Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bauarbeiten am Frankfurter 35-Millionen-Euro-Projekt der Deutschen Bahn dauern noch bis Juni 2014 an

Bahnhofstunnel bleibt vorerst Nadelöhr

Alles dicht: Am Dienstagvormittag wurde am Eingang des Bahnhofstunnels mit einem riesigen Autodrehkran eine zweiteilige Kabelhilfsbrücke ausgehoben, auf einen bereitstehenden Tieflader geladen und abtransportiert.
Alles dicht: Am Dienstagvormittag wurde am Eingang des Bahnhofstunnels mit einem riesigen Autodrehkran eine zweiteilige Kabelhilfsbrücke ausgehoben, auf einen bereitstehenden Tieflader geladen und abtransportiert. © Foto: Heinz Köhler
Dietrich Stulpe / 29.10.2013, 20:04 Uhr
Frankfurt (MOZ) Wieder einmal ist das Nadelöhr - der Bahnhofstunnel - wegen dringender Abrissarbeiten noch bis Sonntag für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Das Millionen-Projekt der Deutschen Bahn, zu dem noch die Brücke in der Güldendorfer Straße und das Kreuzungsbauwerk Reppen gehören, soll im Juni 2014 fertig sein.

Bereits seit September des Jahres 2011 laufen die umfangreichen Bauarbeiten des mit 35 Millionen Euro veranschlagten Frankfurter Großprojektes der Deutschen Bahn. Schwerpunkte sind der inzwischen 88 Jahre alte Bahnhofstunnel, die Eisenbahnbrücke Güldendorfer Straße und das Kreuzungsbauwerk Reppen in Höhe des Mühlentals.

"Hinsichtlich Kosten, Termin und Qualität läuft derzeit alles rund bei uns", erklärt Uwe Brettin, zuständiger Bauüberwachungsleiter der Deutschen Bahn. "Wir sind jetzt in der letzten Bauphase und seit Freitag dabei, am Bahnhofstunnel die restlichen alten Überbauten abzureißen, wovon vier Bahngleise betroffen sind", so der 55-Jährige. Außerdem musste am Dienstagvormittag mit einem riesigen Autodrehkran eine zweiteilige Kabelhilfsbrücke aus Stahl - insgesamt etwa 20 Tonnen schwer - ausgehoben und auf Tiefladern abtransportiert werden. Der Tunnel bleibt noch bis Sonntag für den Fahrzeugverkehr gesperrt, ist von den Fußgängern aber weiterhin nutzbar. Allerdings müssen auch sie mit einigen wenigen kurzzeitigen Staus während der Abrissarbeiten rechnen.

An der Brücke in der Güldendorfer Straße wurden in der vergangenen Woche die beiden letzten Überbauten beseitigt. Derzeit wird mit dem Neubau von zwei Überbauten begonnen, die anderen drei sind bereits fertig. Probleme gebe es hier gegenwärtig mit einigen Rammhindernissen im Boden. "Eine große Unbekannte für uns ist momentan der hohe Grundwasserstand in der Güldendorfer Straße, der um zirka einen Meter abgesenkt werden müsste", beklagt Brettin. Ohnehin müsse die Güldendorfer Straße planmäßig weiterhin bis zur Fertigstellung der Brücke im Juni 2014 gesperrt bleiben.

Fix und fertig hingegen sei bereits das Kreuzungsbauwerk Reppen, in dessen Bereich derzeit umfangreiche Profilierungsarbeiten an den Böschungsanlagen im Gange sind. Während das Gleis von Frankfurt zur Oderbrücke komplett mit Unterboden und Oberleitungsanlagen fertiggestellt wurde und schon befahren wird, ist jetzt der Neubau der Strecke von der Oderbrücke nach Frankfurt an der Reihe.

"Bis zum Frühjahr wird es voraussichtlich keine Totalsperrungen des Bahnhofstunnels mehr geben", blickt Brettin bereits voraus bis März/April 2014. Dann sollen die verbleibenden zwei der insgesamt zehn Tunnel-Überbauten montiert werden. "Wir bitten die Frankfurter, die bisher großes Verständnis für unsere umfangreichen und komplizierten Bauarbeiten aufgebracht haben, sich noch bis zur Fertigstellung im kommenden Juni zu gedulden", erklärt Uwe Brettin.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG