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Jürgen Liebezeit / 04.11.2013, 18:33 Uhr
Hohen Neuendorf/Potsdam (MZV) Nicht eine der drei Sportschulen in Brandenburg, sondern die kleine Waldgrundschule aus Hohen Neuendorf ist am Montag in Potsdam als "sportlichste Schule des Landes" geehrt worden. Sie teilt sich den Preis mit der Eigenherd-Schule aus Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark).

Hohen Neuendorfs Schulleiter Holger Mittelstädt, der von dem früheren Schüler Mattes Schönherr und Lehrerin Katrin Wenzel begleitet wurde, nahm die Urkunde und einen Scheck in Höhe von 1 250  Euro im UCI-Kino im Potsdamer Hauptbahnhof entgegen. Insgesamt 50 Schulen hatten sich in diesem Jahr mit ihren Konzepten für diesen Preis beworben. Die Hohen Neuendorfer Grundschule hat mit ihrer Idee, den Bildungserfolg mit der motorischen Entwicklungsförderung zu verknüpfen, also den Sport mehr zu fördern, die Jury überzeugen können. Seit drei Jahren gibt es für zwei von vier Klassen pro Jahrgang mehr Sportunterricht als der Rahmenplan vorschreibt. In den ersten beiden Schuljahren haben die Mädchen und Jungen vier statt drei Stunden Unterricht in der Turnhalle. In der dritten Klasse geht es das ganze Schuljahr zum Schwimmen, üblich ist nur ein halbes Jahr Schwimmunterricht. Ab der fünften Klassen haben die Kinder fünf statt drei Stunden Sportunterricht. "Der Andrang für diesen beiden Sportklassen ist jedes Jahr sehr groß", berichtet Mittelstädt am Rande der Potsdamer Veranstaltung. Es gebe leider weniger Plätze als Bewerber, so dass die Schule interessierte Kinder auch ablehnen muss

"Sporttreiben ist an der Waldgrundschule Hohen Neuendorf Teil des Schulprogramms: Die Schülerinnen und Schüler sind bei der Mitgestaltung und der Profilierung der Sportangebote aktiv - bei Schulfesten, in Sportvereinen oder Wettkämpfen", sagte Brandenburgs Sportministerin Martina Münch (SPD) zur Bekanntgabe der Preisträger im Sommer.

Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen der diesjährigen Schulsportehrung von "Jugend trainiert für Olympia" und "Jugend trainiert für Paralympics". Geehrt wurden die besten 140 Sportlerinnen und Sportler sowie ihre Lehrkräfte und ehrenamtlichen Helfer aus den Schulen. Brandenburg stellt in diesem Schuljahr acht Bundessiegerinnen und -sieger und zahlreiche Teams, die sich für die Bundesfinals in verschiedenen Disziplinen qualifiziert haben. Zu ihnen gehörten auch die Basketballspieler der Mühlenbecker Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, die mit einem sehr guten zehnten Platz die Rückreise antreten konnten. Ebenfalls geehrt wurden die Tischtennisspielerinnen des Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums (Platz 13) sowie die Volleyballspieler des Strittmatter-Gymnasiums aus Gransee (Platz 13).

Insgesamt nahmen im vergangenen Schuljahr mehr als 45 000 brandenburgische Jugendliche an den Bundeswettbewerben der Schulen "Jugend trainiert für Olympia" und "Jugend trainiert für Paralympics" teil.

Wie sportlich alle Kinder der Hohen Neuendorfer Grundschule sind, wurde zum Beginn dieses Schuljahres unter Beweis gestellt. Um Geld für neue Sportgeräte zu sammeln, führte die Schule auf dem Rudolf-Harbig-Sportplatz einen Spendenlauf durch. Jeder Schüler suchte sich im Vorfeld unter Verwandten und Freunden Unterstützer, die der Schule je gelaufener Runde innerhalb von 30 Minuten einen bestimmten Betrag spenden. Insgesamt wurden 4 404 Runden um den Sportplatz gelaufen, das entspricht einer Entfernung von 1 761 Kilometern. Des entspricht etwa der Strecke von Hohen Neuendorf bis nach Rom. Beste Läufer waren Miriam Ernst (Klasse 5 b) und Raven Rossmann (6 b) mit jeweils 17 Runden (6,8 km) in 30 Minuten.

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