lief er Rekord und ließ seinen Freund und Vereinskollegen Falko Staps deutlich hinter sich. "Ja, klar habe ich auf diesem Lauf hin trainiert", sagte der 15-Jährige Paul Fengler. Beide sind mindestens zweimal in der Woche beim Training zusammen. "Falko ist auf der langen Strecke der Bessere, und ich habe auf den kürzeren Distanzen Vorteile." In der gleichen Altersklasse gewann bei den Mädchen Henriette Pauls aus Strausberg vor Pauline Kaden (Berlin) und Luisa Kisan (KSC Strausberg). Glücklich im Ziel war auch Gisela Göthel, die in den Läuferkreisen von Strausberg bestens bekannt ist. Sie wohnt heute in Chemnitz und freute sich, wieder einmal um den Straussee zu laufen. "Ich habe zahlreiche Bekannte wieder getroffen."

Im Zielbereich war dann vom Wettkampf kaum noch etwas zu spüren. Man fiel sich in die Arme, ließ sich Sabrina Marschall und ihrem Team massieren oder feierte bei herrlichem Sonnenschein.

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