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Bund nimmt Förderung des Museums in den Haushaltsentwurf 2014 auf

Kleists neues Haus ist eröffnet

© Foto: Gitta Dietrich
Claudia Seiring / 17.10.2013, 21:10 Uhr - Aktualisiert 13.05.2014, 13:57
Frankfurt (Oder) (MOZ) Im Beisein mehrerer hundert Gäste ist am Donnerstag in Frankfurt (Oder) der Neubau des Kleist-Museums eröffnet worden. Das 5,4 Millionen Euro teure Haus liegt direkt neben dem alten Museum und ist mit ihm durch eine Glas-Stahl-Konstruktion verbunden.

In dem Neubau, der Anfang März 2011 begonnen wurde, ist nun die Sammlung des in Frankfurt geborenen Dichters Heinrich von Kleist (1777 bis 1811) und seinem literaturgeschichtlichen Umfeld untergebracht. Eine besondere Herausforderung für Kuratorin Barbara Gribnitz war, dass der berühmteste Sohn der Stadt lediglich seine Schriften, aber kaum dingliche Zeugnisse hinterlassen hat. Die Planungen für das Museum begannen bereits im Jahre 2002.

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Neubau des Kleist-Museums ist eröffnet

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Er empfinde eine große Freude, das Haus der Öffentlichkeit zu übergeben, sagte Wolfgang de Bruyn, Direktor des Kleist-Museums in Anwesenheit der brandenburgischen Kulturministerin Sabine Kunst (parteilos). Staatsminister Bernd Neumann konnte wegen einer Erkrankung nicht an dem Festakt teilnehmen und wurde durch Ministerialdirektor Günter Winands vertreten. Der lobte den "völlig neuen und vielversprechenden Weg der Literaturvermittlung", der in dem ab sofort geöffneten Museum gegangen werde. Gleichzeitig erfreute er seine Zuhörer - vor allem die Mitglieder des Trägervereins des Museums - mit der Nachricht, dass der Bund die Idee einer Stiftung unterstütze. Deshalb sei in den Haushaltsentwurf für 2014 bereits eine institutionelle Förderung eingestellt worden - nun müsse sich nur eine Bundesregierung finden, die den Haushalt verabschiede.

Auch für Ministerin Kunst ist der nächste Schritt die Gründung einer Stiftung für das Museum. Zunächst lobte sie am Donnerstag die neue Ausstellung, die "das Spannungsfeld zwischen zu viel und zu wenig Literatur auf fast spielerische Weise löst". Sie sei sich sicher, dass der Bau zu einem Wahrzeichen der Stadt Frankfurt werde und bezeichnete das Haus schon am Tag seiner Eröffnung als "internationalen kulturellen Leuchtturm in Brandenburg".

Diesen Ball fing Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) auf und lud alle Gäste dazu ein, oft in die Oderstadt zu kommen und das Kleist-Museum zu besuchen. Er dankte insbesondere Direktor de Bruyn, der mit seiner "ruhigen, besonnenen Art" beständig für das Haus geworben habe.

Die Eröffnung des Museums bildete gleichzeitig den Auftakt der Kleist-Festtage, die am Donnerstagabend mit der Vergabe des Kleist-Förderpreises an die Autorin Maria Milisavljevic begonnen haben. Ihr prämiertes Stück "Brandung" hatte nach der Preisverleihung seine Premiere im Frankfurter Kleist Forum.

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Oderanrainer 19.10.2013 - 12:25:14

Ist das jetzt hässlich oder ist das jetzt hässlich?

Sammelt Frankfurt hässliche Betonklötze? Einfach nur graulig und das nicht nur aufgrund fehlender Farbe an/auf der Aussenfassade.

Leseratte Janine 18.10.2013 - 14:25:49

Kleists neues Haus - zwei Schüsse und ein Mörder

Solche Betonbauklötzer sind architektonische Meisterleistungen. Die Architektenbüros feiern sich gerne in der Frankfurter Gesellschaft. Wäre eine polnische Firma beauftragt worden, wäre der Anbau an der Architektur des nalten Hauses angepasst worden. Stukarbeiten aus Polen sind in Deutschland sehr gefragt. Dieses graue Ambiente hat nicht viele Bewunderer.

Gast 18.10.2013 - 13:30:31

sieht aus wie ein Rohbau

Vielleicht war mehr als solch ein Kasten für das Geld nicht drin, aber ein Paar Eimer Farbe zur Auffrischung solten noch drin sein.

Montagsfrau 18.10.2013 - 11:10:23

Oh mein Gott

....ist das ein hässliches Bauwerk

Leser 18.10.2013 - 11:04:36

Enkel

Das hat wohl der Enkel von Albert Speer in Anlehnung an die Wolfsschanze und andere Objekte dieser Zeit entworfen. Naja, die Nähe zur EU- Außengrenze lässt alle vorsichtiger werden.

Würg 18.10.2013 - 09:29:32

Ich nehme an,

dass sich böse Feinde der Stadt nähern und diese verteidigt werden muß?! Nach dem Bunkerbauwerk Amtsgericht und dem Hochbunker gegenüber dem alten Kino steht nun das dritte Bunkerbauwerk mitten in der Stadt. Keine Ahnung was man rauchen, trinken oder sich spritzen muß um sich nicht zu übergeben, wenn man diese beiden Gebäude nebeneinander sieht. Bei dem Anblick hätte sich Kleist glatt noch einmal das Leben genommen... Einfach nur grausig!!!

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