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Nach langer Pause geht es weiter / Arbeiten an der Burgruine

Am Schlossbergturm regt sich etwas

Brigitte Horn / 03.11.2013, 07:34 Uhr
Biesenthal (MOZ) Nach einer monatelangen Zitterpartie um die touristische Erschließung des Schlossbergs stehen jetzt die Signale auf Grün. Mit den Arbeiten zur Sicherung der Burgruine hat jetzt die Umsetzung des EU-Projektes begonnen.

Nach den ersten Arbeiten auf dem Schlossberg hieß es erst einmal Stopp. Vor fast genau einem Jahr waren die Sichtachsen freigeschlagen worden, damit man vom Schlossbergturm auch tatsächlich in die Landschaft schauen kann. Doch seit dem tat sich bis auf die Aufstellung eines Zauns kaum etwas. Dabei war mit rund 450 000 Euro Förderung ein ehrgeiziges Projekt auf den Weg gebracht worden. Dazu gehörten die Turmsanierung, die Sicherung der Burgruine und die Schaffung eines kleinen Empfangsgebäudes am Fuße des Schlossbergs.

Doch die Ausschreibung der Arbeiten am Schlossberg brachte die ernüchternde Erkenntnis, dass das Geld dafür nicht reicht. Also mussten Abstriche gemacht werden. Das aber rief den Fördermittelgeber wieder auf den Plan. Der musste entscheiden, ob das Projekt auch ohne das geplante Gebäude noch förderwürdig ist. Nach neuen Anträgen gab es schließlich grünes Licht für die Förderung der abgespeckten Variante. So konnte die Amtsverwaltung die Arbeiten neu ausschreiben und die Biesenthaler Stadtverordneten jüngst über die Vergabe entscheiden.

Noch in diesem Jahr ist mit der Sicherung der Burgruine begonnen worden, wofür rund 50 000 Euro zur Verfügung stehen. Die Biesenthaler Bildhauerin Anna Schulz hat den Zuschlag für die sensiblen Arbeiten an einem der Entstehungsorte der Stadt Biesenthal erhalten.

Fest steht auch, wer die Sanierung des Schlossbergturms ausführt. Das etwa 170 000 Euro umfassende Vorhaben ist an eine im Denkmalschutz erfahrene Prenzlauer Firma gegangen. Diese Arbeiten werden jedoch nicht mehr in diesem Jahr, sondern erst im kommenden Frühjahr beginnen.

Noch einmal neugemischt werden allerdings die Karten für die Sanierung des Turmdaches. Nachdem eine historische Aufnahme mit einem etwas ausladendem Dach bekannt geworden war, ließ die Stadt prüfen, was es kosten würden, wenn man dieses opulente Dach wieder errichtet, um dem Turm ein würdiges Aussehen zu verleihen, da die Herstellung der historischen Dachform nicht Teil des Förderantrags war. Daraufhin ist eine Ausschreibung auf den Weg gebracht worden. Im Laufe der weiteren Prüfungen stellte sich jedoch heraus, dass die bewusste Aufnahme, nicht den Biesenthaler, sondern den Bad Freienwalder Turm zeigte. Es tauchte aber auch ein Bild des alten Biesenthaler pyramidenförmigen Turmdaches auf. Dies soll jetzt historisch getreu auf Kosten der Stadt rekonstriert werden. Dafür läuft aber derzeit noch das Auschreibungsverfahren.

Integriert ist das alles in das Projekt der EU-Region Pomerania zur ökologische Sanierung von Teileinzugsgebieten beiderseits der Oder verbunden mit einer naturtouristischen Erschließung.

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