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Keine Zeit mehr für Politik

Dr. Eckhardt Lindner hat sein Mandat in der SVV niedergelegt
Dr. Eckhardt Lindner hat sein Mandat in der SVV niedergelegt © Foto: MZV/privat
Patrik Rachner / 10.10.2013, 23:00 Uhr
Falkensee (MZV) Der Fraktionsvorsitzende der FDP in der Falkenseer Stadtverordnetenversammlung, Dr. Eckhardt Lindner, hat überraschend sein Mandat niedergelegt. Seinen persönlichen Entschluss, berufliche Gründe seien für den Kinderarzt einzig und allein ausschlaggebend gewesen, hatte er bereits während der jüngsten Versammlung offiziell bekannt gegeben. Die Öffentlichkeit informierte er am heutigen Donnerstag. Seit Ende September ist seine Position nun vakant."Ich muss Prioritäten setzen. Mir fällt das zwar nicht leicht, aber ich habe keine Zeit mehr für die Politik", betonte Lindner.

Für die Liberalen im Havelland ist Lindners Schritt ein herber Verlust, das ist klar. Der Kommunalpolitiker, der seit 1998 zu Beginn seiner SVV-Laufbahn zunächst für wenige Wochen als parteiloser dann fortan als Abgeordneter für die FDP die Interessen der Bürger vertreten hatte, war von 2008 bis zu seinem nun vollzogenen Schritt Fraktionsvorsitzender.

Lindner, der noch eine Gemeinschaftspraxis mit der Allgemeinmedizinerin Daijana Wittowski betreibt, sie macht sich künftig selbständig, muss sich in der Folge nunmehr ausschließlich um seine berufliche Zukunft kümmern und wolle sich lediglich aus dem operativen Politikgeschäft zurückziehen, wie Amid Michel Jabbour, Kreisvorsitzender der FDP, betonte. "Bisher verstehe ich seinen Schritt als Rückzug auf Zeit. Seine Gründe dafür sind nachvollziehbar."

Durch das Niederlegen des Mandates muss nunmehr ein neuer Fraktionsvorsitzender gefunden werden. Wer das sein wird, ist noch offen. Neben Torsten Bathman gehört aktuell noch Max Koziolek der Fraktion der Liberalen an. Ein Nachrücker für Lindner als Abgeordneter muss zudem Lindners Platz einnehmen. Auf der entsprechenden Liste stehen Tim Bremmer und Carsten Wittowski. In der kommenden Woche soll die Frage parteiintern geklärt sein. Jabbour und der gesamte Vorstand der FDP waren im Übrigen schon seit Wochen eingeweiht. Ungeachtet dessen sei es "schade, wenngleich zu akzeptieren", dass sich Lindner zurückgezogen habe. "Er hat stets einen moderaten Stil gepflegt und ist über Parteigrenzen hinweg geschätzt worden. Ich denke jeder Fraktion hätte er gut zu Gesicht gestanden", meinte Jabbour. "Er bleibt aber für unsere Partei weiterhin ein guter Ratgeber." Was aber nach 15 Jahren SVV für Lindner bleibt, fällt eher resignativ aus: "Viel Arbeit, wenig Erfolg."

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