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Internationaler Zeichenwettbewerb mit Besucherrekord / Ausstellungsgäste wählen erstmals Favoriten

Publikumsliebling kommt aus Russland

Andrea Weil / 22.10.2013, 07:28 Uhr
Schwedt (MOZ) Das neue Konzept geht auf: Mit rund 2300 Besuchern hat die umgestaltete Ausstellung des 46. Internationalen Zeichenwettbewerbs doppelt so viele Kunstliebhaber angezogen wie 2012. An der ersten Wahl für einen Publikumspreis beteiligten sich 467 Gäste.

Ein Mädchen mit langen Zöpfen und einem Trachtenkleid hat den Arm um den Stamm einer Birke geschlungen und sieht den Betrachter mit verträumten Augen an. Dieses fröhlich-farbenfrohe und gleichzeitig tief in der Kultur der Künstlerin verwurzelte Motiv überzeugte die meisten Besucher im Foyer der Uckermärkischen Bühnen. Sie wählten das Bild der 15-jährigen Marina Shuzilenko aus Russland zum Publikumsliebling. Der Preis - eine Laptoptasche - wird dem Mädchen mit einer Urkunde zugesandt. Für die Teilnehmer an der Abstimmung gab es nichts zu gewinnen. Die hohe Beteiligung zeugt von dem Interesse, das der Wettbewerb nach 46 Jahren immer noch weckt.

Fast einen ganzen Monat war die Ausstellung mit 700 ausgewählten Bildern von Kindern und Jugendlichen aus 18 Ländern in den Uckermärkischen Bühnen zu sehen. Länger als zuvor, aber auch früher im Jahr und obendrein über die Herbstferien. Der vorverlegte Einsendeschluss hatte den Wettbewerb bereits durcheinandergewirbelt. Mit 2000 Einsendungen lag die Teilnehmerzahl unter der vorheriger Jahre, obwohl das neue Organisationsteam vom Förderverein der Musik- und Kunstschule systematisch alle brandenburgischen Schulen und Goethe-Institute in den europäischen Ländern angeschrieben hatte. Umso mehr ist Norbert Löhn vom Vorbereitungsteam stolz darauf, dass die neue Ausstellung so gut angenommen wurde.

"Wir sind sehr zufrieden und dabei haben wir die Besucher in der Musik- und Kunstschule noch gar nicht mit berücksichtigt", sagt er. Dort gab es parallel eine Ausstellung von Schwedter Arbeiten. Marion Lukassen, die den Wettbewerb bereits unter der Kindervereinigung ehrenamtlich begleitete, hat viele positive Rückmeldungen erhalten: "Die Gäste sagen uns, dass die Ausstellung mit den neuen Stellwänden und den hängenden Papierbahnen lockerer wirkt", sagt sie. Auch dass die Preise gleich bei der Eröffnung persönlich an Schwedter Teilnehmer übergeben wurden und alle Preisträger-Arbeiten an einer Stellwand zu finden sind, wurde gelobt.

Eine Auswahl der Bilder wird ab dem 15. Januar im Ministerium für Bildung in Potsdam zusehen sein, kündigt Norbert Löhn an. Im Frühjahr wandern sie weiter in die Kirche von Chojna und ins Russische Haus in Berlin. "Mit dem neuen Ausstellungssystem sind wir sehr flexibel, wenn vor Ort keine Hängemöglichkeiten bestehen", erklärt Norbert Löhn. Das macht die Vermarktung der Ausstellung leichter.

Für das nächste Jahr hat sich der Förderverein vorgenommen, noch mehr Schwedter Einrichtungen als Ausstellungsräume zu gewinnen. Auch für eine Zusammenarbeit mit dem Museum Junge Kunst in Frankfurt (Oder) und dem Museum Dieselkraftwerk in Cottbus seien erste Gespräche gelaufen.

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